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Etiketten - Lesen was drin ist!

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hamburg und der BAGSO vom 9. Juli 2010

Wer sich gesund und entsprechend seinen Bedürfnissen ernähren möchte, sollte wissen was in den Lebensmitten enthalten ist. Doch insbesondere Seniorinnen und Senioren fällt es schwer das Kleingedruckte auf den Etiketten zu entziffern. Bis zum 30.09.2010 kann die Aktion "Lesbare Etiketten" der Verbraucherzentralen und der BAGSO unterstützt werden.
Auf der Homepage "Fit im Alter", der Verbraucherzentrale haben Konsumenten die Möglichkeit Produktetiketten zu bewerten.

Lesbarkeit von Etiketten. Copyright: Alterfalter, Fotolia

Immer mehr Verbraucher wollen genau wissen, was sie kaufen. Sie möchten beispielsweise Lebensmittel mit einem besonders hohen Fettgehalt meiden oder müssen als Allergiker auf bestimmte Bestandteile verzichten. Da die EU-Politiker Mitte Juni gegen die anschauliche Kennzeichnung mit Ampelfarben gestimmt haben, wird die Forderung nach einer sehr gut lesbaren Beschriftung noch drängender.

Seit Mai läuft die Aktion der Verbraucherzentralen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), bei der Verbraucher ihre Beschwerden melden und Produkte einsenden können. Mit 32 Prozent der Beschwerden rangiert die Schriftgröße an erster Stelle der Etiketten-Kritik. Die eingesendeten Produkte zeigen, dass die Kritik der Verbraucher durchaus nachvollziehbar ist. "Wenn sich Buchstaben in 1-Millimeter-Größe eng aneinander reihen, dann fällt es nicht nur älteren Menschen schwer, sich zu informieren", meint Anne v. Laufenberg-Beermann, Projektleiterin bei der BAGSO.

Auf der Website "Fit im Alter", der Verbraucherzentrale sind Produkte zu finden, die eingesendet wurden. "Auf die ersten Abmahnungen haben einige Hersteller bereits reagiert und eine Optimierung der Verpackung verbindlich zugesagt", freut sich Ute Hantelmann von der Verbraucherzentrale Hamburg über den Erfolg und die gute Beteiligung.

Noch bis zum 30. September haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Gelegenheit, sich an der Befragung zu beteiligen und Verpackungen, die ihnen negativ aufgefallen sind, einzusenden oder aber in einer Verbraucherzentrale vor Ort abzugeben.

Im Rahmen des Projektes "Fit im Alter" werden bundesweit kostenlose Kurse und Schulungen zum Thema "Gesunde Ernährung" angeboten, die sich an Senioren und Aktive in der Seniorenarbeit wenden.

Zur Aktion "Lesbare Etiketten":

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