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BAGSO-Positionspapier "Generationenaufgabe Klimasschutz"

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) fordert eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Ältere

Junge Frau und älterer Mann sammeln gemeinsam Müll in einen Beutel
Bild: Halfpoint/stock.adobe.com

In dem Positionspapier mit dem Titel „Generationenaufgabe Klimaschutz – für die Welt von morgen“ ruft die BAGSO zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf. Es verdeutlicht den Handlungsbedarf auf lokaler und globaler Ebene und zeigt, was alle Generationen gemeinsam beitragen können. Sie fordert eine konsequente Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Auch die Seniorenarbeit, zivilgesellschaftliche Verbände sowie jeder und jede Einzelne sind aufgerufen, zu einem nachhaltigen Wirtschaften beizutragen.

Die Forderungen der BAGSO zur Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland im Überblick:

  • Alle künftigen Gesetzesvorhaben und Maßnahmen sollten einem „Nachhaltigkeits-TÜV“ unterzogen werden.
  • Deutschland muss einen zählbaren Beitrag für die Verhinderung des Klimakollaps leisten.
  • Die Zivilgesellschaft muss bei der Umsetzung der Agenda 2030 unbedingt eingebunden sein. Gleichermaßen sind Bürgerinnen und Bürger, Politik und Wirtschaft aufgefordert, neue und zukunftsfähige Ideen zu entwickeln.
  • Einige Ziele und Unterziele der Agenda 2030 beziehen die Bedarfslagen und die Situation älterer Menschen bisher zu wenig mit ein. Die vorhandene Datenbasis, die zur Untermauerung und Erfolgsmessung der Nachhaltigkeitsziele herangezogen wird, ist nicht ausreichend und muss verbessert werden. In vielen nationalen Statistiken fehlen Daten zur Lebenssituation älterer Menschen.

Das 12-seitige Papier vom Juni 2021 enthält Vorschläge für die klimagerechte Stadtplanung in den Kommunen, den nachhaltigen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Förderung klimafreundlicher Technologien. Gesellschaftliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit müssen sichergestellt sein. Der Anspruch auf Nachhaltigkeit dürfe nicht zulasten älterer Menschen gehen, die auf teilweise ressourcenintensive Hilfe angewiesen sind.

Doch nicht nur die Politik ist gefordert: Wege hin zu einem klimabewussten Konsum müssten Verbraucherinnen und Verbraucher aller Altersgruppen in ihrem Alltag umsetzen. Eine eher pflanzliche Ernährungsweise mit weniger Fleisch und Milchprodukten, weniger Lebensmittelabfälle und der Kauf langlebiger, reparaturfreundlicher Geräte sieht die BAGSO als wichtige Schritte hin zum nachhaltigeren Konsum.

Möglichkeiten für mehr Klimaschutz betont die BAGSO auch in der Seniorenarbeit und Altenhilfe – zum Beispiel dadurch, dass der mobile Pflegedienst mit dem E-Bike zu seinen Klientinnen und Klienten kommt oder Veranstaltungen digital stattfinden, sodass lange Anreisen mit dem Auto oder dem Flugzeug vermieden werden.

Nicht zuletzt spricht die BAGSO in ihrem Positionspapier auch die Älteren selbst an. Vor allem junge Menschen setzten sich für den Klimaschutz ein. Hier sollten auch Ältere aktiv werden und sich für die Sicherung der zukünftigen Lebensgrundlage engagieren. Schließlich fühlten sich viele ältere Menschen verpflichtet, nachfolgenden Generationen eine gute Welt zu hinterlassen.

 

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

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