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Aufgaben und Ziele der Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS)

Eine Schulkantine zur Mittagszeit. Bild: DGE; Schule plus essen=Note 1

Die Schulen gewinnen als Lebens- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche immer mehr an Bedeutung. Durch den Ausbau zu Ganztagsschulen rückt die Mittagsverpflegung vermehrt in den Focus. Ein qualitativ hochwertiges Essen sollte im Schulalltag zur Selbstverständlichkeit werden.

Als eine Initialmaßnahme des Nationalen Aktionsplans IN FORM hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammen mit den Bundesländern "Vernetzungsstellen Schulverpflegung" (VNS) eingerichtet. Sie unterstützen bundesweit Schulen, in einigen Ländern auch Kitas, bei der Entwicklung und Qualitätsverbesserung eines ausgewogenen Verpflegungsangebotes in schulischen Einrichtungen.

Qualitätsstandards

Die Basis dafür bilden der "DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung" und der "DGE-Qualitätsstandard für die Verplegung in Tageseinrichtungen für Kinder", die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) im Auftrag des BMEL erarbeitet hat. Hier können Sie die Qualitätsstandards herunterladen

Die Vernetzungsstellen werden gemeinsam vom Bund und den Ländern gefördert. Ziel ist es, dass sie einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Schulverpflegung in den Ländern leisten. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit handelt es sich von Seiten des Bundes um eine degressive Förderung, mit zunehmendem Länderanteil über einen Förderzeitraum von fünf Jahren.

Ein starkes Netzwerk für Rat und Hilfe

Die Vernetzungsstellen Schulverpflegung können die Verantwortlichen vor Ort darin unterstützen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kinder frühzeitig an eine gesunde Ernährung herangeführt werden. Somit lässt sich langfristig das Ernährungsverhalten bis ins Erwachsenenalter positiv verändern.

Die Vernetzungsstellen stellen Informationen zur Verfügung und organisieren Veranstaltungen für die Beteiligten. Sie sorgen dafür, dass die Akteurinnen und Akteure bei der Planung, dem Aufbau und der Optimierung einer adäquaten Gemeinschaftsverpflegung unterstützt und zusammengeführt werden. Sie geben den Schulen und Kitas Hinweise und Hilfestellungen zu Fragen rund um eine ausgewogene, ansprechende Verpflegung.

Die Fachkräfte der Vernetzungsstellen fungieren als zentrale Anlaufstelle bei Fragen wie:

  • Wie plane und organisiere ich eine Schulkantine?
  • Welche Lebensmittel bzw. Lebensmittelgruppen sind sinnvoll für die Verpflegung von Kindern?
  • Welche Kriterien sollten bei der Auswahl eines Caterers berücksichtigt werden?
  • Wie können die Hygienevorschriften in meiner Küche angewendet werden?

Flächendeckende Netzwerke aufbauen

Die VNS arbeiten mit Schulträgern, Schulleitungen, Lehrkräften sowie Eltern, Schulvereinen und Caterern sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Wirtschaftsbeteiligten, Wohlfahrtsverbänden, Gesundheitsämtern zusammen. Die Aktivitäten vor Ort für eine qualitätsgesicherte Schulverpflegung und Ernährungsbildung werden gebündelt und allen Interessierten bekannt gemacht. Mit Werkstattgesprächen, Qualitätszirkeln, zentralen Informationsveranstaltungen und Modellvorhaben wird der Erfahrungsaustausch gepflegt. Vielerorts haben die Vernetzungsstellen Schulverpflegung bereits einen Pool von Beraterinnen und Beratern aufgebaut.

Die VNS in den Bundesländern