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Apps rund ums Essen und Trinken

Praktische Anwendungen, die Sie vom Einkauf bis zur Ernährungsberatung unterstützen: IN FORM präsentiert Ihnen eine Auswahl an geeigneten Apps für den guten Appetit.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Allgemein

Frau scannt Lebensmittelverpackung mit ihrem Smartphone
Ob Einkaufshilfe im Supermarkt oder Ernährungscoach für unterwegs - hier finden Sie eine Sammlung geeigneter Apps rund ums Essen und Trinken. Bild: Robert Kneschke/fotolia

Wie können Ihnen Apps das gesunde Essen und Trinken erleichtern? Das fängt bei den Rezepten an. Im Internet finden sich unendlich viele Vorschläge, was man kochen könnte. Da ist es schön, durch eine App bereits eine Auswahl zu erhalten, die zu den eigenen Vorlieben und Kochkünsten passt. Der Vorteil zum Kochbuch: Videos zeigen einzelne Kochschritte und helfen so auch Ungeübten, sich in der Küche zu entwickeln. Das gilt auch für den Einkauf:  Hier unterstützen die mobilen Anwendungen. Sie ersetzen den Einkaufszettel und bieten weitergehende Informationen, die nicht auf der Verpackung zu finden sind.

Hinweis

Hände einer Person, die per Handy den Barcode auf einer Packung Tomatensaft scannt

Hier die Übersicht aller ausgewählen Apps Ernährung/Bewegung als Excel-Tabelle öffnen (nicht barrierefrei)

Bereits in den ersten Lebensjahren wird das lebenslange Ernährungsverhalten geprägt. Deshalb legt IN FORM hier einen Schwerpunkt und präsentiert Apps für junge Eltern. Wer sich intensiver mit seiner Ernährung beschäftigen und sie verbessern möchte, kann dazu ebenfalls Apps nutzen. Vom Trink-Wecker bis zur erleichterten Kommunikation mit einer zertifizierten Ernährungsfachkraft ist alles zu haben.

Apps, die IN FORM Ihnen vorstellt, finden Sie nach folgenden Kategorien unterteilt:

Rezepte

Eatsmarter

Die Website Eatsmarter hat den Anspruch, ausschließlich gesunde Rezepte zu präsentieren, die modern und lecker sind. Das Rezept-Portal interpretiert klassische Gerichte gerne neu. Durch eine Vielzahl an Filtern kann nach Zubereitungsschwierigkeit, Saison oder Mahlzeit gesucht werden. Viele Rezepte werden auch für Familien mit Kindern angeboten. Dann beziehen sich die Zutaten zum Beispiel auf 2 Erwachsene und 2 Kinder. Die App Eatsmarter zur Website beinhaltet deutlich weniger Werbung. Das ist besonders bei einer schwachen Internetverbindung sehr interessant. Wer sich einloggt, kann ein Rezeptbuch mit Favoriten anlegen, sich die Zutaten als Einkaufszettel anzeigen lassen und teilen. Extra-Tipp: zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat IN FORM einige Rezepte von Eatsmarter mit dem Siegel "Geprüfte IN FORM Rezepte" ausgezeichnet. Zu finden sind sie in der App und kompakt auf der Website

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Gläsernes Restaurant

Als Projekt des evangelischen Kirchentags entstand mit "Gläsernes Restaurant" eine App, die saisonale, vegetarische Rezepte vorstellt. Unter dem Motto "gut essen und nebenbei das Klima schützen" könnenKochinteressierte Rezepte nach Saison oder nach Zutaten suchen. Kurze Infos zu Bio-Produkten, zum Ökologischen Landbau und der Saison der einzelnen Lebensmittel gibt es auch. Die App entstand mit Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

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Kitchen Stories

Besonders schick kommt die App "Kitchen Stories" daher. Hippe Food-Fotos oder HD Videos gibt es zu einzelnen Küchentricks und der gesamten Zubereitung. Getreu dem Motto "anyone can cook" ("jeder kann kochen"), erleichtert das Anfängern den Einstieg. Fotos aus der Community werden in der App gerne geteilt. Im Gegenteil zu manch anderen Kochforen im Internet wird hier viel Wert auf besonders hübsche Fotos gelegt. Das steigert die Vorfreude auf das Essen. Die Rezepte und einzelne Zutaten können geteilt werden. Sehr praktisch, wenn man nicht selber einkaufen gehen möchte. Wer Fotos teilen und Rezepte kommentieren will, muss sich registrieren. Statt Werbebannern enthalten die Videos Produktplatzierungen, zum Beispiel Küchengeräte.

