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Ernährungstrend: Vegan

Einmal Veganwurst bitte! Welche gesundheitlichen Vorteile bringt eine vegane Lebensweise wirklich?

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Allgemein

Frau beisst in ein Brot mit essbaren Blumen
Immer mehr Mensche interessieren sich für eine vegane Ernährung. Bild: drubig_photo/fotolia

In Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung. Doch tatsächlich entscheiden sich nur wenige für eine vegane Lebensweise. Die Angaben, wie viele Menschen sich vegan ernähren, schwanken zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent der Bevölkerung. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, sie lehnen alle tierischen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte und Zusatzstoffe ab.

Offenbar ist die vegane Lebensweise ein Entwicklungsprozess. Das schließt der aid infodienst e.V. aus den Ergebnissen einer Umfrage auf der Internetseite vegan.eu. Meist entscheiden sich die Menschen zunächst für eine vegetarische und später für eine vegane Ernährung. Bei vielen ändern sich die Gewohnheiten mit den Jahren: Je länger sie vegan essen, desto konsequenter achten sie im Alltag auf den Ausschluss von Tierprodukten und beziehen mehr Bereiche ein. Die Motivation macht einen deutlichen Unterschied: Wenn sich Menschen aus gesundheitlichen Gründen für die Lebensweise entscheiden, sind sie im Alltag weniger konsequent als Veganer mit tierethischen Motiven.

"Veggie-Produkte" liegen im Trend

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) wies in ihrem Consumer Index vom März 2015 zum Beispiel darauf hin, dass der Umsatz mit Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Brotaufstrichen stetig steigt. Gaben Kunden 2010 dafür nicht einmal 12,40 Euro im Jahr aus, waren es 2014 schon 19,13 Euro. Gleichzeitig schrumpft laut GFK die Nachfrage nach Wurst und Fleisch kontinuierlich. Besonders die jungen Konsumenten - sprich die Gruppe der unter 40-jährigen - trägt zu diesem Boom bei. Aktuell liegt ihr Anteil am Umsatz mit Veggie-Produkten bei 34 Prozent.

Fleischlos heißt aber nicht immer gleich gesund. Vegane Fertigprodukte sind oft nicht besser als das fleischhaltige Pendant, denn auch sie enthalten oft zu viel Fett (besonders gesättigte Fettsäuren) und Salz. Auch kommen viele Produkte nicht ohne Zusatzstoffe aus.

Vegan einkaufen – so erkennen Sie vegane Produkte

Der vegane Einkauf im klassischen Lebensmitteleinzelhandel kann sehr kompliziert sein. Denn bei Zusatz- und Hilfsstoffen muss nicht angegeben werden, ob es tierischen Ursprungs ist. Das V-Label bürgt für ein rein vegane Inhaltsstoffe.

Das V-Label wurde von der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) entwickelt. Die EVU ist eine Dachorganisation für Vegetarier-Vereine und Gruppen in Europa. Es ist eine international geschützte Marke, um vegetarische und vegane Lebensmitteln zu kennzeichnen. Das Label soll ermöglichen, vegetarische und rein pflanzliche (vegane) Produkte auf Lebensmittelverpackungen und Speisekarten schnell und eindeutig zu erkennen.

Weitere Labels, die für rein vegane Inhaltsstoffe stehen, sind Vegan Blume und die vegane Gesellschaft Deutschland. Mittlerweile gibt es in den großen Städten vegane Supermärkte. Mehr zum V-Label finden Sie im Anschluss unseres Beitrag unter „Weitere Informationen“.

IN FORM Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene

  • Hülsenfrüchte, Vollkorngetreideprodukte, einige Gemüse- und Obstarten (z.B. Spinat, Mangold, Fenchel, Erbsen, Schwarzwurzeln und Beerenobst) können zur Eisenzufuhr beitragen.
  • Die Eisenverfügbarkeit aus pflanzlichen Lebensmitteln (z.B. Hirse, Roggen, Blattgemüse, Bohnen, Linsen) kann durch Kombination mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln wie Orangensaft, roher Paprika oder einer Zitrusfrucht verbessert werden.
  • Hülsenfrüchte, Sojaprodukte sowie Nüsse (fein gemahlen) liefern Zink und Eiweiß.
  • Pflanzenöle wie Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl und Walnüsse (fein gemahlen) tragen zur Versorgung mit der essenziellen Alpha-Linolensäure bei, aus der der Körper - wenn auch nur in begrenztem Maße - die langkettigen Omega-3-Fettsäuren bilden kann.
  • Probieren Sie neue Getreidearten und Gemüsesorten aus und lassen Sie sich von Rezepten aus anderen Ländern und Kontinenten inspirieren.
  • Pflanzliche Proteine besitzen meist eine geringere Konzentration unentbehrlicher Aminosäuren als tierische. Kombiniert man verschiedene Eiweißträger (z.B. Getreide mit Hülsenfrüchten), erhöht das die biologische Wertigkeit des Eiweißes.

BioSpitzenköche präsentieren vegane Bioküche

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