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Bewegungs-Apps im Praxistest

IN FORM präsentiert Ihnen gemeinsam mit dem DOSB und der Deutschen Sportjugend empfehlenswerte Apps rund um Sport und Fitness.

Zum Thema Bewegung Für die Zielgruppe Allgemein

Mann steht am Strand mit Smartphone, das am Oberarm befestigt ist. Dahinter ein Jogger
Ob als Motivationshilfe oder als praktische Unterstützung im normalen Hobbysportleralltag - das Angebot an Bewegungs-Apps wächst stetig. Hier die besten mobilen Apps für alle, die sich viel bewegen wollen. Bild: Maridav/fotolia

Es fehlt die richtige Laufroute? Für die Liegestütze zwischendurch wäre eine kleine Anleitung mit integrierter Stoppuhr gut? Oder es steht sogar eine längere Wanderung bevor und das richtige Kartenmaterial fehlt noch? Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps für Einsteiger und Sportbegeisterte – sogar solche, die auch noch den letzten Bewegungsmuffel vom Sofa locken.

Das Angebot reicht vom einfachen Schrittzähler bis zum komplexen Programm, das mit Hilfe von GPS die sportliche Aktivität des Nutzers aufzeichnet, Höhenmeter erfasst, Kalorien zählt und gleichzeitig noch den Pulsschlag des Sportlers speichert. Der Ehrgeiz bei so manchem Hobbysportler wird geweckt, wenn er in den sozialen Netzwerken die Möglichkeit bekommt, seinen Freunden mittels App mitzuteilen, dass die eigene Jogging-Runde die am schnellsten absolvierte war.

Der Nutzer muss selber entscheiden, inwieweit er durch die Zustimmung zu Funktionen wie dem Abrufen des aktuellen Standorts über GPS, der Interaktion mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder dem Zugriff auf die SD-Karte im Smartphone persönliche Informationen preis gibt, um von bestimmten Funktionen der Miniprogramme profitieren zu können. Es ist nicht immer ersichtlich, warum App-Anbieter umfangreiche Zugriffe auf das Smartphone des Nutzers verlangen, obwohl die Funktion des Programms minimalistisch und der Zugriff deshalb nicht notwendig ist. Deshalb gilt es im Einzelfall, den Datenschutz kritisch zu prüfen und den Datenzugriffen nur bei vertrauenswürdigen Anbietern und Nutzungsrechten zuzustimmen.

Motivationsschub durch den elektronischen Sport-Coach

Sei es als Motivationshilfe oder als praktische Unterstützung im normalen Hobbysportleralltag, das Angebot an Bewegungs-Apps wächst. Verschiedene Zielgruppen und sportliche Bedürfnisse sind durch das umfangreiche App-Angebot berücksichtigt und der Funktionsumfang den jeweiligen Sportarten angepasst. Den persönlichen Sport-Coach immer in der Jackentasche mit sich zu tragen kann zu manchem Motivationsschub verhelfen.

Die Sport-Apps ermöglichen es, viele Daten über den eigenen Körper zu ermitteln und dadurch einen bewussteren Umgang zu erlernen. Die natürlichen Sensoren des Körpers sollten durch die technische Unterstützung und smartphoneüberwachte Leistungsfähigkeit jedoch nicht verloren gehen und keine falschen allgemeinen Maßstäbe setzen. Eine App kennt nicht die tägliche Verfassung „seines“ Sportlers und reagiert nicht auf die individuellen Befindlichkeiten, sondern fragt Leistungsziele ab und spult konsequent das übliche Programm runter.

Wer sich gerne im sportlichen Alltag in Maßen unterstützten lassen möchte, der findet Apps aus dem Bereich Sport und Bewegung grob nach folgenden Inhalten unterteilt:

Experten-Tipps

Dr. Mischa Kläber, Ressortleiter „Präventionspolitik und Gesundheitsmanagement“ beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)

Mein Favorit: Beim Betrachten von verschiedenen Bewegungs-Apps zeigt sich Endomondo als favorisierte App für sportlich sehr Aktive in verschiedenen Sportarten.

Durch ein Anfangstutorial erhält der Nutzer eine kleine Bedienungsanleitung und damit einen Einblick in die wichtigsten Funktionen der App. Weiterhin erleichtert das übersichtliche Design die Bedienung und bietet so zahlreiche Möglichkeiten, diese App beim Sporttreiben einzusetzen. Es kann eine Vielzahl an Sportarten und Strecken ausgewählt werden, sodass die Erstellung eines individuellen Sportprogrammes leicht möglich ist.

