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Das IN FORM Rezepte-Duell zur WM 2018

In der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland spielt Deutschland gegen Mexiko, Schweden und Südkorea. IN FORM drückt der deutschen Mannschaft die Daumen!

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Allgemein

Bild: Pixaline/pixabay

Die Fußballweltmeisterschaft in Russland ist nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein Zusammentreffen verschiedener Kulturen. Insgesamt spielen 32 Länder aus verschiedenen Nationen. Deutschland spielt in der ersten Gruppenphase gegen Mexiko, Schweden und Südkorea.
Ernährungsbildung und Interkulturelles gehören zu den wichtigen Themen bei IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das Redaktionsteam hat deshalb die WM zum Anlass genommen, sich einmal in der Küche des Gastgeberlandes und seiner Gruppengegner umzuschauen.

Tipp

Fußball-Freestylerin Nina Windmüller verrät Ihnen ihre Einschätzung der Fußball-WM im Interview mit der Redaktion.

Unser Rezept aus dem Gastgeberland Russland

Bedingt durch die langen, kalten russischen Winter spielen eingemachtes Obst und Gemüse, Sauerkraut und getrocknete Pilze eine große Rolle bei den Zutaten der russischen Küche. Zum Frühstück wird in Russland üblicherweise das Nationalgericht Kasha serviert. Für den Kasha wird mit Buchweizen, Haferflocken, Roggenschrot oder Maisgrieß ein Milchbrei gekocht und mit Trockenobst, Butter und Zucker verfeinert.

Und so bereiten Sie den Frühstücksbrei selbst zu:

250 g Buchweizen ohne Fett in der Pfanne kurz anrösten, dann mit einem halben Liter Milch, einer Handvoll getrockneter Aprikosen und einem Esslöffel Rosinen aufkochen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 15 Minuten lang köcheln und dabei ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt. Zum Schluss zwei Teelöffel Butter (oder einen Teelöffel Rapsöl) sowie je einen Esslöffel gehackte Mandel und Pistazien dazu. Nochmal umrühren und mit etwas Zucker, Honig oder Ahornsirup süßen. Den Kasha nach Belieben mit Joghurt zum Frühstück servieren.

Übrigens gibt´s den Kasha auch in einer herzhaften Variante mit gebratenem Speck, Zwiebeln und saurer Sahne. Dann dient der Getreidebrei als Beilage zu deftigen Gerichten aller Art.

Unser Rezept aus Mexico

17.06.2018/ 17.00 Uhr, Gruppe F in Moskau: Deutschland – Mexiko

Mexiko hat eine eigene Koch- und Küchentradition hervorgebracht, die es laut Wikipedia sogar zum immateriellen Weltkulturerbe gebracht hat. In der mexikanischen Küche haben sich im Laufe der Zeit indianische Rezepte mit den Rezepten und Zutaten der spanischen Konquistadoren aus der alten Welt vermischt.

Bekannte Gerichte aus Mexiko sind Chili-scharfe Eintöpfe und Suppen, denen als besondere Zutat oft etwas Kakao beziehungsweise Schokolade beigemischt wird. „Tamales“ (mit Fleisch oder anderen Füllungen gewickelte Bananen oder Maisblätter) gibt es auf Märkten oder bei Straßenhändlern. Und natürlich Guacamole, ein Dip aus Avocado, Knoblauch und Zitrone.

Viele Gerichte in Mexiko basieren auf Tortillas, dünnen Fladen, die je nach Region aus Mais- oder Weizenmehl hell gebacken werden. Wir stellen Ihnen deshalb eine Vorspeise aus der IN FORM Rezeptsammlung vor, die vielleicht nicht so ganz 100-prozentig aus Mexiko stammt, aber wahnsinnig lecker schmeckt.

Unser IN FORM Rezept "Gegrillte Tortillas mit Gemüse und Feta"

Übrigens: Als Typisch mexikanisch gilt ja eigentlich Chili-con-Carne. Ist es aber gar nicht, denn dieses Gericht entstammt der sogenannten Tex-Mex-Küche, hat seinen Ursprung also in den südlichen Staaten der USA wie Arizona, New Mexico und Texas.

