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Weltverbrauchertag

Nahrungsergänzungsmittel werden oft über das Internet bestellt. Hinweise zum sicheren Onlineeinkauf bietet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

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Einkaufswagen vor Onlinemedium und Weltkugel
Hinweise zum sicheren Einkauf im Internet vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Bild: hiphoto39/stock.adobe.com

Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März 2018 gibt das Amt Tipps, wie Verbraucher sich beim Onlinekauf von Nahrungsergänzungsmitteln schützen können.

Verbrauchertipps

Damit Verbraucher nicht auf „schwarze Schafe“ im Internet reinfallen. Sollten Sie sich vor dem Onlinekauf die Zeit nehmen um die Produktangebote sowie die Internetseite genauer unter die Lupe zu nehmen. Unseriöse Anbieter oder bedenkliche Produkte fallen oft durch Ungereimtheiten auf.

1. Gütesiegel bieten Orientierung

Gütesiegel, die den Qualitätskriterien der Initiative D21 entsprechen bieten eine gute Orientierung. Diese Gütesiegel zeigen, dass der Online-Händler bei der zuständigen örtlichen Lebensmittelüberwachung registriert ist und somit amtlich überwacht wird. Zusätzlich müssen Onlineshops, mit diesen Gütesiegeln, hohe Anforderungen zur Bonität, zur Datensicherheit und zum Verbraucherschutz erfüllen.

2. Zutatenliste vor dem Kauf checken

Achten Sie auf die Aufmachung der Internetseite und des Onlineangebotes. Viele Angaben, die auf dem angebotenen Produkt gemacht werden müssen (z.B. Zutaten), sollten bereits vor Abschluss des Kaufvertrages klar ersichtlich sein. Im Internethandel gilt das Widerrufs- und Rückgaberecht für Lebensmittel in einigen Fällen nicht, beispielsweise bei leicht verderblicher Ware.

3. AGB und Impressum prüfen

Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vor dem Kauf, sie werden mit der Bestellung in der Regel rechtswirksam. Achten Sie auf vollständige Impressumsangaben, dazu gehören unter anderem vollständige Adressdaten (nicht nur Postfach) und eine Telefonnummer.

4. Vorsicht bei Angeboten aus dem Ausland

Der Internethandel ist weltweit möglich. Waren aus dem Ausland können in der Regel nur stichprobenartig von der deutschen Behörde kontrolliert werden. Produkte, die ausschließlich im Internet vertrieben werden sollten genau geprüft werden, da im Ausland oft andere Rechtsgrundlagen gelten. Eine Internetadresse mit der Endung ".de" lässt nicht automatisch auf einen deutschen Anbieter schließen.

Nahrungsergänzungsmittel aus dem Ausland gelten in Deutschland eventuell als Arzneimittel, dann wäre der Import verboten. In solchen Fällen kann dem Kunden sogar eine Anzeige drohen.

5. Schön, schlau und schlank - überzogene Werbeversprechen kritisch prüfen

Unrealistischen Erfolgsversprechen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Empfehlungen und "Erfahrungsberichte" können getarnte Werbung sein, etwa bei nicht zulässigen, gesundheitsbezogenen Angaben.

Die Zentralstelle G@ZIELT

Die amtliche Überwachung von Lebensmitteln ist eine behördliche Aufgabe der Bundesländer. Um die Recherche nach gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln im Onlinehandel effizienter zu gestalten, wurde im Juli 2013 die von den Bundesländern finanzierte Zentralstelle G@ZIELT eingerichtet. Die Zentralstelle hat ihren Sitz beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin und führt im Auftrag der Bundesländer vorbereitende Tätigkeiten für die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden vor Ort durch.

G@ZIELT durchsucht das Internet schwerpunktmäßig nach:

  • Angeboten risikobehafteter Lebensmittel, die die Verbraucher eventuell gesundheitlich schädigen oder täuschen können und
  • nicht registrierten Lebensmittelunternehmen

Die Ergebnisse der Recherchen werden an die zuständigen Überwachungsbehörden der Bundesländer bzw. der anderen EU-Mitgliedstaaten oder an Drittländer weitergegeben, damit diese im Rahmen ihrer Zuständigkeit weitere erforderliche Maßnahmen ergreifen können, zum Beispiel das betreffende Angebot im Internet löschen zu lassen oder die Registrierungspflicht durchzusetzen.