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Grünau bewegt sich

Grünau bewegt sich ist ein stadtteilbezogenes Praxis-Forschungsprojekt zur Kindergesundheitsförderung und Adipositasprävention. Mit berücksichtigung der besonderen Strukturen im Stadtteil, will das Projekt vorhandene Gesundheitsrisiken ausgleichen, Ressourcen stärken und die Entwicklungschancen von Kindern in Grünau verbessern. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und aktiven Partnern setzt Grünau bewegt sich passgenaue, stadtteilspezifische Interventionen zur Förderung von Kindergesundheit um.

Zielsetzung

„Grünau bewegt sich“ ist ein stadtteilbezogenes Praxis-Forschungsprojekt zur Kindergesundheitsförderung und Adipositasprävention. Ziel des Projektes ist, durch bedarfsgerechte Interventionen die Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen in Leipzig Grünau, nachhaltig zu verbessern. Es verfolgt einen verhältnispräventiven Ansatz, der insbesondere die bestehenden Strukturen und Ressourcen, aber auch Risiken im Stadtteil berücksichtigt. Im Zentrum steht dabei die Zielgruppe der 4-12Jährigen.

Eingebettet in die Gesamtstrategie zur kommunalen Gesundheitsförderung der Stadt Leipzig wird „Grünau bewegt sich“ gemeinsam von der Universitätskinderklinik Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig in Trägerschaft des Gesundheitsamtes der Stadt durchgeführt. Das Projekt wird gefördert von der AOK PLUS und zusätzlich von der ikk classic und Knappschaft unterstützt.

Umsetzung

Lebensweltliche Interventionen sind umso erfolgreicher,  je stärker partizipative Strukturen und Interaktionen im Gemeinwesen etabliert sind. Um eine möglichst aktive und breite Teilhabe von Bewohner*innen und Akteuren an der Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen zu ermöglichen, wurde die Bildung eines stadtteilbezogenen Gesundheitsnetzwerkes initiiert, in dem sich u.a. Fachkräfte aus den Grünauer Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, den medizinischen Versorgungsdiensten, dem Quartiersmanagement sowie der Stadtverwaltung für die gesunde Entwicklung von Kindern in Grünau engagieren. Kerngedanke des Netzwerkes ist es, an den tatsächlichen Bedarfen der Zielgruppe anzusetzen und durch ermöglichende, initiierende und begleitende Interventionen strukturverändernde Prozesse in den Lebenswelten von Kindern auszulösen. Die Interventionen werden dabei im Rahmen eines partizipativ gestalteten Prozesses von den Netzwerkpartner*innen selbst identifiziert und (mit-)gestaltet.
Die lebensweltorientierten Interventionen setzen an folgenden Handlungsfeldern an:


•    bewegungsfördernde und altersspezifische Gestaltung von Wohnumgebung, Schulwegen und öffentlichen Räumen
(u.a. Beteiligungsprojekt zur Schulwegegestaltung, Kita- und Hort-Fußballpokal, Projekt „Spielraum Grünau“, Bewegungskiste)
•    Stärkung von Gesundheitskompetenzen in Kindergärten und Schulen (u.a. Fachtag „Gemeinsam stark für gesunde Kinder“ für pädagogische Fachkräfte, „Ernährungstage für Vorschulkinder“, Unterstützung von Elternabenden)
•    verbesserte Inanspruchnahme bestehender Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten (u.a. Spielplatzanalyse, „Bewegungsplan Grünau“)
•    Förderung des Gesundheitsbewusstseins bei Eltern/Familien  (u.a. „Familiengesundheitstag“, „Bunt, gesund, Grünau!-Plakate“,   Beteiligung an Stadtteilfesten)
•    Identifikation und Abbau von strukturellen Barrieren (u.a. Beantragung von BuT)
•    Verbesserung des Zugangs zu gesunden Lebensmitteln  (u.a. Analyse der Lebensmittelumwelt)


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