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Die süßen Versuchungen
Warum kann man Schokolade zwischendurch so schwer widerstehen? Zum einen haben wir eine angeborene Vorliebe für den süßen Geschmack – Süßspeisen sind für uns häufig mit positiven Gefühlen verknüpft, mehr als zum Beispiel saure oder bittere Kost. Zum anderen fühlen wir uns durch den Verzehr von Schokolade und anderen Süßigkeiten kurzerhand energiegeladen. So hebt der enthaltene Zucker den Blutzuckerspiegel im Körper schnell an. Bei starker körperlicher Belastung, etwa durch Sport, kann Süßes damit einer Unterzuckerung kurzfristig vorbeugen.
Damit die Körperzellen den Zucker aufnehmen und verwerten können, schüttet die Bauchspeicheldrüse nach einer Mahlzeit das Hormon Insulin aus. Insulin öffnet sozusagen die Schleusen der Körperzellen für Zucker. Als Folge verbleiben die Zuckermoleküle nicht lange im Blut, sondern werden von den Zellen aufgenommen und – als Energielieferant – umgesetzt. Der Blutzucker fällt durch das Insulin wieder ab. Nach einem süßen Snack tritt der Effekt zeitversetzt besonders stark ein.
Ist der Blutzucker dann niedrig, verlangt der Körper nach dem nächsten süßen Snack. Wir verspüren Appetit, etwa nach einem weiteren Stück Schokolade. Um diesem Wechselspiel aus Naschen und Appetit zu entgehen, sollte man Süßes besser zu den Hauptmahlzeiten essen. Der Grund ist, dass weitere Nährstoffe wie Eiweiße und Fett den Insulin-Effekt abschwächen und der Blutzucker weniger rasant ansteigt. Die Sättigung hält dadurch meist länger an.
"Versteckter" Zucker
Vorsicht ist bei Müsliriegeln, Milchprodukten und sogenannten Wellness-Getränken geboten, da sie häufig einen hohen Zuckergehalt haben. Auch hinter Begriffen wie Fructose, Glucose, Saccharose oder Invertzuckersirup verbergen sich verschiedene Arten von Zucker. Müsliriegel enthalten außerdem oft viel Fett. Hier hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe: Fette, Stärke und verschiedene Zuckerarten sind versteckte Dickmacher.
Wer sich vollwertig ernähren, jedoch auf den süßen Geschmack nicht verzichten möchte, kann auf Obst und Trockenobst zurückgreifen. Fruchtspeisen aus fettarmem Quark oder Joghurt mit frischem Obst sind gesunde Pausensnacks. Und statt Limonade oder Cola ist zum Beispiel eine Saftschorle die gesündere Alternative.
Bei selbst kreierten Süßspeisen kann man die Menge und die Art der Süße bestimmen und zum Beispiel statt Haushaltszucken mal Honig verwenden.
Besonders betroffen von süßen Versuchungen sind Kinder und Jugendliche. Ergebnisse der „EsKiMo-Studie“ des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass Kinder und Jugendliche über 40 Prozent der Gesamtenergie aus Süßem gewinnen; empfohlen sind maximal zehn Prozent. Gerade viele Kinderprodukte sind stark gesüßt oder der Zucker taucht als Fruchtzucker auf, etwa bei Fruchtjoghurts. Darum ist es wichtig, dass Eltern und Kinder den richtigen Umgang mit Süßem lernen.
Tipps zum kontrollierten Naschen
Tipp: Süßigkeiten nicht generell streichen. Vereinbaren Sie mit Ihren Kinder klare Nasch-Regeln, zum Beispiel einmal täglich naschen ist erlaubt. Empfehlenswert ist auch eine Naschdose. Und natürlich das Zähneputzen nicht vergessen, denn Zucker erhöht das Risiko für Karies.
Aber auch Erwachsene können durch Regeln unkontrollierte Naschereien in den Griff bekommen. Verbannen Sie die Naschschublade aus ihrem Büro. Süßes sollte nicht jeder Zeit griffbereit sein. Nehmen Sie sich vor, zum Beispiel nur am Nachmittag bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu naschen.



































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