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Zu gut für die Tonne

Ganz besondere Rezepte gibt es in der "Beste Reste-App" von Zu gut für die Tonne, der Initiative gegen Lebensmittelverschwendung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Hier können User ihre besten Reste-Rezepte einreichen. Auch Sterneköche und prominente Kochpaten wie Sarah Wiener oder Daniel Brühl haben Rezepte bereitgestellt, mit denen man Lebensmittel besonders gut verwerten kann. Denn noch immer landen viele Lebensmittel im Müll, nur weil sie zum Beispiel nicht mehr so schön aussehen. Die Vielfalt an Rezepten macht die App aus. Immerhin umfasst die Sammlung schon über 750 Rezepte. Wer noch eins kennt, kann es gerne vorschlagen. Neben den Rezepten finden sich in der App des Bundesernährungsministeriums hilfreiche Tipps zu Einkauf, Aufbewahrung und Verwertung von Lebensmitteln.

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Saisonkalender

Obst und Gemüse nach Saison zu kaufen, hat viele Vorteile: Die Lebensmittel bieten dann die meisten Vitamine und Mineralstoffe, sie schmecken besonders gut und kosten zur Haupterntezeit am wenigsten. Doch wann wachsen Erdbeeren, Gurken oder Brokkoli in Deutschland? Und wann ist das größte Angebot an Ananas und anderen Importfrüchten? Die "Saisonkalender-App" des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) bietet zu knapp 80 Lebensmitteln einen schnellen Überblick. Danach kann eine saisonale Auswahl an Rezepten in anderen Apps erfolgen.

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Einkaufen

Die Einkaufsliste

Wer mit Einkaufszettel einkaufen geht, spart Kalorien, Zeit und Geld. Mit einer Liste fällt es einfach leichter, auf die Verlockungen im Supermarktregal zu verzichten. Wenn das Rezept dann schon in der App gefunden wurde, warum nicht auch gleich den Einkaufszettel digital machen? Die App „Die Einkaufliste“ bietet dafür genau die richtigen Funktionen. Nach der Auflistung der Lebensmittel, hilft die Gruppierung nach Kategorien (zum Beispiel: Obst, Milchprodukt, Haushalt) schneller an der Kasse zu landen. Eine besonders wertvolle Funktion: Die Einkaufsliste kann man nicht nur mit anderen teilen, sondern auch synchronisieren. So können zwei Personen mit einer Liste arbeiten, ohne alles doppelt zu schreiben.

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Label-online

Die Verbraucher Initiative e. V. stellt mit der App "Label-Online" den Check von Produktaufdrucken wie Güte-, Qualitäts- und Produktsiegeln, Kennzeichnungen und Logos zur Verfügung. Name des Labels eingegeben – und die App liefert Infos über Unabhängigkeit und Anspruch des Labels. Die Entwicklung der App ist Teil eines Projektes, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert wurde. Da die allermeisten Labels den Kriterien der App entsprechen, erhält man auch fast nur empfehlenswerte Labels. Daher ist die App besonders für die hilfreich, die erfahren wollen, worauf sich ein Label bezieht, was und wer dahinter steckt.

