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Generationenprojekte in der fränkischen Toskana

Die Diakonie Bamberg-Forchheim unterstützt und begleitet als Teil der Evangelischen Kirche eine Vielzahl von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen auf ihrem Lebensweg mit unterschiedlichsten Angeboten.

Zielsetzung

Zwei Generationenprojekte werden in den beiden Seniorenzentren, die die Diakonie Bamberg-Forchheim in der fränkischen Toskana betreibt, verwirklicht. In der Generationenküche können die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Wissen über saisonale, regionale und gesunde Lebensmittel weitergeben. Sie erfahren eine hohe Wertschätzung und sie spüren, dass sie noch gebraucht werden. Die Kinder dagegen erleben, wie wertvoll es ist, selbst zu kochen bzw. Essen selbst herzustellen, und das am besten auch noch mit selbst angebauten und geernteten Lebensmitteln.

Die Zielstellung der Senioren-Rikschas ist die Rückgewinnung eines verloren geglaubten Gefühls, nämlich den Fahrtwind beim Radeln zu spüren. Überdies motiviert es die Senioren, die Einrichtung bei Wind und Wetter zu verlassen, die frische Luft zu genießen, auch die Natur zu erleben. Gleichzeitig kommen die älteren Menschen in Bewegung, z.B. wenn sie in die Rikscha ein- und aussteigen. Hierzu muss der ein oder die andere auch den „inneren Schweinehund“ überwinden, um diese tollen Erlebnisse zu erfahren.

Umsetzung

Das Seniorenzentrum Katharina von Bora in Litzendorf wird vom Kinderhort in der Gemeinde regelmäßig besucht. Die Senioren und die Kinder bauen gemeinsam im Garten Gemüse und Salate in Hochbeeten an. An festgelegten Tagen wird dann das Geerntete gemeinsam gekocht und auch gegessen. So wird den Senioren das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden. Sie können ihr Wissen an Kinder weitergeben; die Kinder lernen gesunde und heimische Gemüsesorten und Salate sowie deren Zubereitung kennen. Im Memmelsdorfer Seniorenzentrum Seehof-Blick backen und kochen Kinder und Bewohner ebenso miteinander. Hier ist man zudem mit weiteren Kooperationspartnern im Gespräch, um das Angebot noch weiter auszubauen.

Überdies werden in den beiden Seniorenzenten Katharina von Bora in Litzendorf und Seehof-Blick in Memmelsdorf Fahrten mit den beiden Senioren-Rikschas angeboten. Die Senioren werden durch die jüngeren Fahrer (haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende) motiviert in die Rikscha einzusteigen. Senioren, welche ansonsten kaum die Einrichtung verlassen, spüren nun „den Wind im Haar“ – ein Glücksgefühl. Es werden biographisch wichtige Örtlichkeiten angefahren, wie z.B. das eigene frühere Zuhause, die Kirche, den Friedhof  oder Schloss Seehof. Die Mitarbeiter fahren aber auch gerne nur durch die Ortschaften, Wälder oder über Feldwege. Überdies nutzen die Einrichtungen die Rikschas zum Einkaufen und übernehmen so Aktionen, welche zuvor Angehörige übernommen haben. So halten sich die Senioren durch die Rikschas mobil, sie erleben den Spaß an der Mobilisation, was zudem Lebensfreude zurückbringt. Mit fast allen Senioren sind Ausfahrten möglich; auch schwerstpflegebedürften Menschen wird durch die Fahrten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.


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