Besonders positiv zu bewerten ist die übersichtliche Karte mit Straßennamen und Kennzeichnung öffentlicher Gebäude, die eine gute Orientierungshilfe darstellt. Die Attraktivität der App wird außerdem durch den „Wettkampfmodus“ erhöht. Rundum bietet Endomondo viele nützliche und leicht bedienbare Funktionen, die zum Sporttreiben animieren und das Training begleiten.

Martin Schönwandt, Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend (dsj)

Mein Favorit: komoot – Fahrrad & Wander-Navi: Übersichtliche Darstellung, einfache Steuerung und kostenfreie Nutzungsmöglichkeit aller Funktionen einer ersten Gratis-Region.

Für eine Bewertung von Bewegungs-Apps steht für uns die möglichst kostenfreie Nutzung aller Funktionen des App-Angebots im Vordergrund. Eine benutzerfreundliche Darstellung und schnell verständliche Bedienung der Miniprogramme ist außerdem wichtig. Es sollte darüber hinaus die Vielfalt an Funktionen einer App im Verhältnis zu den Ansprüchen und Erwartungen des Nutzers stehen. Darauf hinzuweisen ist des Weiteren, dass die Verwendung/Weitergabe von personenbezogenen Daten vor dem Download bei allen Anwendungen immer kritisch zu hinterfragen ist.

Laufen, Wandern und Radfahren

Outdoor-Sport-Freunde kommen bei dem App-Angebot auch nicht zu kurz. Sei es das Tracken, also das Aufzeichnen der täglichen Rad- oder Jogging-Strecke des Nutzers oder das Planen von Wandertouren in den Bergen. Viele der modernen Apps arbeiten mit Hilfe von GPS (Global Positioning System), um dem sportlich Aktiven auf jeder Route per Smartphone zur Seite zu stehen. Durch diese App-Angebote ist jedoch eine schnelle Entladung des Smartphone-Akkus möglich.

Schrittzähler

Ich verfolge dich auf Schritt und Tritt – Schrittzähler sind im Trend. Zahlreiche Apps bieten dem Nutzer die Möglichkeit, durch das Aufzeichnen der Schritte über den ganzen Tag zu verfolgen, wie viel sich der Einzelne bewegt und bei wem noch mehr Bedarf besteht. Die technisch einwandfreie Umsetzung ist jedoch nicht immer gewährleistet. So zählt manches Programm bereits einen Schritt, wenn der Nutzer lediglich freudig das Smartphone in der Hand schüttelt. Die Idee, sich mit Hilfe einer Schrittzähler-App seiner Aktivität im Alltag bewusst zu werden, ist gut. An der technischen Umsetzung hapert es jedoch leider zuweilen, und wer den ganzen Tag lang „gezählt“ werden will, dem muss klar sein, dass die App auch den lieben langen Tag über auf dem Smartphone aktiv ist.

runtastic Laufen&Fitness (runtastic GmbH)

Beliebt gerade bei Nutzern der sozialen Netzwerke sind die von der runtastic GmbH entwickelten Apps für Sporthungrige jedes Leistungsniveaus. Getreu nach dem Firmenmotto „Vergiss nicht, nur was du messen kannst, kannst du auch verbessern“ lässt sich mit „runtastic Laufen&Fitness“ die Joggingtour unter anderem per sogenanntem „Live-Tracking“ über GPS aufzeichnen. Die App erfasst beispielsweise Distanz, Zeit, Geschwindigkeit und den Kalorienverbrauch des Sportlers und dieser kann wählen, ob er per Sprachansage zusätzlich motiviert werden möchte.

In den sozialen Netzwerken lässt sich die vollbrachte sportliche Leistung dann per Kartenansicht mit Freunden teilen. Positiv ist, dass diese App für nahezu alle Betriebssysteme entwickelt wurde und sich zusätzlich der integrierte Music-Player nutzen lässt. Auch andere Sportarten wie Mountainbiken, Nordic Walken, Reiten und Co. sind als Aktivität mit der App messbar. Die funktional umfangreiche Anwendung ist auch als Pro-Version kostenpflichtig zu erwerben, worauf in der Gratis-Version auch ausgiebig hingewiesen wird. Dr. Mischa Kläber vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bewertet die technische Umsetzung der App als gut, die Benutzerfreundlichkeit und die praktische Umsetzung als eher mittelmäßig.

