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Bewegung am Arbeitsplatz

Die Deutschen bewegen sich zu wenig. Von einer gezielten Bewegungsförderung im Job profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Zum Thema ErnährungBewegung Für die Zielgruppe Berufstätige

Bewegungsmangel kann zu Rückenschmerzen führen. Deshalb öfter mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Bild: RAM / fotolia

Jeder Erwachsene in Deutschland verbringt pro Tag durchschnittlich sieben Stunden im Sitzen. Von den Berufstätigen sitzt jeder Dritte sogar mehr als neun Stunden. Hinzu kommen im Schnitt mehr als drei Freizeitstunden vor dem Fernseher oder im Internet. Das belegt die Bewegungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK).

Bewegungsmangel – ob in der Freizeit oder am Arbeitsplatz – ist ein anerkannter gesundheitlicher Risikofaktor für Übergewicht mit den damit verbundenen Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Hinzu kommen orthopädische Beschwerden.

Weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Großteil ihres Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen, ist die betriebliche Gesundheitsförderung von großer Bedeutung für die gesundheitliche Prävention. Bewegungsmangel bei überwiegend sitzender Tätigkeit am Büroarbeitsplatz, aber auch starke Beanspruchung bei körperlich schwerer Arbeit können etwa zu Rückenproblemen führen.

Zwei Ziele sollten mit einem Bewegungsprogramm am Arbeitsplatz verbunden sein:

Hinweis

Im Auftrag der TK hat das Befragungsinstitut Forsa im Juni 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.003 Erwachsene in Deutschland zu ihrem Bewegungsverhalten befragt.

1. Ergonomieberatung am Arbeitsplatz

Hier geht es in erster Linie darum, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass gesundheitsschädigende Zwangshaltungen etc. vermieden werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten in die richtige Gestaltung ihres Arbeitsplatzes eingewiesen werden. Das gilt für Büroarbeitsplätze genauso wie für alle übrigen. Eine Ergonomieberatung bildet die Basis für eine Verhaltensveränderung.

2. Anleitung zum richtigen Bewegen im Arbeitsalltag

Dynamisches Sitzen mit häufigem Positionswechsel, Treppensteigen statt Aufzugfahren, ein Spaziergang in der Mittagspause und Bewegungspausen wirken dem Bewegungsmangel beim Bürojob gezielt entgegen. Auch der Arbeitsweg kann umgestaltet werden.

Anders sieht das Programm für Berufsgruppen mit starker körperlicher Tätigkeit aus. Durch gezieltes Muskeltraining wird hier Folgeschäden vorgebeugt. Auch lernen die Berufstätigen, worauf beim Heben und Tragen von Lasten zu achten ist.

In beiden Fällen gilt es für die Berufstätigen, das geänderte Bewegungsverhalten in den Alltag zu übernehmen. Hier fördert das neue Wissen über die Zusammenhänge von Bewegung und Gesundheit ohne Zweifel auch das Interesse und die Motivation für eine aktivere und bewegte Freizeitgestaltung.

Der demografischen Wandel wird in Zukunft in den Betrieben zu einem wesentlich höheren Durchschnittsalter führen. Problematisch wird dies, wenn man betrachtet, dass ältere Mitarbeiter, wenn sie krankheitsbedingt ausfallen, länger fehlen. Gerade den dann häufig auftretenden Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen beugt Bewegung im Alltag und am Arbeitsplatz vor. Eine Gesundheitsförderung für Berufstätige kommt also auch den Unternehmen zugute.

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

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