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"Der Mensch ist was er isst" - DGE-Kongress in Fulda

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) lud gemeinsam mit der Hochschule Fulda vom 2. bis 4. März 2016 zum 53. Wissenschaftlichen Kongress ein.

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Prof. Dr. Anja Kroke, Wissenschaftliche Leiterin des DGE-Kongresses begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Bild: DGE

Zum Thema "Der Mensch ist was er isst - Ernährung als integratives Forschungsgebiet der Natur- und Sozialwissenschaften" diskutierten rund 730 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis über die Möglichkeiten, sozialwissenschaftliche Perspektiven in präventive Ernährungsempfehlungen, personalisierte Therapien und bevölkerungsbezogene Public Health Maßnahmen zu integrieren. Ebenso wurde die Rolle der Ernährungs- und Gesundheitskommunikation und den damit verbundenen Herausforderungen thematisiert.

Mit seinem Satz 2Der Mensch ist was er isst" drückte Ludwig Feuerbach bereits 1850 aus, dass Ernährung mehr ist, als den Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Ernährung hat auch soziale, politische, ökonomische, psychologische und kulturelle Dimensionen. Der DGE-Kongress betrachtete Ernährung daher als integratives Forschungsgebiet der Natur- und Sozialwissenschaften.

Prof. Dr. Anja Kroke, Mitglied im wissenschaftlichen Präsidium der DGE und Wissenschaftliche Leiterin des Kongresses wies darauf hin, dass mit dem Kongressschwerpunkt die interdisziplinäre Ernährungsforschung gestärkt und damit zu effektiven Lösungen für die Gesundheitsprobleme der Bevölkerung beigetragen werden soll. Ernährungsmitbedingte Krankheiten wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes mellitus und einige Krebskrankheiten würden weltweit zunehmen, so die Expertin weiter. „Wir können ihnen nur begegnen, wenn wir sie als physische und gesellschaftliche Probleme gleichermaßen verstehen. Dafür müssen wir interdisziplinär arbeiten.“

Interdisziplinäre Forschung hat am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda große Bedeutung: Naturwissenschaftlich orientierte Ernährungsforscher kooperieren beispielsweise mit Forschern aus den Bereichen Public Health Nutrition, Soziologie des Essens, Ernährungs- und Gesundheitspsychologie und Gemeinschaftsverpflegung.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Homepage der DGE

Hier finden Sie Impressionen vom Kongress

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