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IN FORM Lexikon

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Adipositas (Fettleibigkeit)

Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. „obesity“) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, bei welcher das Körperfett über das normale Maß hinaus vermehrt ist. Fettleibigkeit ist mit krankhaften Auswirkungen verbunden. Eine Adipositas liegt nach WHO-Definition ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor. Es werden drei Schweregrade unterschieden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.

Aquafitness

Aquafitness ist eine Sportart, die im Wasser ausgeübt wird. Die Trainierenden halten sich dabei  entweder im flachen Wasser auf oder bewegen sich unter Anleitung eines Trainers im Tiefwasser. Aquafitness umfasst verschiedene Übungen wie Laufbewegungen im Wasser (Aquajogging) oder Gymnastik. Teilweise werden bei der Aquafitness Hilfsmittel wie Bauchgurte, Gewichte oder sogenannte Paddles eingesetzt. Aquafitness trainiert den gesamten Körper – es verbessert unter anderem Kraft, Koordination und Ausdauer. Da der Körper im Wasser nur noch ein Zehntel seines Gewichts hat, schont Wassergymnastik die Gelenke und ist daher eine Sportart, die unter anderem empfehlenswert für übergewichtige und auch ältere Menschen ist.

Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung bezeichnet eine abwechslungsreiche Ernährungsweise, die dem Körper ausreichend Nährstoffe zuführt und auf den individuellen Energiebedarf abgestimmt ist. Basis einer ausgewogenen Ernährung sind die 10 Regeln der  Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und helfen, genussvoll und gesund zu essen.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind pflanzliche Nahrungsbestandteile, die von den menschlichen Verdauungsenzymen nicht abgebaut werden können. Sie stecken vor allem in Vollkornerzeugnissen, Getreide, Obst und Gemüse, sowie Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Ballaststoffe beugen Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sind gut für die Verdauung und senken zudem den Blutzuckerspiegel. Der Richtwert für die Ballaststoffzufuhr beträgt mindestens 30 Gramm täglich für Erwachsene.

Beckenboden

Der Beckenboden ist ein Teil des Beckens, der aus Bindegewebe und Muskeln aufgebaut ist. Verschiedene Muskelschichten und Häute schließen den Beckenraum ab – sie halten die Organe des Beckens (z.B. Blase und Enddarm) in ihrer Position. Ist der Beckenboden geschwächt, kann es zu Problemen wie einer Blasenschwäche kommen. Geburten, Übergewicht oder ein höheres Alter begünstigen eine solche Beckenbodenschwäche; vor allem Frauen sind betroffen. Durch gezieltes Training (Beckenbodengymnastik) lässt sich der Beckenboden stärken.

Bewegung

Unter dem Begriff Bewegung versteht man verschiedenste Formen von körperlicher Aktivität. Diese reichen von Alltagstätigkeiten wie Treppen steigen oder gehen über leichtes Training bis zu Leistungssport. Bewegung aktiviert den Stoffwechsel; der Körper setzt als Folge vermehrt Nahrungsenergie um. Somit eignet sich regelmäßige körperliche Aktivität, um - in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung - Übergewicht vorzubeugen oder abzubauen. Eine aktive Lebensweise und gezieltes Training haben verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Daher spielt Bewegung auch eine wichtige Rolle in der Prävention.

Bio-Lebensmittel

Bei Bio-Lebensmitteln handelt es sich um Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Damit in der Europäischen Union (EU) Produkte als Bio-Lebensmittel in den Handel kommen dürfen, müssen verschiedene Auflagen erfüllt sein. Die Produkte müssen ökologisch-kontrolliert erzeugt sein. Das bedeutet, dass auf Ackerflächen unter anderem weder konventionelle Pestizide noch Kunstdünger erlaubt sind. Auch gentechnisch veränderte Pflanzen sind im Biolandbau verboten. Biofleisch und weitere tierische Produkte stammen von Tieren aus artgerechter Haltung. Ebenso erhalten die Tiere gemäß EG-Ökoverordnung gewöhnlich keine Antibiotika und Wachstumshormone zur Mast. Bio-Produkte, welche im Handel zu finden sind, sind unter anderem frei von Süßstoffen und künstlichen Farbstoffen.

Blutzuckerspiegel

Der Blutzuckerspiegel gibt an, wie hoch die Konzentration von Traubenzucker (Glucose) im Blut ist. Glucose ist als Energieträger für den Körper wichtig. Im nüchternen Zustand liegt der Blutzuckerspiegel niedrig. Nach Mahlzeiten steigt die Zuckerkonzentration im Blut an. Enzyme und Hormone (v.a. Insulin und Glukagon) regeln den Blutzuckerspiegel und halten ihn in bestimmten Grenzen. Ein über einen längeren Zeitraum überhöhter Blutzuckerwert ist für den Körper schädlich und deutet auf die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus hin. Der Blutzuckerspiegel lässt sich schnell mit Hilfe eines Blutzuckermessgerätes aus einem Tropfen Blut bestimmen.

