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Wie kann die Nutzung des kostenlosen BuT-Mittagessens erhöht werden?

Von Mitte September 2025 bis Mitte März 2026 hat die DigitalService GmbH des Bundes das Projekt „Wie kann die Nutzung des kostenlosen Bildungs- und Teilhabepakets (BuT)-Mittagessens erhöht werden?“ durchgeführt.

Salat- bzw. Frischebar in einer Cafeteria.
www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Eberhard Schorr

Vor dem Hintergrund des verpflichteten Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung im Grundschulalter ab August 2026 sollten die konkreten Herausforderungen in der Umsetzung der Ganztagsbetreuung analysiert und Lösungsansätze erarbeitet werden. Dabei spielt auch die Mittagsverpflegung eine besondere Rolle. In den Fokus wurden die Hürden für die Inanspruchnahme des kostenfreien Mittagessens im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) genommen.

Die Ergebnisse des Projektes ergaben Empfehlungen in sechs Handlungsfeldern. Wichtig sei die Verbesserung des Datenaustausches, die Inanspruchnahme durch verschiedene Einzelanträge, die Digitalisierung des Verwaltungsprozesses sowie die Verbesserung und Modernisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zuletzt die Verbesserung der Informationen rund um BuT und damit einhergehend eine intensivere Kommunikation für die Bürgerinnen und Bürger.

Information und Kommunikation

Damit Bürgerinnen und Bürger BuT-Leistungen nutzen können, müssen sie wissen, dass sie ihnen zustehen und wie der Antrag läuft. Oft ist dies jedoch nicht der Fall. Das Bildungs- und Teilhabe-Paket ist wenig bekannt, beratungsintensiv und mit komplexen Verwaltungsprozessen verbunden. Informationen sind schwer auffindbar und uneinheitlich. Die Digital Service GmbH hat mithilfe von Interviews, Studien und Berichten verschiedene Erfolgsfaktoren festgestellt, um diese Barriere zu reduzieren:

  • Einfache Sprache nutzen und Fachjargon reduzieren
  • Mehrsprachigkeit und barrierefreie Optionen anbieten
  • Informationshierarchien beachten und grafisch nutzen, um Texte zu strukturieren
  • Zwischen Handlungsanleitungen und Informationen klar unterscheiden
  • Wiederholungen: Einheitliche Botschaften an unterschiedlichen Stellen und in verschiedenen Kanälen und Medien kommunizieren

Zudem ergaben sich in der Kommunikation und Information drei Handlungsempfehlungen:

  1. Information und Kommunikation in der gesamten Nutzungsreise vereinfachen und vereinheitlichen
  2. Offizielle Informationsmaterialien und -bausteine zur Verfügung stellen
  3. Eltern proaktiv und systematisch über BuT informieren

Mehr zu den Handlungsempfehlungen und den damit einhergehenden weiteren Schritten finden Sie auf der Website des Projekts unter dem Punkt Handlungsfeld 2.

Des Weiteren hat DigitalService mit acht Elternteilen, die für ihre Familien Kinderzuschlag und BuT beziehen, gesprochen. Was in den Gesprächen herauskam, lesen Sie auf der Projektwebsite unter dem Punkt Elternrecherche.


Das IN FORM Projekt “Bildungs- und und Teilhabepaket (BuT): Kostenfreies Schulmittagsessen” der Vernetzungsstelle Niedersachsen hat sich ebenfalls mit der Frage beschäftigt, wie Kommunen erreichen können, dass mehr bedürftige Schülerinnen und Schüler das kostenfreie Schulmittagessen aus dem BuT in Anspruch nehmen. Mehr zu dem IN FORM Projekt sowie den Ergebnissen finden Sie beim Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung.


Im IN FORM-Beitrag „Bildungs- und Teilhabepaket: Informationen zum kostenlosen Mittagessen in Kita und Schule“ werden die wichtigsten Informationen sowie die relevanten Anlaufstellen bundesweit ausführlich erläutert. Ziel ist es, Bildungseinrichtungen, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften dabei zu helfen, Eltern besser zu unterstützen und ihnen den Zugang zu den ihnen zustehenden Leistungen zu erleichtern. Hier geht es zum Beitrag.