Unser Rezept aus Schweden

23.06.2018/ 20.00 Uhr, Gruppe F in Sotschi: Deutschland – Schweden

Die schwedische Küche ist eher ländlich und deftig. Fisch und Meeresfrüchte bilden die Hauptzutaten aber auch Hackfleisch und Wild, besonders Rentier- und Elchfleisch sind beliebt in Schweden. Zu den schwedischen Spezialitäten gehören Sill (Hering), Köttbullar (Fleischbällchen), Gravad Lax (roher marinierter Lachs), Janssons frestelse (Kartoffelauflauf), Potatis (Kartoffeln) und Lingonsylt (Preiselbeeren).

Und so brät man die Original schwedischen Köttbullar:

Mischen Sie eine Tasse Sahne oder Milch mit einem Ei, 5 Esslöffeln Paniermehl, Salz, Pfeffer und etwas Senf und lassen Sie diese Mischung mindestens 10 Minuten lang ziehen. Das ist der Trick! Währenddessen schneiden Sie eine halbe Gemüsezwiebel in sehr kleine Würfel und braten sie in etwas Öl leicht an. Achtung: nicht verbrennen, sondern nur bräunlich werden lassen.

Jetzt vermengen Sie 400 Gramm Hackfleisch vom Rind (oder Elch) mit der Paniermehl-Mischung, geben die Zwiebeln dazu und formen die Masse zu kleinen Kugeln. Diese Kugeln braten Sie in der Pfanne scharf an und lasse sie dann bei geringerer Hitze fertig garen … Lecker mit Kartoffeln und Preiselbeermarmelade.

Übrigens: Wenn Sie immer schon einmal wissen wollen, wie die schwedischen Hackfleischklößchen korrekt ausgesprochen werden … hier gibt es die Antwort auf YouTube

Unser Rezept aus Süd-Korea

27.06.2018/16.00 Uhr, Gruppe F in Kasan: Deutschland – Südkorea

Die koreanische Küche ist der chinesischen, japanischen und vietnamesischen sehr ähnlich. Allerdings spielen Suppen in Korea eine größere Rolle. Eine Besonderheit hat die koreanische Küche zu bieten, die es sonst in Asien nicht so häufig gibt: Zu jeder Mahlzeit gehört eine Portion Gimchi oder Kimchi, die sehr würzige Variante des Sauerkrauts aus fermentiertem Kohl, rotem Pfeffer, Ingwer und Fischsauce.

So können Sie Kimchi selbst einlegen:

Chinakohl (sauber gewaschen und getrocknet, in mundgerechte Stücke geschnitten) mit reichlich Salz bestreuen. Die Mischung einige Stunden durchziehen lassen und dabei öfter wenden. Danach erneut gründlich waschen und abtropfen lassen. Knoblauch, klein geschnittene Frühlingszwiebeln, Möhrenstückchen, Ingwer, Zucker, Fischsauce und klein geschnittene Chilis mischen und mit dem Kohl vermengen. In sauber gespülte Schraubgläser drücken und dabei darauf achten, dass keine Luftlöcher bleiben. Das Gemüse muss vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Zuschrauben und drei Tage bei Zimmertemperatur gären lassen. Dann ist das Kimchi fertig und hält sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Monate.

Mehr zur Fußball-Weltmeisterschaft auf www.bzfe.de

Auf den Internetseiten des Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) finden Sie noch mehr Wissenswertes und Kulinarisches rund um die WM. Hier schon einmal eine kleine Auswahl:

Essen wie die russischen Gastgeber

Schwedenbuffet zum Spiel

Mexikanische Snacks zum Spiel

Kimchi und Barbecue für das Spiel gegen Südkorea

Rezepte mit Mengenangaben und konkreten Kochanleitungen gibt es im Internet in Hülle und Fülle. Einfach "Rezept", das betreffende Land und den Namen der Standardgerichte wie "Kasha" oder "Kimchi" bei Suchmaschinen wie Google eingeben, und schon finden Sie die leckersten Variationen der Spezialitäten aus der ganzen Welt.

Viel Spaß beim Fußball schauen und kochen wünscht Ihnen die IN FORM Redaktion!

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