Zum Thema Datenschutz findet der Nutzer vor dem Download auch Informationen auf der Homepage von runtastic und muss selber entscheiden, ob die umfangreichen Berechtigungen der App für ihn durch die zahlreichen, technisch gut umgesetzten Funktionen der App gerechtfertigt und akzeptabel sind. Laut Dr. Mischa Kläber vom DOSB ist die App für Laufbegeisterte mit Dokumentationswunsch gut geeignet, um die eigene Leistungssteigerung zu messen. Nachteil ist jedoch, dass viele Funktionen nur bei der kostenpflichtigen Version nutzbar sind.

Outdoor- und Wandernavigation (Ape@map)

Soll es etwas höher hinaus in die Berge gehen oder eine längere Wanderung in der Natur ist geplant, dann helfen Apps, die mit umfangreichem Kartenmaterial und Tourenplanerfunktionen dem Wanderbegeisterten zur Seite stehen. Die Outdoor- und Wandernavigation von Ape@map beispielsweise bietet nach eigenen Angaben eine GPS-Navigation mit 50.000 Touren, Hilferuf-Funktion per SMS und der Möglichkeit, Routen auch am PC planen zu können oder die eigene Tour zu tracken. Toureninfos gibt die App sowohl über den Schwierigkeitsgrad, die Gehzeit und die Höhenmeter sowie dem zu erwartenden Erlebnisfaktor. Die Anwendung verbraucht jedoch viel Akkukapazität und die Karten laden teilweise nur sehr schleppend, jedoch sind manche Karten sogar auch im Offline-Modus verfügbar. Das Kartenmaterial bezieht auch Ausflugsziele über die deutschen Grenzen hinaus ein. Ape@map arbeitet mit Partnern zusammen, die das Angebotsspektrum ergänzen können.

Endomondo Sports Tracker (Endomondo)

Laufen, Radfahren und andere Sportarten lassen sich auch gut mit dem „Endomondo Sports Tracker“ erfassen. Die App, die von mehr als 100.000 Nutzern des Google-Play-Stores mit der Bestnote bewertet und von mehr als 10 Millionen Sportbegeisterten bereits installiert wurde, arbeitet mit GPS und ermöglicht dem Nutzer die Erstellung eines persönlichen Trainingstagebuches.

Wer sich mit Hilfe von Endomondo in den siebten Sportlerhimmel begeben will, muss sich vorher mit einer Mailadresse anmelden und sollte die App-Berechtigungen hinsichtlich des Datenschutzes genau prüfen, um zu entscheiden, ob die App berechtigt wird auf persönliche Informationen und Kontakte zuzugreifen, damit das verbinden mit Freunden möglich ist.

Tipps

Die Motivation wird geweckt, wenn man sich eigene sportliche Ziele mit Hilfe der App setzt oder in den Wettkampf mit Freunden über das Soziale Fitness Netzwerk auf endomondo.com eintritt.

Komoot – Fahrrad & Wander-Navi (komoot GmbH)

Fahrrad- oder Wanderfreunde können mit Hilfe der einfach bedienbaren App „Komoot – Fahrrad & Wander-Navi“ der komoot GmbH ihren Weg zu den schönsten Outdoor-Zielen planen. Dabei entscheidet der Nutzer ganz nach seinen Vorstellungen über Start- und Zielpunkt, Dauer, Schwierigkeit so wie Wegbeschaffenheit der Route. Die Geschwindigkeit während des Trips wird per Tacho festgehalten. Die Fitness der Wanderer kann vorher in der App grob angegeben werden.

Mit Hilfe von Sprachanweisungen leitet die App während der Tour durch Feldweg, Berg, Wald und Wiese und findet laut Hersteller auch die kleinsten Wege. Außerdem zeichnet die Anwendung eine selbstgewählte Tour auf, die mit eigenen Fotos verschönern lässt. Das Kartenmaterial ist offline ebenfalls nutzbar. Zusätzlich ist das ganze Outdoorvergnügen über Facebook teilbar. Zu berücksichtigen ist, dass die App inklusive einer ersten Gratis-Region kostenlos zur Verfügung steht. Um jedoch weitere Regionen freizuschalten entstehen dem Smartphonenutzer Kosten ab 3,99 Euro pro Region, die das Wandervergnügen über eine Region hinaus zum teuren Unterfangen machen können. Es ist also ratsam sich vor dem Download zu informieren, welche Kosten für welche Ausflugsplanungen per Komoot-App entstehen.

