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Zugewandert und Geblieben – Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung mit dem besonderen Fokus auf ältere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund

Zielsetzung

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat mit dem Projekt "Zugewandert und Geblieben" zum ersten Mal gezielt Migrantinnen und Migranten ab einem Alter von 60 Jahren für den Sport angesprochen. Ziel war es, ältere Menschen aus aller Welt zu mehr Bewegung und körperlicher Aktivität zu motivieren und ihnen die Vorzüge des Vereinssports nahe zu bringen.

Der Hintergrund für das Projekt war der Umstand, dass ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Sportvereinen stark unterrepräsentiert sind. Diese Menschen werden von den existierenden gesundheitsfördernden Angeboten des Vereinssports allgemein und des Gesundheitssports im Besonderen nicht angesprochen. Zugleich zeigen die Daten des Robert Koch-Instituts, dass es in der Gruppe der Migran-tinnen und Migranten höhere Gesundheitsrisiken geben kann als in der Aufnahmegesellschaft.

Vorhabenziele:

  1. Entwicklung geeigneter Zugangswege zur Zielgruppe
  2. Konzeption zielgruppenspezifischer Angebote
  3. Sensibilisierung von Vereins- und Verbandsvertreterinnen und -vertreter für die Belange der Zielgruppe

Umsetzung

Das Projekt wurde bundesweit von fünf Mitgliedsorganisationen des DOSB und mindestens drei Vereinen vor Ort umgesetzt. Die Umsetzung des Projekts wurde vom "Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg" (FAU) wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die Umsetzung erfolgte nach folgenden Leitlinien:

  • Teilhabe: Bewegungs- und gesundheitsorientierte Sportangebote sollen partizipatorisch mit der Ziel-gruppe entwickelt werden.
  • Qualifizierung: Mit der Fortbildung „Sport interkulturell“ werden Fach- und Führungskräfte in den Sportvereinen und -verbänden qualifiziert.
  • Vernetzung: Bildung von Netzwerken (u.a. mit Migrantenorganisationen) 

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