BMI (Body-Mass-Index)

Mit dem BMI kann das Körpergewicht eines Menschen bewertet werden. Er beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße. Die Formel lautet: kg/m². Je nach Höhe des BMI spricht man von Untergewicht (<18,5), Normalgewicht (18,5-24,9), Übergewicht (25-29,9) und Adipositas (>30). Beim BMI ist jedoch zu beachten, dass er nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterscheidet. Folglich können Ergebnisse bei Menschen, die viel körperlich arbeiten und trainieren, z.B. Body Builder, verfälscht sein. Des Weiteren gelten die BMI Werte erst ab dem 18. Lebensjahr.

Calcium (Kalzium)

Bei Kalzium handelt es sich um einen Mineralstoff, der im Körper in großen Mengen vorkommt. Kalzium befindet sich vor allem in Knochen und Zähnen und verleiht ihnen Stabilität. Auch spielt es eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel. Bei Kalziummangel kann es zu akut zu Muskelkrämpfen, langfristig zum Stabilitätsverlust der Knochen kommen. Dadurch erhöht sich das Risiko für Knochenbrüche. Einem Mangel lässt sich durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Kalzium ist reichlich in Milch und Milchprodukten enthalten.

Cholesterin

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz. Sie ist wichtig für die Stabilität und Funktion der Körperzellen, ebenso für die Produktion von Galle. Auch produziert der Körper aus Cholesterin unter anderem verschiedene Hormone. Einen Teil des benötigen Cholesterins stellt der Körper selbst her – auch enthalten tierische Nahrungsmittel unterschiedlich viel Cholesterin. Das Cholesterinmolekül wird kommt im Blut unter anderem als sogenanntes HDL- und LDL-Cholesterin vor. Ein hoher Cholesterinspiegel im Blut kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen, da es Gefäßablagerungen und damit zum Beispiel Arteriosklerose begünstigt. Als Risikofaktor gilt hier das sogenannte Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin. Bei einem hohen Cholesterinspiegel rät der Arzt zu viel Bewegung und einer ausgewogenen, pflanzenreichen Ernährung (reich an Vollkornprodukten, Gemüse und Obst). Unter Umständen verschreibt er zusätzlich Medikamente (sogenannte Statine).

Crash-Diät

Eine Crash-Diät oder Blitzdiät ist eine besondere Form der Diät, mit der eine Gewichtsreduktion angestrebt wird. In sehr kurzer Zeit lässt sich dadurch kurzfristig viel Gewicht abnehmen. Bei Crash-Diäten handelt es sich meist um sogenannte Mono-Diäten, bei denen dem Körper nur ein Lebensmittel wie Reis oder Kartoffeln zugeführt wird. Crash-Diäten wirken sich als "Hungerkur" ungünstig auf den Stoffwechsel aus. Auch belasten sie den Körper stark, da eine einseitige Ernährung eine ausreichende Zufuhr wichtiger Nährstoffe nicht sicherstellt. Dies führt zu Mangelerscheinungen und meist zum sogenannten Jo-Jo-Effekt, d.h. der kurzfristigen Abnahme des Gewichts folgt eine rasante Zunahme, die häufig die Reduktion übersteigt.

Dehnübungen (Stretching, von engl. „to stretch“ für „dehnen“)

Als Stretching bezeichnet man gymnastische Übungen, mit denen sich die verschiedenen Muskelgruppen gezielt dehnen lassen. Stretching wirkt einer Verkürzung der Muskeln entgegen und erhöht die Beweglichkeit. Auch soll es die das Zusammenspiel der Muskeln verbessern (sog. Muskuläre Balance) und Verletzungen vorbeugen.

Diabetes

Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch liegt. Durch den erhöhten Blutzucker werden auf längere Sicht empfindliche Gewebearten wie die Nerven geschädigt. Diabetes kann verschiedene Ursachen haben. Beim Diabetes mellitus Typ 1 ist die Erkrankung angeboren. Bei Diabetes mellitus Typ 2 spielen sowohl genetische Faktoren eine Rolle als auch das Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Diabetes Typ 2 (sog. „Altersdiabetes“) zählt damit zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Durch ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung lässt sich das Risiko für Diabetes Typ 2 senken.

Diät

Eine Diät ist eine Kostform, die sich von der alltäglichen Ernährung in ihrer Zusammensetzung, der Menge der zugeführten Energie und der Zubereitung unterscheidet. Bestimmte Diätformen sind bei speziellen Erkrankungen und Unverträglichkeiten sinnvoll, etwa eine purinarme Kost bei Gicht oder eine lactosearme Diät bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit. Unter dem Begriff "Diät" versteht man außerdem eine kalorienreduzierte Ernährung, die bei Übergewicht – zusammen mit ausreichend Bewegung – sinnvoll ist.

Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide (auch Lebensmittelpyramide genannt) veranschaulicht, aus welchen Bestandteilen und Mengenverhältnissen sich eine ausgewogene Ernährung zusammensetzt. Je höher die Lebensmittel und Getränke in der Pyramide angeordnet sind, desto sparsamer sollten sie verzehrt werden. Den Sockel bilden die Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Reis, darüber folgen Gemüse und Obst, dann Milch sowie Milchprodukte, Fleisch und Fisch und an der Spitze stehen Fette, Öle und Süßigkeiten. Ebenfalls ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Geeignete Getränke sind, Wasser, Tee und Saftschorlen.

Ernährung

Ernährung ist für den Körper lebensnotwendig. Mit der Nahrung nimmt der Mensch lebenswichtige (essentielle) Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett auf. Nahrung liefert dem Körper zum einen die Energie für wichtige Stoffwechselvorgänge. Zum anderen sind Nährstoffe wie beispielsweise Eiweiß notwendig, um die Struktur des Körpers zu erhalten – etwa durch Haarwachstum oder Neubildung von Hautzellen. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um sich dauerhaft gesund und fit zu fühlen. Sie beinhaltet alle wichtigen Nährstoffe (darunter Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine) und deckt den Energiebedarf des Körpers.

Endorphine

Endorphine sind körpereigene Substanzen (Hormone), die schmerzlindernd und stimmungsaufhellend wirken. Umgangssprachlich werden Endorphine daher auch Glückshormone genannt. Sie beeinflussen Blutdruck, Darmtätigkeit und Atmung. Der Körper setzt Endorphine unter anderem bei Ausdauersport frei. 

Entspannungstechnik

Unter Entspannungstechniken versteht man verschiedene Methoden zur körperlichen und psychischen Entspannung. Dazu gehören u.a. autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, Meditation und Yoga. Entspannungstechniken senken die Konzentration von Stresshormonen im Blut und helfen somit, Stress abzubauen. Entspannung wirkt sich dadurch nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. Entspannungstechniken können bei bestimmten Symptomen (z.B. Schlaflosigkeit, Nervosität) sinnvoll sein. Regelmäßiges Üben ist notwendig, um sich mit der jeweiligen Technik wirksam entspannen zu können.

Eiweiß (Protein)

Eiweiße (Proteine) sind lebenswichtige Nährstoffe. Sie setzen sich aus den sogenannten Aminosäuren zusammen. Aus diesen Bausteinen kann der Körper je nach Bedarf eigene Proteine herstellen oder Energie gewinnen. Der Körper benötigt Proteine unter anderem für den Aufbau von Zellen und Bindegewebe, Haaren und Nägeln, für den Stoffwechsel (Enzyme), für die Herstellung von Botenstoffen (Peptidhormone) und für das Abwehrsystem. Proteine sind vor allem in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Milch, Milchprodukten und Eiern enthalten. Bestimmte pflanzliche Lebensmittel sind ebenfalls proteinreich, etwa Hülsenfrüchte (z.B. Soja, Bohnen, Linsen), Nüsse und Getreide.

Fast Food (von engl. fast „schnell“ und food „Essen“, „Nahrung“)

Fast Food bezeichnet einfache, meist industriell vorbereitete Gerichte, die in Schnellimbissen in kurzer Zeit verzehrfertig zubereitet werden, z.B. Hamburger und Pommes frites. Fast Food-Gerichte haben meist eine ungünstige Nährstoffzusammensetzung und sind stark kalorienhaltig. Fast Food ist häufig besonders salzig oder stark gesüßt sowie gewöhnlich sehr fettreich.

Fettleibigkeit (Adipositas)

Unter Fettleibigkeit versteht man massives Übergewicht mit einem hohen Body-Mass-Index von über 30 und einem hohen Anteil an Gesamtkörperfett. Fettleibigkeit erhöht das Risiko für unterschiedliche Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Gelenkverschleiß (Arthrose) und bestimmte Formen von Krebs. Fettleibigkeit erfordert unter anderem eine Ernährungsumstellung und ein Bewegungsprogramm unter ärztlicher Kontrolle.

Genussmittel

Zu den Genussmitteln zählen Stoffe, die nicht vorrangig der Ernährung dienen, aber wegen ihres Geschmacks, ihrer  stimulierenden oder euphorisierenden Wirkung konsumiert werden. Dazu gehören u.a. Kaffee, Tee, Cola-Getränke, Süßigkeiten, alkoholische Getränke und auch Tabak. Genussmittel können den Körper schädigen, wenn sie in größeren Mengen verzehrt werden. So schädigt zum Beispiel Alkohol die Leber und andere Organe; Süßigkeiten fördern die Bildung von Karies und begünstigen Übergewicht.

Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker sind Lebensmittelzusatzstoffe, welche die Geschmacksqualität von Nahrungsmitteln beeinflussen. In der Lebensmittelindustrie werden Geschmacksverstärker als Hilfsmittel verwendet, um Nahrungsmittel geschmacklich zu beeinflussen. Vor allem in Fertigprodukten finden sich Geschmacksverstärker. Eines der bekanntesten Geschmacksverstärker ist das Glutamat, das vor allem Fertiggerichten und Soßen einen würzigen Geschmack verleiht. In eingen Fällen sind Überempfindlichkeitsreaktionen durch den Verzehr von Geschmacksverstärkern möglich.

Herz-Kreislauf-System

Zum Herz-Kreislauf-System gehören das Herz, die Blutgefäße sowie das Blut mit seinen Eigenschaften wie dem Blutdruck. Dieses System versorgt nahezu alle Organe und Körpergewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen; gleichzeitig nimmt das Blut Abbauprodukte des Stoffwechsels auf, um sie Nieren und Leber zur Ausscheidung zuzuführen. Schädliches Kohlenstoffdioxid transportiert das Blut zur Lunge, damit es ausgeatmet werden kann. Eine gesunde Lebensweise wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. So lässt sich durch ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verringern.

Hochleistungssport

Hochleistungssport bezeichnet eine besondere Form des Leistungssports, bei der Sportler Höchstleistungen anstreben. Dadurch unterscheidet sich Hochleistungssport zum Beispiel vom Gesundheits- und Breitensport. Spitzensport baut auf ein intensives, wissenschaftlich geplantes und begleitetes tägliches Training, das stark den Lebenslauf der Sportlerinnen und Sportler bestimmt.

Immunsystem (von lat. immunis, „unberührt, frei, rein“)

Das Immunsystem ist das Abwehrsystem des Körpers gegenüber Krankheitserregern wie bestimmten Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten. Damit schützt das Immunsystem den Körper vor Infektionskrankheiten. Das Immunsystem besteht aus den Immunorganen (z.B. Milz, Lymphknoten), Abwehrzellen (z.B. Lymphozyten) und bestimmten Molekülen (z.B. Antikörper). Es erkennt körperfremde Partikel ebenso wie veränderte körpereigene Zellen (z.B. durch Virusinfektionen oder Krebs) und fremdes Gewebe.Durch eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung lässt sich das Immunsystem stärken. Stress, Bewegungsmangel und einseitige Ernährung schwächen dagegen die Abwehrkräfte.

Inhaltsstoffe

Sämtliche in Lebensmitteln enthaltenen Stoffe bezeichnet man als Inhaltsstoffe: von Grundnährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette) und Vitaminen über Mineralstoffe, ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe bis hin zu Zusatzstoffen wie Aromen oder Farbstoffe. Die genaue Zusammensetzung eines Lebensmittels lässt sich im Labor bestimmen. Lebensmitteltabellen geben ebenfalls Aufschluss darüber, welche Inhaltsstoffe bestimmte Nahrungsmittel enthalten. Auf Lebensmittelverpackungen sind die mengenmäßig wichtigsten Inhaltsstoffe angegeben.

Instantprodukte (von engl. instant „löslich)

Instantprodukte sind industriell hergestellte pulverisierte Fertigerzeugnisse, z.B. Trockensuppen oder Getränkepulver, die rasch in Wasser aufgelöst werden können. Sie enthalten in der Regel weniger Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und mehr Zusatzstoffe als frisch zubereitete Lebensmittel.

Jod

Jod ist ein Spurenelement, d.h. ein Mineralstoff, der im Körper nur in geringen Konzentrationen vorkommt. Jod ist wichtig für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Diese Hormone erfüllen lebenswichtige Funktionen im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel und regulieren den Wasserhaushalt, die Körpertemperatur, die Herzfrequenz und die Funktion des Zentralen Nervensystems (ZNS). Reich an Jod sind Meeresfische (z.B. Seelachs), Milch und Feldsalat.

Jogging (Laufen)

Bei Laufen handelt es sich um einen Ausdauersport. Die Geschwindigkeit und Streckenlänge kann dabei variieren. Zum Laufsport zählen u.a. Sprints, Mittelstrecken- und Langstreckenläufe. Andere Formen von Laufsport sind z.B. Crosslauf durch unebenes Gelände, Orientierungslauf und Bergläufe. Laufen hilft, die Kondition zu steigern und Stress abzubauen.

Jo-Jo-Effekt

Der Jo-Jo-Effekt bezeichnet einen Effekt, der nach Diäten auftreten kann. Meist tritt der Jo-Jo-Effekt nach Diäten auf, die eine schnelle  Gewichtsabnahme gewährleisten sollen (z.B. sog. Crash-Diäten). Einer kurzfristigen Abnahme des Gewichts folgt eine rasante Zunahme, welche häufig sogar den zunächst erzielten „Diät-Erfolg“ übersteigt.

