KLASSE, KOCHEN! - Die Antworten

Hier sind unsere Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ – Frequently Asked Questions) zu KLASSE, KOCHEN!

Frau mit dickem Fragezeichen neben dem Kopf Kopf
Bild: DDRockstar/fotolia.de

Was gibt es zu gewinnen?

Die im Rahmen des Wettbewerbes ausgewählten Schulen erhalten eine Übungsküche, die an die Bedürfnisse einer durchschnittlichen Schulklasse angepasst ist. Damit die Kinder ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden können, entsprechen die Küchen in Ausstattung und Dimension weitgehend den häuslichen Gegebenheiten. Die Übungsküche wird in Abstimmung mit der Schule vor Ort eingebaut. Dabei begleitet ein Mitarbeiter des Küchenherstellers Nolte den Einbau von der Planung bis zur Fertigstellung.

Wer kann mitmachen?

Am Wettbewerb können alle Schulen Deutschlands teilnehmen, die dem Thema Ernährung einen hohen Stellenwert einräumen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schule groß oder klein ist, sich auf dem Land oder in einer Stadt befindet.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

KLASSE, KOCHEN! will die Themen Kochen und ausgewogene Ernährung nachhaltig in spannender und unterhaltsamer Weise im Schulalltag von Kindern und Jugendlichen verankern.

Viele Menschen nehmen sich heutzutage kaum noch Zeit fürs Kochen - oft, weil sie nicht wissen, wie einfach und vielseitig es sein kann. Deshalb ernähren sich immer mehr Kinder unausgewogen. Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten können die Folge sein. Auf dem Lehrplan der Schulen spielen die Themen Kochen, gesundes Essen und Ernährung bislang selten eine relevante Rolle. Oft gibt es weder die notwendige Ausstattung noch das Lehrpersonal, um Kindern und Jugendlichen das Wissen um eine ausgewogene Ernährung und das Zubereiten von Speisen zu vermitteln. Eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, wenn Kinder und Jugendliche bereits früh notwendige Ernährungs- und Alltagskompetenzen lernen sollen.

KLASSE, KOCHEN! verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz, der alle relevanten Akteure einbindet und zugleich die Begeisterung der Kinder für Kochen und ausgewogene Ernährung weckt. Mit dem Projekt möchten die Kooperationspartner aber auch Schulen motivieren, ihre möglicherweise sogar vorhandenen, aber ungenutzten Küchen wieder aus dem "Dornröschenschlaf" zu wecken und die Themen verstärkt auf den Stundenplan zu bringen.

Welche Voraussetzungen muss eine Schule erfüllen?

Die Schule muss über einen Raum verfügen, der für den Einbau der Küche geeignet ist (ca. 30 m² oder größer). Dieser Raum muss bereits vorhanden sein oder unmittelbar vor der Baubeendigung stehen und darf nicht erst für die Zukunft geplant sein.

Sollte die Schule die Finalrunde erreichen, muss sie - erst dann! - die Zustimmung des Schulträgers zur Abweichung vom Musterraumprogramm durch die Umnutzung des Raums sowie zu den erforderlichen baulichen Vorbereitungsarbeiten (Strom-, Wasseranschlüsse etc.) vorlegen. Ein entsprechende Formular wird zu gegebener Zeit auf www.klasse-kochen.de zum Herunterladen bereitgestellt.

Sollte die Schule zu den zehn Gewinnern gehören, muss sie dafür Sorge tragen, dass der Raum innerhalb von maximal genau sechs Monaten nach Zusendung des Gewinnbescheids bezugsfertig zur Verfügung steht und die Übungsküche installiert werden kann.

Bei der Überschreitung dieser sechs Monate verfällt der Gewinn und es besteht kein Anspruch auf Ersatz.

Dürfen Schulen, die bereits eine Übungsküche haben, teilnehmen?

KLASSE, KOCHEN! verfolgt das Ziel, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Spaß am Kochen in Schulen zu vermitteln und damit immer mehr Kinder und Jugendliche an die Themen ausgewogene Ernährung, Lebensmittelkunde und Ernährungsbildung heran zu führen. Übungsküchen, die ihren Zweck noch gut erfüllen, sollen jedoch nicht ersetzt werden. Konkret heißt das, dass Schulen, die bereits über eine Küche verfügen, grundsätzlich nur dann am Wettbewerb teilnehmen können, wenn diese Küche nachweislich älter als 10 Jahre ist.

Kann die Küche auch für die Schulverpflegung genutzt werden?

