Kinder müssen sich bewegen dürfen!

Quelle: Shutterstock

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder täglich mindestens eine Stunde sportliche Aktivitäten. Die Realität sieht doch anders aus. Wie eine weitere bundesweite Studie belegt (KIM-Studie), verbringen Kinder im Durchschnitt bis zu drei Stunden vor dem Fernseher – mit Folgen für die Gesundheit. Ungefähr jedes sechste Kind hat Übergewicht und jedes 16. Kind im Grundschulalter ist stark übergewichtig.

Dabei verfügen Kinder von Natur aus über einen instinktiven Bewegungsdrang. Dies ist vor allem bei den Jüngeren erkennbar: Wann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt, erproben sie ihre körperliche Geschicklichkeit durch Springen, Hüpfen, Klettern oder Balancieren. Diese natürliche Motivation lässt sich bei jungen Menschen (wieder) wecken. Dies hat nicht nur körperliche Vorteile: Bewegung und Sport verbessert die Konzentration und schult die sozialen Fähigkeiten.

Erwachsene sind dabei die besten Vorbilder: Wenn Eltern lieber die Treppe statt den Aufzug nehmen oder im Sportverein aktiv sind, ahmen Kinder das Verhalten wie selbstverständlich nach. Der gemeinsame Sporturlaub mit der ganzen Familie, ein Wander- und Abenteuerwochenende in der Natur, die Radtour oder der Besuch von Schwimmbad oder Kletterpark sind ebenfalls Möglichkeiten, junge Menschen für Bewegung zu begeistern.

Viele Städte und Kirchengemeinden bieten außerdem Waldfreizeiten für Kinder an, um sie spielerisch die Natur erleben zu lassen. Auf Jugendliche zugeschnitten sind dagegen aktiv gestaltete Jugendfreizeiten der Gemeinde oder des Sportvereins. Auch bieten Vereine oftmals Angebote, um Trendsportarten zu erlernen.

Zahlreiche IN FORM Projekte wie „Regionen mit peb“ und „GUT DRAUF“ wenden sich vor allem an jüngere Menschen, um sie spielerisch für Bewegung zu begeistern. Ob Bewegungsspiele für die Kleinen, Schulprojekte für mehr Bewegung oder ansprechender Vereinssport und Trendsportarten für Jugendliche – mit attraktiven Angeboten sind Kinder und Jugendliche gerne aktiv.

Quelle: Oerter R., Montana L. (2008) Entwicklungspsychologie, 6. vollständig überarbeitete Auflage, Psychologie Verlags Union, München Weinheim