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Gestartet: Das IN FORM Projekt "Beratungskonzepte für Kita-Caterer"

Über hundert Caterer und Pädagogen besuchten die Auftaktveranstaltung und nutzten die Gelegenheit sich über kindgerechte Verpflegung zu informieren.

drei Kleinkinder sitzen freudig am Mittagstisch.
Essen in der Kita: Das tägliche Speisenangebot hat einen prägenden Einfluss auf das Essverhalten von Kindern. Bild: Andrey Kuzmin/adobe stock

Das IN FORM Projekt ist erfolgreich gestartet. Die Auftaktveranstaltung des Projektes fand am 3. November 2017 in Stuttgart statt, wozu die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.  Baden-Württemberg herzlich einlud. 

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL. Sie betonte in ihrem Grußwort die Bedeutsamkeit einer kindgerechten Ernährung für die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern. Auch Sarah Wiener, Starköchin aus Berlin, welche sich unter anderem für gesunde Kinderernährung und frühe Ernährungsbildung einsetzt, unterstrich diese Bedeutung in ihrem Beitrag "Praktische Ernährungsbildung und Kita-Catering gemeinsam denken". Im Rahmen ihres Vortrags plädierte sie für "die Revolution beginnt am Kochtopf".

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Projekt "Beratungskonzepte für Kita-Caterer". Alexandra Knauß und Marc Vollmer von der VNS-BW stellten dieses umfassend vor und gingen dann kurz auf die Auswahl der Pilotbetriebe und die nun beginnende aktive Phase ein. In dieser werden die 20 Pilotbetriebe individuell, hinsichtlich einer guten und vor allem kindgerechten Kitaverpflegung beraten. Die Grundlage des Beratungskonzeptes bildet der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder. Spannend zu hören war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Frage welche Beweggründe es für Caterer für eine Teilnahme als Pilotbetrieb am Projekt gab. Diese wurde von verschiedenen Pilotbetrieben, die vor Ort waren unterschiedlich beantwortet. So erhoffen sich die Betriebe eine Verbesserung Ihres Angebots hinsichtlich eines kindgerechten Essens, die Vorbereitung auf DGE- und BIOZertifizierungen sowie Vorteile bei der Kundenneugewinnung und Kundenbindung im Kitabereich.

Ein weiterer Themenblock der Veranstaltung beinhaltete Vorträge und Praxisbeispiele. Katrin Eitel, VNS-BW, gab einen Einblick zum Ist-Stand der Kitaverpflegung und ging dabei auf die damit verbundenen Diskrepanzen in der Praxis ein. Einen praktischen Einblick in die Bio-Zertifizierung und das Thema Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt Kita-Catering gab Dr. Susanne Nowitzki-Grimm, Training on Food. Den Abschluss des Tages bildeten drei Beispiele guter Praxis: Wolf Meyer-Plate mit Caduli- Catering, Holger Bornkessel mit pirrung monsterlecker und Magdalena Huber mit den Seniorendiensten St. Martin. Alle drei stellten Ihren Erfolgsweg zu einer guten Kitaverpflegung vor und machten den Teilnehmern Mut sich auf den Weg zu machen - es lohnt sich!

Projekt

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Ziel ist eine Verbesserung der Kitaverpflegung. Indirekt dient besseres Essen in der Kita aber auch der Ernährungsbildung für die Kleinsten. Das tägliche Speisenangebot in der Kita hat einen prägenden Einfluss auf Kinder. Denn vor allem in der Kindheit werden wichtige Weichen für eine gesundheitsförderliche Lebensweise gestellt.

Im Rahmen des Projekts finden u.a. Expertenworkshops zur IST-Situation, Optimierungsvorschläge und Inhouse-Treffen beim Caterer statt. Es erfolgt zudem eine Bedarfsanalyse. Das Speisenangebot soll dabei im Hinblick die "DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder" angepasst werden. Somit werden die Anforderungen an die Verpflegung der Kinder bezüglich altersspezifischer Vorgaben sowohl ernährungsphysiologisch als auch optisch und sensorische erfüllt. Zudem sollen alle Betriebe bezüglich einer DGE- und Bio-Zertifizierung sowie einer nachhaltigen Wirtschaftsweise beraten werden.  

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