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Projekt "Im Alter IN FORM - gesunde Lebensstile fördern"

Zielsetzung

Gesundheitsförderung in Kommunen – Ergebnisse einer Online Befragung der BAGSO

Die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. unterstützt IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Mit dem Projekt "Im Alter IN FORM – Gesunde Lebensstile fördern", finanziert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), führt sie für die Verbesserung der Angebote zur Gesundheitsförderung für Seniorinnen und Senioren auf kommunaler Ebene Schulungen, Fachtagungen und unterstützende Maßnahmen durch.

Im Projektjahr 2015 befragte die BAGSO bundesweit Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Akteure in der Seniorenarbeit. Zielsetzung war es ausfindig zu machen, wie groß die Bereitschaft in Kommunalverwaltungen und bei Akteuren ist, Beteiligungsprozesse zum Thema "Verbesserung der Gesundheitsförderung" in Eigenregie zu planen und zu gestalten. Ebenso wurde gefragt, ob sie ggf. externe Unterstützung dabei wünschen und wie diese gestaltet werden könnte.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Der Informationsbedarf zu den Themen "Erhaltung der Leistungsfähigkeit im Alter, Bedeutung eines positiven Altersbildes, Wirksamkeit von Bewegung und sozialer Teilhabe für die Gesundheit" sowie das Interesse an der praktischen Gestaltung der Gesundheitsförderung älterer Menschen ist sowohl bei den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen als auch bei den Akteuren in der Seniorenarbeit groß.
  • Der Nutzen, den sowohl Kommunen als auch ältere Menschen aus der Gesundheits-förderung ziehen, scheint vielen Antwortenden noch nicht bewusst zu sein. Die Vorteile und die Bedeutung der Gesundheitsförderung müssen daher in der Öffentlichkeit viel stärker als bisher kommuniziert werden, z.B. über Verbände und zuständige Institutionen sowie bei Tagungen und Seminaren.
  • Zwei Drittel der Kommunen und Organisationen können sich vorstellen, einen partizipativen Prozess in die Wege zu leiten, gezielt fortzusetzen und zu professionalisieren. Ein Drittel gab an, ihn nicht durchführen zu wollen. Die Gründe dafür liegen in den nicht vorhandenen personellen und finanziellen Kapazitäten und der Einstellung, einen solchen Prozess nicht aus eigener Kraft leisten zu können. Außerdem ist das Thema Gesundheitsförderung im Alter in sehr vielen Kommunen noch kein Schwerpunkt der Seniorenarbeit.
  • Ein Großteil derjenigen, die an der Befragung teilnahmen, ist an Unterstützungsangeboten zur Durchführung eines partizipativen Prozesses interessiert. Als Form eines Qualifizierungsangebotes bevorzugen die Verantwortlichen überwiegend das klassische Seminar.
  • Sowohl die Antwortenden aus den Kommunalverwaltungen als auch die Akteure wiesen immer wieder auf den engen finanziellen Spielraum hin. Nur ein geringer Anteil hält eine Kostenbeteiligung an einem Weiterbildungsangebot für möglich. Beide Befragungsgruppen sind bereit, jeweils unter der Federführung des anderen an einem Beteiligungsprozess mitzuwirken. Dies ist eine bedeutsame Voraussetzung für den Erfolg und den Aufbau nachhaltiger Strukturen.