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Internationaler Kontext

Nicht nur in Deutschland wurde ein nationaler Aktionsplan infolge der steigenden Zahlen von Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel initiiert.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2004 eine "Global Strategy on Diet, Physical Activity and Health" verabschiedet. Unter anderem fordert sie ihre Mitgliedstaaten auf, nationale Strategien zur Vorbeugung von nicht-übertragbaren, durch Lebensstil mitverursachten Krankheiten durch gesundheitsfördernde Ernährung und mehr Bewegung zu entwickeln. Im November 2006 hat die WHO-Ministerkonferenz in Istanbul eine Charta zur Bekämpfung der Adipositas für die europäische WHO-Region beschlossen.

EU erkennt Fehlernährung und Bewegungsmangel als zentrale Herausforderung

2005 hat die EU-Kommission mit dem Grünbuch "Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung: eine europäische Dimension zur Verhinderung von Übergewicht, Adipositas und chronischen Krankheiten" die Bedeutung des Themas für die europäische Politik aufgezeigt und mit dem Weißbuch "Ernährung, Übergewicht, Adipositas: eine Strategie für Europa" im Jahr 2007 weiterentwickelt. Darüber hinaus hat die EU-Kommission 2005 die "Europäische Plattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit" ins Leben gerufen, in der sich Wirtschaft, Verbände und Organisationen zu überprüfbaren Schritten zur Prävention von Übergewicht verpflichtet haben.
Eine Abstimmung mit den anderen europäischen Ländern wird, angelehnt an die Erfahrungen zwischen den USA und Europa, empfohlen und angestrebt.

Deutschland setzt während seiner EU-Ratspräsidentschaft Akzente

Die Bundesregierung hat die gesundheitliche Prävention durch Ernährung und Bewegung zu einem Schwerpunktthema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 gemacht. In diesem Zusammenhang hat der Europäische Rat die "Schlussfolgerungen zur Stärkung von Gesundheitsförderung und gesundheitlicher Prävention durch ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung" verabschiedet.

Eckpunktepapier legt wesentliche Grundsätze fest

Mit den Eckpunkten "Gesunde Ernährung und Bewegung – Schlüssel  für mehr Lebensqualität" hat die Bundesregierung am 9. Mai 2007 die wesentlichen Grundsätze und die zentralen Handlungsfelder für einen Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten festgelegt. Am 25. Juni 2008 haben Bundesernährungsminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Nationalen Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" vorgestellt.