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Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie

Mit dem Kommunikations-Netzwerk Junge Familie wurde ein bundesweites Netzwerk von Multiplikatoren/Akteuren, Institutionen und Medien aufgebaut, die in dem Setting "Junge Familie" tätig sind.

Logo - orange Fläche mit einem Ordner, aus dem ein Blatt herausragt in weiß

Zielsetzung

Ziel der Errichtung des Netzwerks war es, tragfähige und dauerhafte Strukturen für die Kommunikation mit jungen Familien zu entwickeln und etablieren. Auf diese Weise sollten Wissen und Kompetenzen zur Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils – mit den thematischen Schwerpunkten ausgewogene Ernährung und Allergieprävention gemäß der (Nationalen) Aktionspläne INFORM und gegen Allergien – verbreitet und junge Familien zu einem entsprechenden Handeln motiviert werden.

Umsetzung - 1. Förderphase

Verständigung auf einheitliche Handlungsempfehlungen

Der wissenschaftliche Beirat des Netzwerks erstellte Handlungsempfehlungen für die Ernährung von Säuglingen und zur Ernährung in der Schwangerschaft, die sich in vielen Fachkreisen als Beratungsstandards zu diesen Themen etabliert haben. Sie bilden die Basis aller Kommunikationsaktivitäten des Netzwerks und die „Geschäftsgrundlage“ für die Netzwerkpartnerschaft.

Qualifizierung von Multiplikatoren im Setting “Junge Familie”

Zur fachlichen Qualifikation der Multiplikatoren wurden Fortbildungen für medizinische Berufsgruppen, die in regelmäßigem Kontakt zu jungen Familien stehen, z.B. Hebammen, Kinderärzte, entwickelt und angeboten. Fertig gestellt sind Fortbildungen zur primären Allergieprävention und zur Ernährung von Säuglingen. Durch Train-the-Trainer-Seminare konnten eine Vielzahl an Referenten auf der Basis der Handlungsempfehlungen des Netzwerks ausgebildet werden, die in Projektphase 2 deutschlandweit Fortbildungen zur Ernährung von Säuglingen im Auftrag des Netzwerks anbieten können.

Erstellung von Informationsmaterial für junge Familien

Zu den Themen Allergieprävention, Stillen, Ernährung von Schwangeren und Säuglingen wurden Flyer, Poster und Aufkleber als Printprodukte erzeugt, die eine hohe Verbreitung erzielen und zusammengenommen rechnerisch mehr als die Hälfte eines Geburtsjahrgangs erreichen. Darüber hinaus wurden einige Medien auch für Familien mit Migrationshintergrund übersetzt und als Download angeboten. 

Entwicklung von Schulungsmaterial für Multiplikatoren

Fertig gestellt wurde ein Tischaufsteller mit Präsentationstafeln für die Elternberatung zur Ernährung von Säuglingen. 

Öffentlichkeitsarbeit

Durch zahlreiche Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit – wie der Aufbau eines eigenen Internetauftritts, Pressearbeit, Präsenz auf Kongressen und Fachtagungen, Veranstaltung von Netzwerkkongressen - ist es gelungen das Netzwerk, seine Handlungsempfehlungen und Aktivitäten bei Multiplikatoren bekannt zu machen. Die Multiplikatoren bzw. deren Institutionen/Verbände wurden bei allen Aktivitäten primär adressiert. Das Netzwerk als Marke für gesicherte Empfehlungen bei Verbrauchern bekannt zu machen, war kein Ziel des Projektes und würde einen um ein Vielfaches höheren Ressourceneinsatz erforderlich machen.

Umsetzung 2. Förderphase

Im vorhergehenden Projekt konnten nicht alle geplanten Teilprojekte in vollem Umfang realisiert werden, darüber hinaus wurde zusätzlicher Handlungsbedarf identifiziert. Somit sollten diese Aktivitäten und Prozesse in einer zweiten Projektphase fortgeführt, ggf. weiterentwickelt, fertiggestellt oder intensiviert werden.

Folgende Schwerpunkte wurden in dem Projektzeitraum 10/2012-12/2015 gesetzt:

  • Steigerung des Bekanntheitsgrads des Netzwerks bei Multiplikatoren,
  • Steigerung der Akzeptanz und des Bekanntheitsgrads der Handlungsempfehlungen,
  • Entwicklung neuer Medien, zur besseren Erreichbarkeit von werdenden bzw. jungen Familien, wie beispielsweise Apps
  • Nutzung von Kooperationen zur Steigerung der Medienabflüsse,
  • Kontinuierliche Nachproduktion von Medien inkl. Überarbeitung bei Bedarf,
  • Erweiterung der Multiplikatoren-Fortbildungen um die Bereiche Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft und Stillen sowie Überführung in feste Trägerstrukturen,
  • Entwicklung spezieller Angebote oder Kommunikationsstrukturen und Wege zur Erreichung sozial benachteiligter Familien (z.B. Elternschulungsmodule, Kommunikationskonzept für Familien mit Migrationshintergrund),
  • Ausbau der Zusammenarbeit mit Krankenkassen,
  • Verstärkte Aktivitäten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Aufbau von lokalen Beratungsnetzwerken nach Good practice-Kriterien.

Darüber hinaus galt es, die Handlungsfelder um das Thema Ernährung im Kleinkindalter mit der Entwicklung entsprechender Handlungsempfehlungen und Medien zu erweitern..


Kontakt

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
oeffentlichkeitsarbeit(at)bzfe(dot)de oder https://www.gesund-ins-leben.de/service/kontakt/ 

Link

Förderzeitraum

Förderphase 1: Oktober 2009 bis September 2012
Förderphase 2: Oktober 2012 bis Dezember 2015