Kalorie (von frz. „calor“ für „Wärme“)

Kalorie ist die Maßeinheit für Energie, mit welcher der Energiegehalt von Lebensmitteln bzw. der Energiebedarf des Organismus angegeben wird. Eine Kalorie entspricht der Energie, die nötig ist, um 1 Milliliter Wasser von 14,5 auf 15,5 Grad zu erwärmen. Der Energiegehalt eines Lebensmittels steigt vor allem mit seinem Zucker- und Fettanteil. So enthalten fette Nahrungsmittel und Süßigkeiten vergleichsweise viele Kalorien. Natürliche kalorienarme Lebensmittel sind dagegen Gemüse und Obst mit einem hohen Wassergehalt.

Kalzium (Calcium)

Kalzium ist ein Mineralstoff , der im Körper in großen Mengen vorkommt. Kalzium befindet sich vor allem in Knochen und Zähnen und ist wichtig für die Stabilität. Kalzium ist reichlich in Milch und Milchprodukten enthalten.

Karies

Karies ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit, die sich vor allem bei zu häufigem Genuss von zuckerreichen Lebensmitteln entwickelt. Karies greift die Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz und Zahnbein) an und zerstört unbehandelt die Struktur und Funktion der Zähne. Im schlimmsten Fall kann sie zum Zahnverlust führen. Eine ausgewogene Ernährung sowie gründliche Zahnhygiene beugt Karies vor.

Knochenschwund (Osteoporose)

Osteoporose ist eine krankhafte Verringerung der Knochensubstanz. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche und –verformungen. Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Das Osteoporose-Risiko kann durch eine kalziumreiche Ernährung, durch ausreichend Vitamin D und regelmäßige Bewegung gesenkt werden.

Laufen

Bei Laufen handelt es sich um einen Ausdauersport. Die Geschwindigkeit und Streckenlänge kann dabei variieren. Zum Laufsport zählen u.a. Sprints, Mittelstrecken- und Langstreckenläufe. Andere Formen von Laufsport sind z.B. Crosslauf durch unebenes Gelände, Orientierungslauf und Bergläufe. Laufen hilft, die Kondition zu steigern und Stress abzubauen.

Lebensmittelpyramide

Die Lebensmittelpyramide (auch Ernährungspyramide genannt) veranschaulicht, aus welchen Bestandteilen und Mengenverhältnissen sich eine ausgewogene Ernährung zusammensetzt. Je höher die Lebensmittel und Getränke in der Pyramide angeordnet sind, desto sparsamer sollten sie verzehrt werden. Den Sockel bilden die Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Reis, darüber folgen Gemüse und Obst, dann Milch sowie Milchprodukte, Fleisch und Fisch und an der Spitze stehen Fette, Öle und Süßigkeiten. Ebenfalls ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Geeignete Getränke sind, Wasser, Tee und Saftschorlen.

Magnesium

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, das unter anderem für die Muskelfunktion notwendig ist. Es sorgt dafür, dass die Stoffwechselvorgänge im Körper in ihrer erforderlichen Geschwindigkeit ablaufen. Des Weiteren ist Magnesium ein wesentlicher Bestandteil von Geweben und Körperflüssigkeiten und sowohl im Blut als auch in Knochen enthalten. Es kommt vor allem reichlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wie Vollkornprodukten und Nüssen.

Menopause

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Menstruation der Frau. Danach erfolgt keine durch die Eierstöcke ausgelöste Blutung aus der Gebärmutter mehr. Dies bedeutet das Ende der Fruchtbarkeit der Frau. Mit der Menopause enden die Wechseljahre.

Mineralsstoffe

Mineralstoffe (sogenannte Elektrolyte, „Salze“) sind anorganische Substanzen, die in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten sind. Wichtige Mineralstoffe sind unter anderem Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der Körper benötigt Mineralstoffe vor allem zum Aufbau von Körpersubstanz wie Knochen und Zähne sowie für den Stoffwechsel. Mineralstoffe werden über die Nahrung aufgenommen.

Nährstoffe

Nährstoffe sind Nahrungsbestandteile, die Energie liefern und für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen und die Gesunderhaltung des Organismus gebraucht werden. Zu den  Hauptnährstoffen zählen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Sie liefern den Körper Energie. Zu den essentiellen Nährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren und Aminosäuren. Sie erhalten den Stoffwechsel des Körpers aufrecht.

Nordic Walking (von engl. nordic „nordisch“ und to walk „gehen“)

Nordic Walking ist eine aus Skandinavien stammende Ausdauersportart, welche dem schnellen Gehen (Walking) ähnelt. Vergleichbar dem Skilanglauf verwendet der Sportler zusätzliche Karbon- oder Fieberglasstöcke. Nordic Walking erfordert dadurch eine besondere Gehtechnik.
Anders als beim Laufen lassen sich mit Nordic Walking auch die Muskeln von Rumpf und Oberarmen trainieren.