Geo Caching

Einige Apps sprechen Freunde eines weiteren Trends an – Geo Caching. Caching bedeutet so viel wie „Versteck“. Bei der modernen Form der Schatzsuche geht es darum, anhand geographischer Koordinaten, die einem die App vorgibt, in einem bestimmten Areal per GPS einen Schatz zu finden, den jemand anderes zuvor an ungewöhnlichen Orten versteckt hat. Die Zahl der angebotenen Geo Caching-Apps ist groß – eine einfache Suche über iTunes ergibt mehr als 250 Angebote. Deshalb muss das passende Miniprogramm nach dem individuellen Bedarf ausgewählt werden. Eine Rolle spielen dabei auch der Datenschutz und die Verwendung der GPS-Daten. Vor dem Download können auch die schriftlichen Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Nutzer der App in den Stores hilfreich sein.

Interessant an dieser Form des Outdoor-Spaßes ist, dass die moderne Schnitzeljagd sowohl Jung als auch Alt anspricht. Statt einem eintönigen Spaziergang am Sonntagnachmittag sind gerade Kinder und Jugendliche mit einer abwechslungsreichen Tour durch regionale Parks und Wälder, vielleicht auch einmal fernab der asphaltierten Laufwege, gut zu begeistern und zu motivieren, besonders wenn am Ende in einem Versteck sogar eine kleine Überraschung auf die Schatzsucher wartet. Abschließend trägt sich der Finder meistens in ein Logbuch als Entdecker des Schatzes ein und das Gefundene wird gegen einen neuen Schatz ausgetauscht. Eine spielerische Möglichkeit, das Smartphone zu nutzen, um mit der ganzen Familie in Bewegung zu bleiben.

Schwimmen

Bade- und Eisregeln (DLRG)

Nicht nur im Wasser plantschen, sondern gut schwimmen können und dabei auch einmal ohne Bedenken untertauchen – das gibt Sicherheit und macht Freude. Und was gibt es Schöneres, als im Winter auf einem zugefrorenen Eis herumzulaufen. Doch die Freude kann schnell getrübt werden, wenn bestimmte Regeln nicht beachtet werden. Die kostenlose App der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) gibt Hinweise und Tipps, um im Wasser und auf dem Eis sorgenfrei Spaß zu haben.

Die DLRG informiert über 14 wichtige Regeln, die für die allgemeine Sicherheit im Wasser sorgen und dabei helfen, die eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen richtig einzuschätzen. Für Kinder wird jede Regel durch eine kindgerechte Illustration ansprechend und attraktiv dargestellt. „Hauptfiguren“ sind kleine, liebevoll gestaltete Entchen, die zeigen, was im Einzelfall zu tun ist. So können schon die kleinsten Nutzer lernen, dass eine Luftmatratze keine ausreichende Sicherheit für Nicht-Schwimmer bietet oder dass das Baden bei Gewitter gefährlich ist. Neben einer Auflistung aller Regeln werden im Übungsmodus nur die Illustrationen ohne Text dargestellt. Durch Schütteln des Smartphones erscheinen einzelne Regeln auch per Zufall.

Ein zugefrorener See ist verlockend – kurz darauf herumlaufen oder sogar eine Runde mit den Schlittschuhen drehen. Die DLRG-App zeigt, worauf zu achten ist, damit sich die Kinder sicher auf dem Eis bewegen können und wissen, was zu tun ist, wenn das Eis dann wirklich einmal bricht. Auch hier sind es wieder die netten kleinen Entchen, die dem Nachwuchs die Regeln näher bringen. Aufbau und Funktionen entsprechen dem Abschnitt für die Sicherheitsregeln beim Schwimmen.

Die DLRG-App ist kompatibel für die Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme iOS und Android und kann kostenlos in den jeweiligen Stores heruntergeladen werden.

Bewegung und Fitness

Für alle, die gerne mehr Sport treiben und den Alltag nutzen möchten, sich häufiger zu bewegen, hier aber bislang immer dem inneren Schweinehund erlegen sind, ist die diese Apps genau richtig. Sie sollen jeden dabei unterstützen, regelmäßig in Bewegung zu kommen, ob beim Sport, im Alltag oder im Beruf.

