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Schwangere brauchen vieles mehr
Um sich und das ungeborene Kind gesund zu ernähren, spielt vor allem die richtige Nährstoffzufuhr eine wichtige Rolle. Auch während der Schwangerschaft bieten die "10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)" eine gute Orientierung für eine ausgewogene Ernährung.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Ausgangsgewicht der Mutter vor der Schwangerschaft entscheidend ist für das Geburtsgewicht des Kindes. Ein erhöhtes Geburtsgewicht stellt eine Hauptursache für späteres Übergewicht dar. Die Schwangerschaft sollte aber auch kein Freifahrtschein dafür sein, für Zwei zu essen. Für eine normalgewichtige Frau ist eine Gewichtszunahme von 11 bis 16 Kilogramm normal. Der Energiebedarf steigt lediglich um zehn Prozent – das bedeutet, dass gerade mal 300 kcal am Tag mehr gegessen werden können. Auf Lebensmittel bezogen entspricht das zum Beispiel einer Scheibe Brot belegt mit einer Scheibe Käse und dazu einem Apfel. Ebenso ist eine Diät für das Ungeborene schädlich, denn besonders in der Schwangerschaft steigt der Nährstoffbedarf erheblich an. Vitamine, Mineralstoffe und Spurelenelemente werden vermehrt für eine gesunde Entwicklung des Embryos benötigt. Das Motto in der Schwangerschaft lautet daher "Essen mit Köpfchen".
Empfehlenswert sind nach den Regeln der DGE Vollkorn, Obst, Gemüse, Kartoffeln, fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch. Für eine optimale Nährstoffversorgung bei Schwangeren gilt: Zusatzpräparate immer erst nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Überdosierte Nährstoffe schaden mehr als sie nutzen. Folgende Nährstoffe sind besonders wichtig:
- Folsäure, u.a. enthalten in grünem Gemüse und Vollkorn, wird vom Körper vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel benötigt. Wegen der großen Bedeutung für das ungeborene Kind raten Ärzte dazu, rechtzeitig mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen, möglichst noch vor der Empfängnis.
- Jod spielt u.a. für die Gehirnentwicklung des Kindes eine wichtige Rolle. Gute Quellen sind jodiertes Speisesalz, Seefisch, Milch und Milchprodukte. Der Bedarf kann in der Regel nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden. Daher wird Schwangeren vom Arzt oft ein zusätzliches Jodpräparat empfohlen.
- Während der Schwangerschaft benötigt der Körper doppelt so viel Eisen. Besonders viel Eisen ist vor allem in rotem Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Hühnereigelb enthalten. Ob es evtl. nötig ist ein Eisenpräparat zu sich zu nehmen, ist individuell ärztlich abzuklären.
- Kalzium bekommt der Körper durch Milchprodukte, besonders Käse, Joghurt sowie Vollmilch. Diese sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Drei Portionen sollten es mindestens sein. Das entspricht z.B. einem Glas Milch, einer Scheibe Käse und einem Becher Joghurt (150 Gramm).
Weiterhin sollten Schwangere auf rohe tierische Lebensmittel (z.B. Salami) verzichten. Salat, rohes Gemüse und Obst sollten gut gewaschen werden. Allgemein bekannt ist, dass Rauchen und Alkohol dem Ungeborenen schadet. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee können in Maßen getrunken werden (maximal drei Tassen täglich).
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Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln
BfR zu Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln (pdf, 1,64 MB, nicht barrierefrei)
BfR zu Verwendung von Vitaminen in Lebensmitteln (pdf, 1,29 MB, nicht barrierefrei)
VDOE - Gezielte Ernährungsberatung


































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