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Transferprojekt Deutsche Sporthochschule Köln und Universität Bielefeld

Zielsetzung

Ziel des Transferprojektes war es, die Projektergebnisse der „Sekundäranalyse der im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM seitens des BMG geförderten Projekte“ und die der Studie zur „Nachhaltigkeit der Aktionsbündnisse für gesunde Lebensstile und Lebenswelten, Zentren für Bewegungsförderung und weiteren modellhaften Maßnahmen im Rahmen von IN FORM“ zusammenzuführen und für die weitere Nutzung aufzubereiten. Im Mittelpunkt standen dabei die Qualität und die Nachhaltigkeit der durch das BMG im Rahmen von IN FORM geförderten Projekte. Das Transferprojekt wurde von Mai 2015 bis Dezember 2015 von der Deutschen Sporthochschule Köln, in Kooperation mit der Universität Bielefeld durchgeführt.

Durchführung, Methodik

In der ersten Projektphase wurden die Abschlussberichte der vorangegangenen Projekte analysiert und miteinander abgeglichen. Aus diesen Ergebnissen wurden Handlungsempfehlungen für Fördermittelgebende generiert, die mit einem Fachpublikum diskutiert wurden.

Parallel dazu wurden aus dem Abgleich der Projektergebnisse gelingende Faktoren für eine qualitätsgesicherte und nachhaltige Projektumsetzung von gesundheitsfördern Projekten in vernetzten Strukturen abgeleitet. Zusätzlich wurden die Ergebnisse mit aktueller Literatur und bereits bestehenden Qualitätsentwicklungssystemen abgeglichen.

Die Qualitätsentwicklungssysteme wurden dazu systematisch recherchiert, analysiert und miteinander verglichen. Anhand der übereinstimmenden und auf die Arbeit der Gesundheitsförderung übertragbaren Dimensionen und Kriterien, wurden Qualitätsentwicklungskriterien für die Netzwerkarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung abgeleitet. Zum einen sollte aus dieser Kriteriensammlung eine Handreichung für Multiplikator/-innen vor Ort mit konkreten Empfehlungen, zum anderen ein wissenschaftlicher Beitrag zu aktuellen Forschungserkenntnissen entstehen.

Gender Mainstreaming

Da es sich um eine rein analytische Auswertung handelte, gab es keine praktische Berücksichtigung von Gender Mainstreaming-Aspekten in der Umsetzung. Die zu Grunde liegenden Daten aus den Projektberichten berücksichtigen alle Gender Mainstreaming-Aspekte soweit möglich.

Ergebnisse, Schlussfolgerungen, Fortführung

Beim Abgleich der Projektergebnisse konnte festgestellt werden, dass sich die Ergebnisse größtenteils deckten beziehungsweise komplementierten. Da die Ausgangsprojekte verschiedene Schwerpunkte bearbeiteten, waren die Ergebnisse von unterschiedlicher Ausführlichkeit. Dennoch konnten in beiden Berichten die Partizipation der Beteiligten (Adressaten und Kooperationspartner) und das Agieren in vernetzten Strukturen als zentrale gelingende Faktoren für qualitativ hochwertige und nachhaltige gesundheitsförderliche Projekte definiert werden.

Zusätzlich konnten wiederkehrende Faktoren herausgearbeitet werden, die zu dem Gelingen und der Verstetigung der untersuchten Projekte beitrugen. Diese waren „die kommunale (politische) Unterstützung, die Nutzung bereits vorhandener regionaler Strukturen, der Ausbau ressortübergreifender Zusammenarbeit und Netzwerke (Vernetzung), die Investition in Qualitätsentwicklung, die Festlegung eines Verstetigungskonzeptes, ein mehrdimensionales und auf langfristige Sicht angelegtes Finanzierungskonzept, ein gemeinsamer Planungs- und Zielfindungsprozess mit allen beteiligten Akteuren, die Umsetzung strategischer kommunikativer Maßnahmen, die Ausbildung von Multiplikator/-innen sowie die Anpassung der Maßnahmen an die Zielgruppe und deren Lebenswelt“ (Quilling et al. 2015). Diese Punkte wurden als Handlungsempfehlungen für Fördermittelgebende mit einem Fachpublikum diskutiert und für die weitere Arbeit des Projektteams aufgegriffen.

In einer systematischen Recherche wurden die Erkenntnisse des Projektabgleiches und der Fachdiskussion mit bestehenden Qualitätsentwicklungssystemen sowie deren Dimensionen und Kriterien abgeglichen.

Um die neu gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis nutzbar zu machen, wurde ein Leitfaden für Multiplikator/-innen entwickelt, der die „Netzwerkarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung“ thematisiert und die Qualitätsentwicklungskriterien für die Netzwerkarbeit in Form von Checklisten in der Praxis anwendbar machen soll. Dabei stehen insbesondere die Kommunikation, die Partizipation und das Arbeiten in vernetzten Strukturen im Vordergrund.

Um die Ergebnisse auch für weitere Forschungsvorhaben aufzubereiten, ist die Publikation der Ergebnisse im Fachkontext im zweiten Halbjahr 2016 geplant.