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Nachbericht: Verpflegung für Jung und Alt – Caterer diskutieren zielgruppengerechte Verpflegung

Wie Caterer Kitas und Senioreneinrichtungen gleichzeitig bedarfsgerecht versorgen können, war Thema einer länderübergreifenden Online-Fortbildung mit rund 30 Fachkräften.

Koch in einer Großküche würzt das Essen in einer Pfanne.
Bild: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Eberhard Schorr

Ob Kita, Schule oder Senioreneinrichtung – die Anforderungen an eine ausgewogene und bedarfsgerechte Verpflegung unterscheiden sich je nach Zielgruppe deutlich. Welche Gemeinsamkeiten es dennoch gibt und wie Speisen zielgruppengerecht angepasst werden können, stand im Mittelpunkt der Online-Fortbildung “Verpflegung für Jung und Alt: Alles aus einem Topf?”, die am 24. Juni 2026 von den Vernetzungsstellen Seniorenernährung in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen gemeinsam veranstaltet wurde.

Rund 30 Fachkräfte aus Leitung, Management, Verwaltung, Hauswirtschaft, Küche, (Ernährungs-)Beratung und Qualitätssicherung nahmen an der Veranstaltung teil. Sie tauschten sich über die besonderen Herausforderungen in der Gemeinschaftsverpflegung aus – von der Schul- und Kitaverpflegung bis zur Vollverpflegung in Senioreneinrichtungen.

Theresa Lehnen von der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Rheinland-Pfalz stellte den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung mit “Essen auf Rädern” und in Senioreneinrichtungen vor. Dabei erläuterte sie die besonderen Anforderungen an die Ernährung älterer Menschen. Neben einem angepassten Energiegehalt spielen unter anderem eine ausreichende Proteinversorgung sowie individuelle Anpassungen bei Demenz, Kau- und Schluckstörungen oder Sarkopenie eine wichtige Rolle.

Praxisnahe Einblicke lieferte Daniela Kirsch aus einem großen Cateringunternehmen. Anhand konkreter Beispiele zeigte sie, wie sich Garzeiten, Rezepturen, Würzung und Konsistenzen an unterschiedliche Zielgruppen anpassen lassen. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung einer guten Kommunikation mit Tischgästen, Eltern, Angehörigen, Einrichtungen und dem eigenen Personal.

In einem interaktiven Workshop entwickelten die Teilnehmenden anschließend Vorschläge, wie ausgewählte Gerichte seniorengerecht gestaltet werden können. Dabei standen neben der ernährungsphysiologischen Anpassung auch die praktische Umsetzbarkeit in der Gemeinschaftsverpflegung sowie eine ansprechende Präsentation der Speisen im Fokus.

Die zweistündige Fortbildung bot zahlreiche Anregungen für die Praxis und setzten wertvolle Impulse für die
tägliche Arbeit der Teilnehmenden.


Weitere Informationen zu den Angeboten der Vernetzungsstellen Seniorenernährung finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Bundesländer.

Website der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Hessen

Website der Vernetzungsstelle Nordrhein-Westfalen

Website der Vernetzungsstelle Rheinland-Pfalz

Website der Vernetzungsstelle Schleswig-Holstein

Website der Vernetzungsstelle Thüringen