Fit2Go (Barmer GEK)

Fit2Go gibt zunächst ein festes Bewegungsziel vor, die sogenannte 30-20-42-Challenge: Der Nutzer soll sich innerhalb von 42 Tagen an mindestens 20 Tagen für 30 Minuten bewegen. Alle zur Auswahl stehenden Aktivitäten sind in drei Kategorien unterteilt:

  1. Alltagsaktivitäten, z. B. Gehen statt Fahren, Hausarbeit oder Gartenarbeit
  2. Freizeitsport, z. B. Radfahren, Wandern oder Schwimmen
  3. Bewegung im Büro, z. B. im Stehen telefonieren oder bewegte Mittagspause

Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktivitäten-Listen durch eigene Einträge zu ergänzen.

Für die Dokumentation wählt der Nutzer zunächst die Bewegungsart aus. Fit2Go bietet die Möglichkeit, in Zeiteinheiten von 5 Minuten diese geplante Bewegungseinheit festzulegen. Pro Aktivität ist ein maximales Zeitfenster von 60 Minuten möglich. Nun wird noch Wochentag und Uhrzeit ausgewählt, an denen die Bewegung geplant ist. Eine Erinnerungsfunktion kann auf Wunsch aktiviert werden. Die Durchführung der jeweiligen Aktivität muss manuell durch Anklicken bestätigt werden. Dabei lassen sich Bewegungseinheiten für drei zurückliegende Tage ergänzen. Ein Balkendiagramm verdeutlicht den Aktivitäts-Verlauf der 42 Tage.

Bei Nutzung eines Fitbit-Armbands können die Bewegungseinheiten in die App übertragen werden. Dazu meldet sich der Nutzer mit seinem Fitbit-Zugang an. Für die Synchronisation der Daten braucht die App einen Internetzugang. Fit2Go bietet zudem die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und Freunde an den durchgeführten Aktivitäten teilhaben zu lassen. So lassen sich die Daten beispielsweise per SMS oder WhatsApp versenden.

MyFitnessPal (Under Armour Inc.)

MyFitnessPal ist ein „mobiler Coach“ auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht. Dafür ist zunächst einmal eine Registrierung erforderlich, die auch über einen Facebook-Account erfolgen kann. Und dann kann es auch schon losgehen: Mit dem Eintrag von Körpergröße und -gewicht, der wöchentlichen körperlichen Aktivität sowie des angestrebten Wunschgewichts berechnet die App die täglich erlaubte Kalorienaufnahme, um das Zielgewicht in einem individuell festgelegten Zeitraum zu erreichen.

Die neue Fitness-App ist zunächst nichts anders als ein Ernährungs- und Aktivitätstagebuch für unterwegs. Was ist also zu tun? Der Nutzer trägt alles, was er gegessen oder getrunken hat, in ein Tagebuch ein. Für das Auffinden von Lebensmitteln steht auch ein Barcode-Leser zur Verfügung. Für die Berechnung der Kalorien und Nährstoffe greift MyFitnessPal auf mehr als 3 Millionen registrierte Lebensmittel zurück. Fehlende Lebensmittel oder Rezepte können eingetragen und gespeichert werden.

Ob die Runde Jogging oder das Bauch-Beine-Po-Workout, neben dem Ernährungstagebuch wird auch ein Aktivitätsprotokoll geführt, in dem die sportlichen Aktivitäten des Tages vermerkt werden. Eine Liste verschiedener Sportarten und mehr als 350 Übungen mit entsprechenden Angaben zum Kalorienverbrauch liegen im Hintergrund bereit. Darüber hinaus ist auch ein Schrittzähler integriert. Optional besteht die Möglichkeit, die Anwendung mit anderen Fitness-Apps oder -Geräten wie Runtastic, Garmin oder Fitbit zu koppeln.

Anhand dieser beiden Protokolle wird der Nutzer von MyFitnessPal in Sachen Kalorienaufnahme und Körpergewichtsentwicklung immer auf dem Laufenden gehalten. Entsprechende Grafiken veranschaulichen beispielsweise den Gewichtsverlauf oder die Energie- und Nährstoffaufnahme. MyFitnessPal bietet die Möglichkeit, sich mit Facebook-Freunden zu vernetzen oder unabhängig von Facebook via Mail mit Freunden zu schreiben, um sich gegenseitig zu pushen.

MyFitnessPal wird von der Firma Under Armour vermarktet. Die Grundversion ist kostenfrei. Wer auf die hier immer wieder eingespielten Werbebanner verzichten und weitere Tools nutzen möchte, beispielsweise detailliertere Nährwertangaben, der kann zur Premium-Variante greifen. Diese kostet 9,99 Euro pro Monat oder 49,99 Euro im Jahr.

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