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CodeCheck

Wer mehr als nur ein Label auf dem Produkt überprüfen will, für den gibt es Barcode-Scanner. Sie verraten, welche Nährwerte das Produkt mitbringt, ob es zum Beispiel vegan ist oder wo es gerade am günstigsten zu bekommen ist. Die App "CodeCheck" findet zu fast jedem Produkt Informationen. Allerdings muss der Nutzer trotzdem noch genau aufpassen. Woher die Nährwertangaben stammen ist nicht ersichtlich, zum Teil kommen sie aus der Community. Da können sich auch Fehler oder veraltete Informationen einschleichen. Für Neugierige und Schnäppchenjäger aber eine spannende Wissensquelle.

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Ernährung

Trink-Apps

Wasser ist ein unterschätztes Lebensmittel, obwohl es zwingend notwendig ist, damit der Körper die volle Leistung geben kann. Außerdem bieten Mineralwasser und Leitungswasser eine große Menge Mineralstoffe an, die der Körper benötigt. Nicht ohne Grund stehen Getränke daher in der Basis der Lebensmittelpyramide. Menschen, die wissen, dass sie das Wassertrinken oft vergessen, können sich von Trink-Apps regelmäßig erinnern lassen. Dazu gibt es viele Apps, die im Grunde alle das gleiche können: Nach einer festgelegten Zeit klingeln sie und bieten an, die getrunkene Menge festzuhalten. So erhält man einen Überblick, wie viel oder wenig am Tag zusammenkommt.
Übrigens: Als sinnvolle Getränke zählen auch nicht gesüßte Tees oder Kaffee und Wasser mit einem Schuss Saft. Allerdings wird in manchen Apps die Getränkemenge falsch und meist zu hoch eingeschätzt. Die Empfehlung lautet, dass Erwachsene am Tag etwa 1,3 bis 1,5 Liter trinken sollten. Dazu kommt das Wasser aus Lebensmitteln.

Zum Beispiel:

Trink Wasser - Trink-Wecker, Erinnerung & Tracker Download für Android

Trink Wecker Mein Wasser Download für iOS

Was ich esse

Nicht nur Wasser, sondern das gesamte Ernährungsverhalten kann die App "Was ich esse" aus dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) überprüfen. Auch hier kann eine Erinnerung zum Beispiel zum regelmäßigen Trinken eingestellt werden. Über den Tag geben Nutzer die Lebensmittel ein, die sie essen und trinken. Die gefüllte Ernährungspyramide zeigt dann, wie ausgewogen die Ernährung war.

Dabei gilt wie immer bei der Ernährungspyramide: Nicht die Tages-, sondern die Wochenbilanz ist entscheidend. Wer also mal zu viele Süßigkeiten gegessen hat, kann das mit einem snackfreien Tag wieder ausgleichen. Und auch nicht die Kalorienmenge, sondern die Bausteine der Lebensmittelgruppen sind interessant. Es empfiehlt sich, sich mit dieser App mindestens eine Woche lang einen Überblick zu verschaffen. So findet man heraus, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Zu viel Fett oder zu wenig Obst? Zu wenig Getränke oder zu viele Milchprodukte? Auch praktisch: Wer bereits an einer Ernährungsberatung teilnimmt, kann die Tages-und Wochenpläne dorthin weiterleiten und auswerten lassen.

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Mein Ess-Coach

Ebenfalls für die Beratung durch eine Ernährungsfachkraft ist die App "Mein Ess-Coach" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) geeignet. Mit der App bieten Ernährungsfachkräfte ihren Klienten eine flexible Beratung unabhängig von Ort und Zeit an und begleiten sie zwischen den Praxisterminen. Damit ist die App eine Ergänzung zur persönlichen Beratung und kann nicht unabhängig davon genutzt werden. Entweder ist der Nutzer bereits Klient und wird auf die App hingewiesen, oder er sucht in der App einen geeigneten Berater aus.

Über die App können Klienten Nachrichten, Fotos von Mahlzeiten sowie Gewichts- und Aktivitätsdaten schicken. Der Berater kann in der Coaching-Suite für den PC mit den Klienten kommunizieren, alle Daten und Beratungsziele abrufen und verwalten, kommentieren und motivieren.

