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Macht Zucker krank?

Das richtige Maß finden – hier lesen Sie, wie Sie am besten mit der "süßen Versuchung" umgehen.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Allgemein

Verschiedene knallbunte Süßigkeiten
Auf das richtige Maß kommt es an - dann darf´s auch mal zuckersüß sein. Bild: 5seconds/stock.adobe.de

Bei manchen Schlagzeilen kann einen schon das schlechte Gewissen packen: Zucker macht krank, schlapp, fett und genauso süchtig wie Nikotin und Kokain. Solche Fundstellen spuckt Google nach Eingabe von "Zucker" in Kombination mit "Krankheit" aus. Gepriesen werden hingegen gesunde Alternativen, allen voran der Honig. Aber was ist dran an den Mythen rund um den Haushaltszucker?

In Ausgabe 3/2015 des Magazins "Kompass Ernährung" hat sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft der aktuellen Diskussion rund um "Die süße Versuchung" angenommen. Die Redaktion sprach mit Experten wie dem Präsidenten des Max Rubner-Instituts (MRI), Professor Gerhard Rechkemmer, über das richtige Maß im Umgang mit Zucker. Außerdem ging sie unter anderem der Frage nach, ob andere Süßungsmittel wirklich so viel besser sind als Zucker.

Tipp

Kompass Ernährung, Ausgabe 3/2015 "Die süße Versuchung" können Sie hier herunterladen

Klar ist, dass Überernährung mit massivem Konsum von Zucker – ob in Reinform, Softdrinks oder Keksen – auf die Dauer zu Übergewicht führt und den Zähnen schadet. Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zwischen dauerhaft zu viel Zucker und dem metabolischen Syndrom, bei dem Übergewicht, Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerten und Diabetes zusammen kommen. Insbesondere beim Entstehen des sogenannten „Alterszuckers“, dem Diabetes mellitus Typ 2, verdichten sich die Hinweise auf direkte und indirekte Effekte, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer Fachveröffentlichung beschreibt.

Doch auch wenn zu viel „normaler“ Zucker nicht gut für die Gesundheit ist, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nicht panisch werden. Es geht einfach darum, das richtige Maß zu finden. Dabei kann der Verzicht auf gezuckerte Getränke ein erster Schritt hin zu einer bewussteren, gesünderen Ernährung sein.

Haushaltszucker zu verteufeln oder gar den natürlichen Drang nach Süßem komplett zu unterdrücken, ist sicher keine Lösung. Was bei den meisten unweigerlich darauf folgen würde, wäre wahrscheinlich ein „Essanfall“ bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Um dem vorzubeugen, enthält der „Kompass Ernährung“ zwei Rezepte für nicht ganz so zuckrige Weihnachtsplätzchen.

Und die Alternativen wie Honig oder Agavensaft? Sind im Übermaß leider auch nicht besser als Zucker. 

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