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EU-Projekt Early Interventions

Early Interventions war Teil des übergeordneten Gemeinschaftsprojekts Joint Action on Nutrition and Physical Activity (JANPA) im Rahmen des dritten EU-Gesundheitsprogramms. Das Programm verfolgte das Ziel, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung innerhalb der EU durch einen intensiven Austausch aller Mitgliedsländer voranzubringen.

Junge Frau liegt mit gekreuzten Armen flach auf dem Boden

Zielsetzung

Das übergeordnete Gemeinschaftsprojekt JANPA verfolgte das Ziel, den Anstieg von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen bis 2020 anzuhalten. Dazu sollen Best Practice-Beispiele bzw. Modelle guter Praxis aus den Bereichen Ernährung und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen innerhalb der EU identifiziert, gesammelt und auf dieser Grundlage ein Austausch zwischen den Mitgliedsländern initiiert werden.

Das Ziel von Early Interventions lag in der Sammlung, Dokumentation und Analyse bereits bestehender, etablierter Modelle guter Praxis, die sich der Förderung gesunder Ernährung und Bewegung bei Schwangeren und in Familien mit Kleinkindern (bis zu 3 Jahren) widmeten. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Berücksichtigung von gesundheitlicher Chancengleichheit.

Die Hauptzielgruppen von JANPA waren Entscheidungsträger im Gesundheitswesen aus Politik und Praxis, die an der Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung gesunder Ernährung und Bewegung von Kindern, Jugendlichen und jungen Familien beteiligt waren. Von 28 EU-Mitgliedsländern nahmen 25 Länder sowie Norwegen teil.

Umsetzung

Während des Projektverlaufes wurden auf internationaler Ebene Daten zu insgesamt 50 Initiativen gesammelt und in einem zweistufigen Verfahren bewertet (Punkterating). Die 20 Initiativen mit der höchsten Bewertung wurden in ausführlichen Interviews tiefergehend befragt. Aus Deutschland wurden sieben Initiativen erfasst und drei (darunter das Netzwerks Gesund ins Leben) detailliert analysiert.

Die Teilnahme an diesem internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch hat gezeigt, dass insbesondere der Multiplikatorenansatz des Netzwerks sowie die breite Implementierungsstrategie über eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung mit diversen Akteuren wegweisend sind. Die Teilnahme lieferte auch Impulse zur Weiterentwicklung des Netzwerks und ähnlicher Initiativen, wie z.B. die Ausweitung der Evaluationsaktivitäten, die Kooperation mit Städten und Kommunen sowie die weitere, kontinuierliche internationale Vernetzung im Bereich der frühkindlichen Prävention.

Auf der nationalen Ebene wurde der Fokus verstärkt auf den Aspekt der Diversität gelegt. So wurden Recherchen zu Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen in den Herkunftsländern der zahlenmäßig größten Migrantenpopulationen durchgeführt sowie alle Materialien und Medien des Netzwerks ins Englische übersetzt. Die Recherchen ergaben mehr Gemeinsamkeiten in den Empfehlungen der unterschiedlichen Länder als Unterschiede.

Letztere fanden sich hauptsächlich in der Ansprache der Zielgruppe sowie der Auswahl landestypischer Lebensmittel. Aus diesem Grund sollte der Aspekt der Kultursensibilität auch in die Handlungsempfehlungen des Netzwerks intergiert und die Medien und Materialien kultursensibel adaptiert werden. Auch die fremdsprachigen Medien können sowohl für den internationalen Wissensaustausch als auch für die Beratung von jungen Familien mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen genutzt werden.


Kontakt

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Netzwerk Gesund ins Leben
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
info(at)ble(dot)de oder https://www.gesund-ins-leben.de/service/kontakt/

Förderzeitraum

September 2015 bis Agust 2017