"Mein Ess-Coach" können qualifizierte Fachkräfte mit DGE-Zertifikat oder gleichwertigen Zertifikaten für Ernährungsberatung und -therapie nutzen, die in Deutschland tätig sind. Angeboten werden Einzel- und Gruppenlizenzen. Die Tarife starten ab 30,00 EUR für die Monatslizenz. Mit der Testversion können die ersten drei Klienten kostenfrei betreut werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie im DGE-Medienshop

Junge Familien

Für werdende und frischgebackene Eltern gibt es eine App-Serie zu den Themen Ernährung, Bewegung und mehr. Die Apps begleiten die Familie von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des Kindes. So finden Eltern die Empfehlungen, die gerade jetzt für sie besonders wichtig sind und werden nicht überschüttet mit Informationen. Alle drei Apps basieren auf den Handlungsempfehlungen des Netzwerk Gesund ins Leben aus dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Sie sind werbefrei und bieten unabhängige Empfehlungen für gesunde Kinder.

Schwanger + Essen

Bereits in der Schwangerschaft begleitet die App "Schwanger & Essen" des Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) werdende Familien. Woche für Woche erhalten die Nutzer Informationen zur Entwicklung des Kindes und zu einem gesunden Lebensstil, zum Teil als Videos. Schwangeren-Workouts, ein Ernährungs-Check und eine Erinnerungsfunktion für anstehende Termine bieten weitere praktische Hilfe.

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Baby und Essen

Das Netzwerk Gesund ins Leben hat die App „Baby & Essen“ für das erste Lebensjahr des Kindes erstellt. Sie deckt auch die Ernährung der stillenden Mutter sowie die komplette Beikostzeit ab. Väter können die App mit nutzen und sich zum Beispiel informieren, wie sie ihre stillende Partnerin unterstützen können. Ein Beikostkalkulator hilft bei der Zusammenstellung eines abwechslungsreichen Mittagsbreis. Das Rezept dazu können die Eltern als Favorit abspeichern und teilen.

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Kind + Essen

Ab dem ersten Geburtstag erhalten junge Familien Empfehlungen zu einem gesunden  Familienalltag und zu Besonderheiten der Kinderernährung in der App "Kind & Essen". Die App wurde von der Stiftung Kindergesundheit entwickelt. Eltern können sich hier gebündelt über eine Vielzahl an Themen rund ums Kind informieren. Der Schwerpunkt liegt auch hier auf der Ernährung und der Bewegung der Kleinen. Wer für sein Kind ein Profil anlegt, kann ein Tagebuch führen und erhält regelmäßig passende Tipps für den Alltag.

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Spiel und Spaß

Cooking Mama: Let's cook!

Zum Abschluss gibt es Ernährungsapps, die einfach nur unterhalten wollen. Die App Cooking Mama ist natürlich nicht nur für Mütter. Sie ist sehr bunt, sehr laut (wenn man will) und sehr wild. Mit ein bisschen Übung ist man aber schnell drin im Geschehen - nämlich mitten in der Küche. Es gibt jede Menge Aufgaben zu erledigen und das unter Zeitdruck. Bevor es an den Herd geht will das Obst und Gemüse im Garten geerntet und die Tiere in den Ställen versorgt werden. Dann geht es los: Mit sehr einfachen Anleitungen schneidet man Gemüse, würzt das Fleisch und rührt im Topf. Klingt easy, ist es auch und macht trotzdem süchtig. Aber Achtung: Die App steckt voller Werbung und In-App Käufen. Sie ist daher definitiv nichts für Kinder!

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Toca Kitchen 2

Das Spiel, das eigentlich für Kinder gedacht ist, macht auch Erwachenden Spaß. In "Toca Kitchen 2" werden ebenfalls Gerichte zubereitet. Allerdings ohne Anweisungen. Die Lebensmittel aus dem Kühlschrank kann man nach Lust und Laune schnippeln, mixen, würzen, braten oder frittieren. Und dann erleben, wie der Gast entweder vor Freude schmatzt oder es wieder ausspuckt. Sehr witziges und unterhaltsames Spiel aus Schweden.

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Autorin: Nora Karrasch, Detmold

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