Optimierte Mischkost (optimix®)

Die optimierte Mischkost, kurz optimix®, ist ein Konzept für die gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Sie enthält altersgemäße Verzehrsmengen, die eine ausreichende Energie- und Nährstoffzufuhr gewährleisten. Anfang 1990 wurde sie im Rahmen des Forschungsinstitutes für Kinderernährung Dortmund (FKE) entwickelt. Seitdem wird sie immer wieder an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kinderernährung angepasst.
Die optimierte Mischkost ist kein Diätplan, sondern bietet einen Rahmen, innerhalb dessen Familien eine gesunde Ernährung in ihrem Alltag umsetzen können. Die Freude am Essen steht dabei immer im Vordergrund.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind Bestandteile der Zellwände und wichtig für die Entwicklung des Gehirns und der Nervenzellen. Omega-3-Fettsäuren schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, senken den Gesamtcholesterinspiegel und haben einen positiven Einfluss auf rheumatische Erkrankungen. Sie kommen vor allem in Kaltmeerfischen (Hering, Makrele, Lachs) aber auch in Nüssen vor.

Osteoporose (Knochenschwund)

Osteoporose ist eine krankhafte Verringerung der Knochensubstanz. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche und –verformungen. Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Das Osteoporose-Risiko kann durch eine kalziumreiche Ernährung, durch ausreichend Vitamin D und regelmäßige Bewegung gesenkt werden.

Protein (Eiweiß)

Proteine (Eiweiße) sind lebenswichtige Nährstoffe. Sie setzen sich aus den sogenannten Aminosäuren zusammen. Aus diesen Bausteinen kann der Körper je nach Bedarf eigene Proteine herstellen oder Energie gewinnen. Der Körper benötigt Proteine unter anderem für den Aufbau von Zellen und Bindegewebe, Haaren und Nägeln, für den Stoffwechsel (Enzyme), für die Herstellung von Botenstoffen (Peptidhormone) und für das Abwehrsystem. Proteine sind vor allem in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Milch, Milchprodukten und Eiern enthalten. Bestimmte pflanzliche Lebensmittel sind ebenfalls proteinreich, etwa Hülsenfrüchte (z.B. Soja, Bohnen, Linsen), Nüsse und Getreide.

Prävention

Unter Prävention versteht man Maßnahmen, die der Vermeidung von Krankheiten dienen (sog. Krankheitsprophylaxe, Vorbeugung). So senken beispielsweise ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung das Risiko von typischen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch ausreichend Entspannung lässt sich im Sinne von Prävention unter anderem Schlafstörungen und stressbedingten Erkrankungen vorbeugen.

Quecksilber

Quecksilber ist ein für den Menschen giftiges chemisches Element. Vor allem Fische, Pilze und Innereien können damit belastet sein. Quecksilber lagert sich im Körper vor allem im zentralen Nervensystem, insbesondere in Gehirn, Nieren, Leber und Milz ab. Quecksilbervergiftungen sind selten – der Arzt kann sie unter anderem anhand der Symptome und mittels einer Haaranalyse nachweisen.

Rohkosternährung

Unter Rohkosternährung versteht man verschiedene Formen von Ernährung. Anhänger der Rohkosternährung verzehren ausschließlich  rohe, also nicht erhitzte und unverarbeitete Lebensmittel. Die Kost ist oftmals fleischlos und besteht – je nach Ernährungsform – unter anderem aus Obst, Gemüse, Nüssen, Getreide, Kräutertees, Honig und Milch und Milchprodukten. Beispiele für Formen der Rohkosternährung ist die sogenannte „Instinktotherapie“ nach Burger und „Leben ohne Kochtopf“ nach Wandmaker. Bei Rohkost als ausschließliche Ernährungsweise kann es zu einer Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen kommen, vor allem Vitamin B12, Vitamin D, Zink und Jod.

Rückstände in Lebensmitteln

Rückstände sind Reste chemischer Stoffe in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, die zum Zeitpunkt der Ernte bzw. Schlachtung noch nicht wieder abgebaut oder ausgeschieden sind. Diese Rückstände entstammen aus der Verwendung von Pestiziden, Tierarzneimitteln, Düngemitteln und Futtermittelzusatzstoffen. Einen Teil solcher Rückstände kann der Körper mittels Leber und Nieren verstoffwechseln bzw. ausscheiden; andere können sich im Körper anreichern (akkumulieren), vor allem im Fettgewebe.

Schimmelpilzgifte

Schimmelpilzgifte (sog. Mykotoxine) sind Stoffwechselabbauprodukte von Schimmelpilzen. Sie können bestimmte Krankheiten begünstigen oder sie direkt auslösen (z.B. Schimmelpilzallergie, Leber- und Lungenerkrankungen). Lebensmittel mit schimmeligen oder fauligen Stellen sollten entsorgt werden. Es genügt nicht, nur die schimmeligen Stellen wegzuschneiden, da sich die Schimmelpilzgifte bereits auf andere Bereiche des Lebensmittels ausgeweitet haben können.

