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Gesundheitliche Chancengleichheit - Ernährungsarmut im Alter auf kommunaler Ebene entgegenwirken

Mithilfe des Projektes "Gesundheitliche Chancengleichheit" soll die Ernährungsumgebung für armustgefährdete und -betroffe Senioren und Seniorinnen verbessert werden.

Junge Frau liegt mit gekreuzten Armen flach auf dem Boden
Bild: BLE

Von der „Ernährungsarmut“ sind insbesondere Senioren und Seniorinnen, die in armutsgefährdeten Haushalten leben betroffen. Mit dem Projekt „Gesundheitliche Chancengleichheit – Ernährungsarmut im Alter auf kommunaler Ebene entgegenwirken“, das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert wird, unterstützt die Vernetzungsstelle Seniorenernährung Niedersachsen (VeSeN) Kommunen dabei, dieses Thema aktiv anzugehen.

Zielsetzung

Im Rahmen des Projektes werden zwei Modell-Kommunen aus Niedersachsen ausgewählt. Dort werden lokale Netzwerke aufgebaut, die sich mit dem Thema „Ernährungsarmut im Alter“ auseinandersetzen und die Ursachen, Folgen sowie Handlungsmöglichkeiten in den Blick nehmen. Gemeinsam werden anschauliche Informationsmaterialien, wie z.B. Factsheets, entwickelt und in den Modell-Kommunen erprobt. In den Kommunen werden Lösungsansätze zur Reduzierung der Ernährungsarmut gesammelt und neue Maßnahmen entwickelt, die individuelle Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Schulung der Beteiligten zum Potenzial einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung auf Basis der DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung mit „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen.

Umsetzung

Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele. Zunächst werden die beiden ausgewählten Kommunen sowie kommunale Akteure und Akteurinnen zu der Bedeutung von Ernährungsarmut im Alter und dem Potenzial von kommunalen Maßnahmen sensibilisiert. Im zweiten Schritt werden in den Kommunen bedarfs- und bedürfnisgerechte Angebote zur Verbesserung der Ernährungssituation von älteren armutsgefährdeten Menschen entwickelt. Das letzte Ziel umfasst das Vorhaben, dass die aufgebauten Strukturen langfristig etabliert werden. Das kommunale Netzwerk „Ernährungsamt im Alter“ ist selbstständig handlungsfähig und dient anderen Kommunen als Vorbild.

Aktueller Zwischenstand

Seit September 2025 gibt es die Zusage von zwei Kommunen, die als Modell-Kommune am Projekt teilnehmen wollen. Hierzu konnte die Stadt Braunschweig als Modell für eine städtische Kommune sowie die Stadt Wunstorf als Modell für den ländlichen Bereich gewonnen werden. 

Im Rahmen einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung am 14.11.2025 ist das Projekt offiziell gestartet. Zu der digitalen Veranstaltung waren Vertreter der beiden Modell-Kommunen Braunschweig und Wunstorf sowie weitere Interessierte am Thema Ernährungsarmut geladen. In einer Kennenlernrunde stellten Vertreterer und Vertreterinnen der beiden Modell-Kommunen für ihre Kommune heraus, wieso ihre Kommune besonders lebenswert für Senioren und Seniorinnen ist. Anschließend wurden Beispiele aus der Praxis vorgestellt, die sich bereits erfolgreich mit dem Thema beschäftigen. Zum Abschluss wurde in Kleingruppen diskutiert, was Kommunen überhaupt benötigen, um das Thema Ernährungsarmut im Alter umzusetzen und sichtbar in den Kommunen zu machen.


Kontakt

Vernetzungsstelle Seniorenernährung Niedersachsen
Hildesheimer Straße 24
30169 Hannover

Links

Weitere Informationen zu dem Projekt auf der Website der Vernetzungsstelle Seniorenernährung

Förderzeitraum

Mai 2025 bis Dezember 2027