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Frohe Ostern 2018

Osterzeit ist Eierzeit – IN FORM verrät Ihnen, was Sie über den Umgang mit Eiern im Haushalt wissen sollten. Die Redaktion wünscht schöne Feiertage.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Familie

Vater, Mutter und Kind beim Ostereier-Anmalen
Bunt verzierte Ostereier gehören zum Fest dazu - ob ausgeblasen als Deko oder zum Frühstück. Bild: detailblick-foto/stock.adobe.com

Eier sind gesund und enthalten neben Eiweiss viele Vitamine und Mineralstoffe. Zwar ist Eigelb recht fett- und Cholesterin-reich, aber die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat keine Einwände gegen den maßvollen Verzehr von Eiern.

Dr. Helmut Oberritter, Geschäftsführer der DGE, sagt: "Die Deutschen essen gerne Eier. Aktuell kommen bei ihnen in der Woche mehr als vier davon auf den Tisch. Auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse kann derzeit keine Obergrenze für den Verzehr von Eiern abgeleitet werden. Eier können, maßvoll genossen, Ihren Speiseplan ergänzen und Bestandteil einer vollwertigen Ernährung sein. Wenn gesunde Menschen - gerade jetzt zur Osterzeit - mehrere Eier verzehren, ist das durchaus akzeptabel", so Oberritter weiter.

Nach einer Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) aß jeder Deutsche im Schnitt 2017 230 Eier. Allerdings sollte man beim Umgang mit rohen Eiern ein wenig Vorsicht walten lassen – nicht nur, weil die Schale schnell bricht.

Ostereier gehören in den Kühlschrank

Eier gehören zu den empfindlichen Lebensmitteln. Rohe Eier sollten im Kühlschrank bei etwa 7 Grad Celsius gelagert werden. Eier haben eine natürliche Schutzschicht, die sie vor Keimen schützt. Waschen Sie deshalb Eier nicht ab, bevor Sie sie in den Kühlschrank sortieren.

Für Ostereier verwenden Sie möglichst ganz frische Eier. Kochen Sie Ostereier je nach Größe ungefähr zehn Minuten lang. Danach bitte nicht kalt abschrecken. Andernfalls könnten Keime von aussen durch kleine Risse in der Schale in das Innere des Eis gelangen. Gekochte Eier sollten Sie nach Möglichkeit im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von vier Wochen verbrauchen.

Benutzen Sie zum Färben von Ostereiern grundsätzlich geeignete Lebensmittelfarben (zu erkennen an den E-Nummern). Noch besser sind ganz natürlich Techniken wie das Färben mit Zwiebelschalen, Spinat, Roter Bete oder Rotkohlblättern.

Hart gekochte, bunt gefärbte Eier, wie es sie überall zu kaufen gibt, sind zusätzlich zur Farbe mit einem Schutzlack behandelt, der Keine abhalten soll. Diese Eier tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum, an dem Sie sich orientieren können. Allerdings sollten Sie auch gefärbten Eier im Kühlschrank aufbewahren und darauf achten, dass die Schale nicht beschädigt ist.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einige Hygienetipps zum Umgang mit Eiern zusammengestellt:

Frischetest

Auf den Verpackungen von Eiern ist immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben, nach dessen Ablauf Eier nur noch vollständig durch erhitzt als gekochtes Osterei, Rührei o.ä. gegessen werden dürfen. Ob ein Ei noch frisch ist, erkennen Sie am Schwimm-Trick: Frische Eier sinken in einem Glas voll Wasser nach unten. Je älter die Eier sind, desto weiter oben schwimmen sie. Das liegt daran, dass sie Luftkammer im Ei mit der Zeit größer wird und für mehr Auftrieb sorgt.

Vorsicht bei Speisen mit rohen Eiern

Tiramisu, Mousse au Chocolat, Majonäse … Es gibt eine Reihe von Speisen, die traditionell mit rohen Eiern zubereitet werden. Wegen der Gefahr einer Salmonellenbelastung auf der Schale und (seltener) im Inneren des Eis sollten vor allem empfindliche Menschen wie Kleinkinder, Schwangere, Kranke und Ältere darauf verzichten. Unser Tipp für alle: im Zweifel Alternativen bevorzugen!

Osterbastelei: Eier sicher auspusten

Das Anmalen und Basteln mit ausgeblasenen Eiern macht Kindern großen Spaß. Aber leider besteht auch hier die Gefahr, dass Eier mit Salmonellen verunreinigt sein können. Deshalb sollten Kinder unter fünf Jahren überhaupt nicht mit rohen Eiern in Kontakt kommen. Eine sogenannte Salmonellose mit Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen kann bei ihnen (wie bei den anderen empfindlichen Gruppen) deutlich schwerer verlaufen.

Das BfR empfiehlt, Eier vor dem Ausblasen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel zu waschen. Nach Möglichkeit sollten die Eier nicht direkt mit dem Mund ausgeblasen werden, sondern beispielsweise durch einen Strohhalm oder einen kleinen Blasebalg aus dem Bastelgeschäft.

Damit Kinder die Eierschalen später gefahrlos anmalen können, sollten Sie sie erneut von innen und aussen mit Wasser und Seife säubern. Die ausgeblasene Eimasse möglichst schnell weiterverarbeiten, etwa zu Rührei oder gut durchgebackenem Kuchen.

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