Schwangerschaftsdiabetes

Der Schwangerschaftsdiabetes (sog. Gestationsdiabetes) ist eine spezielle Form der Zuckerkrankheit. Meist tritt sie im letzten Schwangerschaftsdrittel auf und verschwindet direkt nach der Geburt wieder. Ursachen einer Erkrankung sind meist Übergewicht und erbliche Vorbelastungen. Ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes kann zu Komplikationen wie einer Fehlgeburt, Reifestörungen oder einem erhöhten Geburtsgewicht führen. Auch besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwangere zu einem späteren Zeitpunkt an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) erkrankt. Schwangerschaftsdiabetes lässt sich durch eine  Ernährungsumstellung und ggf. mittels Insulin-Therapie behandeln.

Spurenelemente

Spurenelemente sind Mineralstoffe, die in geringerer Konzentration als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht im Organismus vorkommen. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen: lebensnotwendige (essenzielle), entbehrliche (nichtessenzielle) und giftige (toxische) Spurenelemente. Lebensnotwendige Spurenelemente sind  u.a. Eisen, Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Selen, Mangan, Chrom, Molybdän, Kobalt, Nickel, Silizium und Brom. Bei einer Unterversorgung mit lebensnotwendigen Spurenelementen kommt es zu Mangelerscheinungen wie einer Blutarmut (Anämie) bei Eisenmangel; eine Überversorgung ist ebenfalls gesundheitsschädlich. Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung stellt den Bedarf an essenziellen Spurenelementen in der Regel sicher.

Stretching (von engl. „to stretch“ für „dehnen“)

Als Stretching bezeichnet man gymnastische Übungen, mit denen sich die verschiedenen Muskelgruppen gezielt dehnen lassen. Stretching wirkt einer Verkürzung der Muskeln entgegen und erhöht die Beweglichkeit. Auch soll es die das Zusammenspiel der Muskeln verbessern (sog. Muskuläre Balance) und Verletzungen vorbeugen.

Tiefkühlkost

Tiefkühlkost bezeichnet industriell hergestellte tiefgekühlte Lebensmittel. Durch Schockfrosten werden Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmelpilz und Hefen zum großen Teil inaktiviert und Vitamine und Mineralstoffe mehr geschont als bei anderen Konservierungsmethoden.

Trennkost

Trennkost ist eine Kostform, die häufig zur Gewichtsreduktion eingesetzt wird und auf den US-amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay zurückgeht. Danach behindern sich eiweißreiche (säurebildende) und kohlenhydratreiche (basenbildende) Lebensmittel gegenseitig beim Abbau, wenn sie gleichzeitig aufgenommen werden. Demnach müssen entsprechende Lebensmittel getrennt aufgenommen und der Anteil der säurebildenden Lebensmittel zusätzlich reduziert werden.

Ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind Fettsäuren (Strukturbausteine der Fette), die der Körper selbst bilden kann. Sie können durch Verdauungsenzyme besser aufgespaltet werden als gesättigte und sind somit leichter verdaulich. Einfach ungesättigte Fettsäuren kommen ebenfalls in Nahrungsmittel wie Olivenöl, Rapsöl, Avocados, Nüsse und Samen vor.

Untergewicht

Als untergewichtig gilt ein Mensch, bei dem der Body-Mass-Index unter 18,5 liegt. Ursache für das Untergewicht in den Entwicklungsländern ist Nahrungsmangel. In den Industrieländern gehören schwere und/oder chronische Krankheiten, Essstörungen, Appetitverlust, Leistungssport und Gewichtsreduktionsdiäten zu den Hauptursachen.

Vegetarische Ernährung

Beim sogenannten Vegetarismus ernährt man sich ausschließlich von pflanzlichen und vom lebenden Tier stammenden Lebensmitteln (Getreide, Obst, Gemüse, Kartoffeln, pflanzliche Fette und Öle, Nüsse, Hülsenfrüchte, Honig, Milch und Milcherzeugnisse sowie Eier). Vegetarismus ist keine einheitliche Ernährungsform, sondern umfasst verschiedene Kostformen, die sich in Lebensmittelauswahl, Zielen und Beweggründen unterscheiden. Z.B. verzehren Laktovegetarier Milch und Milchprodukte aber keine Eier.

Vollwerternährung (Vollwertkost)

Die Vollwerternährung ist eine vorwiegend laktovegetable Ernährung, die wenig verarbeitete Lebensmittel verwendet. Die hauptsächlichen Lebensmittel sind Vollkornerzeugnisse, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte. Fleisch, Fisch und Eier werden nur in geringen Mengen verzehrt. Die Hälfte der Nahrungsmenge besteht aus Rohkost. Die Ernährungsweise berücksichtig ebenfalls die Umweltverträglichkeit und Sozialverträglichkeit der Lebensmittelherstellung. Bio-Lebensmittel und Produkte aus fairen Handel werden bevorzugt. Das Ernährungskonzept geht auf den deutschen Ernährungswissenschaftler Werner Kollath  zurück, welcher Lebensmittel nach dem Grad ihrer Bearbeitung bewertete.