Nein! Die Nahrungsmittel werden von den Schülerinnen und Schülern in der Übungsküche nur zum eigenen Verzehr zubereitet. Die Küche steht nicht für die professionelle Zubereitung der Gemeinschaftsverpflegung zur Verfügung. Hierfür gelten andere Richtlinien, die mit den in den Übungsküchen vorhandenen Voraussetzungen nicht erfüllt werden können. Die Ausstattung der Übungsküchen entspricht im Übrigen auch nicht den Anforderungen an professionelle Produktions- und Ausgabeküchen.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Der Wettbewerb KLASSE, KOCHEN! besteht aus einer Bewerbungsrunde und einer Finalrunde.

In der ersten Bewerbungsrunde sind folgende Einsendungen erforderlich.

  • Vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen, der zu Beginn des Wettbewerbsjahres auf der IN FORM Website veröffentlicht wird.
  • Ein zum Jahresmotto passender kreativer Beitrag und zusätzlich eine Beschreibung des Beitrags
  • Die zum Thema Ernährung relevanten Auszüge aus dem Schulprogramm

In die Finalrunde kommen die 25 Schulen mit den besten Bewerbungen. Diese müssen nach Aufforderung weitere Unterlagen einreichen:

  • Eine schriftliche Bestätigung der Schulleiterin / des Schulleiters, dass ein geeigneter Raum im Falle des Gewinns unmittelbar nach der entsprechenden Benachrichtigung für die Umnutzungsmaßnahmen zur Verfügung steht. Sollte das Gebäude, in dem sich der Küchenraum befindet bzw. befinden wird, noch im Bauzustand sein, muss dies mitgeteilt und das geplante Bauende angegeben werden.
  • Zustimmung des Schulträgers zur Abweichung vom Musterraumprogramm durch die Umnutzung des Raums sowie zu den erforderlichen baulichen Vorbereitungsarbeiten (Strom-, Wasseranschlüsse etc.). 
  • Darüber hinaus sind Tageslicht und eine natürliche Belüftungsmöglichkeit erforderlich. Den Bewerbungsunterlagen sind Fotos und ein Plan des Raumes (ideal: Architekturplan) beizulegen.
  • Schriftliche Bestätigung des Schulträgers, dass er die anfallenden Kosten für die Schaffung der baulichen Voraussetzungen, für die Installation und die laufenden Kosten der Küche übernimmt.

Sollte die Schule zu den zehn Gewinnern gehören, muss sie dafür Sorge tragen, dass der Raum innerhalb von maximal genau sechs Monaten nach Zusendung des Gewinnbescheids bezugsfertig zur Verfügung steht und die Übungsküche installiert werden kann.

Bei der Überschreitung dieser sechs Monate verfällt der Gewinn und es besteht kein Anspruch auf Ersatz.

Wie muss das geforderte Nutzungskonzept aussehen?

Für die Jury ist interessant, wie die Finalisten die neue Küche nutzen werden. Zu diesem Zweck benötigen wir von den 25 Finalisten ein detailliertes Nutzungskonzept:

  • Wer nutzt die Küche für welchen Unterricht oder sonstige Aktivitäten (d.h. welches Fach, welche Inhalte, welche Ziele)? Beispiel: landestypisches Kochen innerhalb des Sprachunterrichts oder mittelalterliche Küche in Geschichte.
  • Wann und wie lange wird die Küche an dem jeweiligen Tag genutzt?
  • Wird die Küche auch außerhalb der Unterrichtszeit genutzt und wenn ja, wie? Gibt es z.B. Kooperationen mit anderen Schulen oder Einrichtungen?

Darüber hinaus interessieren die Jury Fragen wie:

  • In welchem Rahmen werden Ernährungsthemen vermittelt?
  • Wie viele Lehrer nehmen in ihrem Unterricht Bezug zu Ernährungsthemen und in welchen Fächern? Wie qualifiziert sind sie? Und wie gestalten sie den Unterricht, um die Inhalte zu vermitteln?
  • Was macht die Schule, um die Lehrer in ihrem Vorhaben zu unterstützen (Fortbildungen, Teilnahme an Wettbewerben und Programmen etc.)?
  • Gibt es Konzepte, um auch die Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren bzw. wie werden die Eltern eingebunden?
  • Wie stark ist das Thema Ernährung im Schulprogramm verankert?

Was müssen Gewinnerschulen noch leisten?

Selbstverständlich wollen die Partner im Projekt KLASSE, KOCHEN! wissen, ob die angestrebten Ziele auch erreicht werden. Von den Schulen, die am Wettbewerb teilnehmen und vor allem natürlich von denen, die im Rahmen des Wettbewerbs mit einer Übungsküche ausgestattet werden, wünschen wir uns deshalb, dass sie aktiv an den von uns konzipierten und durchgeführten Evaluationsmaßnahmen mitwirken. Hierbei geht es in erster Linie um das Ausfüllen von Fragebögen und Befragungen in Form von Interviews, die sich sowohl an Schülerinnen und Schüler als auch an Lehrkräfte sowie gegebenenfalls an Eltern richten.