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Apps im Alltag – das sollten Sie beachten

Das Angebot an Anwendungen für alle Arten von Smartphones ist nahezu grenzenlos. Weit vorn: Apps rund um die Gesundheit liegen stark im Trend.

Zum Thema Ernährung Bewegung Für die Zielgruppe Allgemein

Mann schiebt Einkaufswagen und schaut dabei auf sein Smartphone
Apps rund um die Gesundheit und das Wohlbefinden sind populär. IN FORM zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl der besten Apps achten sollten. Bild: stokkete - stock.adobe.de

Im Gesundheitsbereich boomt der Markt dieser Anwendungssoftware. Laut Stiftung Warentest (Stand Nov. 2013) nutzt bereits jeder fünfte Deutsche Gesundheits-Apps. Etwa 97.000 Apps mit Gesundheitsbezug wurden im März 2013 auf den führenden Download-Portalen angeboten und es werden monatlich mehr. Ob Kalorien- oder Schrittzähler, Blutdruckmesser, Trink-Erinnerung oder Rezeptdatenbank – das Angebot an Apps rund um Ernährung und Bewegung für die Jackentasche ist nahezu grenzenlos.

Ihr Smartphone bestimmt das Angebot

Mittlerweile sind Apps für verschiedene Betriebssysteme entwickelt worden - sowohl für iOS von Apple, Android von Google, aber unter anderem auch für Blackberry-OS oder Windows Phone. Der Kunde muss sich informieren, ob die jeweilig gewünschte App für das Betriebssystem seines Smartphones oder Tablets erhältlich ist. Für viele Apps sollte das internetfähige Smartphone außerdem über eine Kamera verfügen, die es ermöglicht, Barcodes zu registrieren oder für einige Ernährungs-Apps auch Mahlzeiten zu fotografieren. Für Sport-Apps kann darüber hinaus auch ein GPS-Empfang notwendig sein, um den vollen Funktionsumfang der App nutzen zu können.

Die Einstiegsfrage: Was soll die App können?

Vor dem Download und dem Gebrauch von Apps aus dem Ernährungs- und Bewegungsbereich sollte sich der Nutzer seiner Bedürfnisse und Erwartungen an das jeweilige Programm klar werden. Einige der Anwendungen eignen sich, um im Alltag als kleiner Helfer zur Seite zu stehen. Andere dienen dem reinen Entertainment und Vergnügen des Nutzers. Im Sinne der Prävention von ernährungsbedingten Krankheiten kann manche Ernährungsinformation in der Jackentasche sinnvoll sein, aber stellt keine Allzweck-Lösung dar und ersetzt vor allem keine qualifizierte Beratung und Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung und Bewegung.

Kosten und Nutzen der Apps im Blick halten

Eine App kennt die Persönlichkeit und individuellen Bedürfnisse des Nutzers nicht und kann somit auch nicht gezielt auf diese eingehen. Kritisch wird der alleinige Gebrauch von Gesundheits-Apps bei Erkrankungen wie starkem Übergewicht, Diabetes, Allergien, Unverträglichkeiten und krankheitsbedingter Leiden und sollte in diesen Fällen ausdrücklich nicht als Ersatz für eine individuelle Beratung beim Arzt oder Ernährungsberater angewendet werden. Es ist außerdem oft sehr zeitintensiv, viele Daten über Körper, Nahrung und Sportverhalten in Apps aufwendig einzutragen und der Nutzen dieses Arbeitsaufwands dann häufig auch noch sehr gering. Da stellt sich die Frage, ob die Zeit nicht besser direkt zum Kochen mit Freunden oder dem Spaziergang im Park gereicht hätte, statt erst auf die mobile Empfehlung zu warten. Halten Sie also das Kosten-Nutzen-Verhältnis der App-Welt im Blick.

Datenschutz nicht vernachlässigen

Es ist nicht immer ersichtlich, warum App-Anbieter umfangreiche Zugriffe auf das Smartphone des Nutzers verlangen, obwohl die Funktion des Programms minimalistisch ist und der Zugriff dadurch nicht notwendig. Deshalb gilt es im Einzelfall den Datenschutz kritisch zu prüfen und den Datenzugriffen nur bei vertrauenswürdigen Anbietern und Nutzungsrechten zuzustimmen.

Schnellcheck Sicherheit

Woher wissen Verbraucherinnen und Verbraucher worauf sie beim Herunterladen in punkto Sicherheit besonders achten müssen? Grundsätzlich kann jeder Applikationen entwickeln und im Netz anbieten. Dies führt zu einer regelrechten Angebotsflut im Internet, was es erschwert, unseriöse Apps zu erkennen und zu meiden. Leider gibt es zurzeit noch kein allgemeingültiges Gütesiegel oder eine Zertifizierung für Apps.

Hier erste Tipps, wie Sie App-Angebote vorab prüfen können:

  • Prüfen Sie vor dem Download immer gründlich, ob ein Impressum und eine Datenschutzerklärung vorhanden sind und einen seriösen Eindruck vermitteln. Angebote von anerkannten Fachgesellschaften bieten durch zuverlässige Inhalte am ehesten Sicherheit.
  • Nehmen Sie die Anbieter individuell unter die Lupe. Hinter kostenlosen Angeboten versteckt sich oft Werbung von Unternehmen, und gerade hinter Gesundheits-Apps stehen laut Stiftung Warentest häufiger Pharmakonzerne.
  • Die Bewertungen anderer Nutzer in den App-Stores sind manchmal auch hilfreich. Erfahrungsberichte geben erste Eindrücke über Zufriedenheit und Brauchbarkeit der Anwendungen. Achten Sie darauf, für welche App-Version sie die Bewertungen anderer Nutzer lesen, denn ältere Bewertungen können durch technische und inhaltliche Verbesserungen des App-Anbieters auch schnell überholt sein. Doch Vorsicht: Bewertungen können natürlich auch gefälscht oder von Anbietern selbst platziert sein.