Vollwertige Ernährung

Die vollwertige Ernährung ist eine Ernährungsempfehlung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beruht. Basis der vollwertigen Ernährung sind die sieben Lebensmittelgruppen: 1. Getreide, Getreideerzeugnisse, Kartoffeln; 2. Gemüse, Salat; 3. Obst; 4. Milch, Milchprodukte; 5. Fleisch, Wurst, Fisch, Eier; 6. Fette, Öle; 7. Getränke. Täglich und im richtigen Mengenverhältnis verzehrt, tragen sie zu einer ausgewogenen Ernährung bei, die den Körper mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt.

 

Walken oder auch Walking (vom engl. to walk „gehen“)

Unter Walken versteht man sportliches, intensives Gehen mit einer Geschwindigkeit von etwa 8 Kilometern pro Stunde.

Wechseljahre

Die Wechseljahre sind der Zeitraum von der Geschlechtsreife bis hin zur letzten Regelblutung (Menopause). In dieser Zeit stellt sich der Körper der Frau hormonell um. Die Eierstöcke produzieren zunehmend weniger weibliche Geschlechtshormone (Östrogene). Während dieser Zeit der Umstellung kann es zu typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen kommen. Wann die Wechseljahre einsetzen, ist individuell unterschiedlich. Die meisten Frauen kommen im Alter von etwa fünfzig Jahren in die Wechseljahre.

Xylit (Xylitol)

Bei Xylit (auch: Xylitol) handelt es sich um einen häufig verwendeten Süßstoff. Er schmeckt ähnlich süß wie Haushaltszucker (Saccharose). Xylit kommt natürlicherweise in geringem Anteil in Früchten vor (z.B. Pflaumen, Himbeeren). Für die Lebensmittelindustrie wird der Süßstoff chemisch synthetisiert. Da Xylit kein Karies auslöst, wird es vor allem für Kaugummis und Mundwasser eingesetzt. Allerdings ist Xylit nur teilweise verdaulich und löst – bei größerem Konsum – Verdauungsbeschwerden wie Durchfall aus.

Xanthan

Xanthan ist ein Verdickungs- und Geliermittelmittel, das unter der Bezeichnung E415 in der EU zugelassen ist. Es wird biotechnologisch aus bestimmten Bakterien gewonnen. In der Lebensmittelverarbeitung wird Xanthan unter anderem eingesetzt, um Puddings und Saucen anzudicken oder Speiseeis eine cremige Konsistenz zu verleihen.

Yoga (aus dem Sanskrit „Anspannen“)

Yoga ist eine aus Indien stammende Methode der Geistesschulung und ein Übungsweg mit dem Ziel der Selbstfindung. Yoga umfasst verschiedene Techniken, darunter Meditation, Körperübungen und Bewegungslehren. Es gibt verschiedene Formen von Yoga, etwa (z.B. Hatha-Yoga, Iyengar-Yoga, Sivananda-Yoga, Power-Yoga und Kundalini-Yoga).

Zyklusschwankungen

Zyklusschwankungen sind Unregelmäßigkeiten in der Regelblutung. Bei Zyklusschwankungen ist die Regelblutung entweder stärker oder schwächer als gewöhnlich oder die Blutungen treten unregelmäßig auf. Solche Schwankungen können unterschiedliche Ursachen haben, darunter Stress, Untergewicht oder Hormonstörungen. Sie können außerdem ein Zeichen für den Beginn der Pubertät oder auch der Wechseljahre sein.

Zucker

Bei Zucker handelt es sich um einen Nährstoff, der natürlicherweise vor allem in bestimmten Pflanzen (Zuckerrübe , Zuckerrohr, Zuckerpalme) und Früchten vorkommt. Es gibt verschiedene Arten von Zucker, etwa Haushaltszucker (Saccharose), Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Lactose) und weitere. Viele Zuckerarten schmecken süß und eignen sich als Süßungsmittel für Speisen. Zucker und zuckerreiche Lebensmittel (z.B. Süßigkeiten, Limonade, Ketchup) gelten als Genussmittel. Sie können – abhängig von der Lebensweise – das Risiko von Karies, Übergewicht und der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) erhöhen. Daher sollte Zucker im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nur in Maßen verzehrt werden.

Zivilisationskrankheiten

Der Begriff Zivilisationskrankheiten umfasst verschiedene Erkrankungen, bei denen der Lebensstil eine wichtige Rolle spielt. Typische Zivilisationskrankheiten sind unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Arteriosklerose, Herzinfarkt), Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Gicht), Übergewicht und Bluthochdruck, Krebs und Allergien. Anders als bei bestimmten rein genetischen Erkrankungen trägt bei Zivilisationskrankheiten zwar jeder Mensch ein gewisses Risiko, zu erkranken. Dennoch lässt sich durch einen gesunden Lebensstil solchen Erkrankungen oftmals effektiv vorbeugen (Prävention). Dazu zählen unter anderem Rauchverzicht, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Entspannung.