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Wie gesund sind Milch und Milchprodukte?

Hoher Nutzen, geringes Risiko – das MRI hat die aktuellen Forschungsergebnisse gesichtet und bewertet. Hier die Stellungnahme.

Zum Thema Lebensmittel Für die Zielgruppe Allgemein

Diverse Milchprodukte
Das Max-Rubner Instiut hat den aktuellen Forschungsstand zur gesundheitlichen Bedeutung von Milch und Milchprodukten zusammengefasst. In seiner Stellungnahme kommt das MRI zu dem Schluss, dass es derzeit keine Hinweise auf Risiken durch den Verzehr in den empfohlenen Mengen gibt. Bild: Dmytro Sukharevskyy/fotolia

Stellungnahme des Max Rubner-Institut - Bundesforschungs-institut für Ernährung und Lebensmittel zur aktuellen Forschung

In einer rund 50-seitigen Stellungnahme hat das Max Rubner-Institut die aktuell zugänglichen Forschungsergebnisse zu gesundheitlichen Wirkungen von Milch und Milchprodukten ausführlich dargestellt und bewertet. Zunächst werden die Inhaltsstoffe der Milch im Einzelnen beschrieben, dann diese ernährungsphysiologisch bewertet. Zuletzt geht es um den Zusammenhang von Milchverzehr und Krankheitsrisiken – ergänzend dazu am Ende auch um Mythen zu diesem Thema. Für alle, die die Bewertung durch das MRI im Detail nachvollziehen möchten, ist eine Liste der Publikationen zum Thema ebenso angefügt wie die wesentlichen Daten in Tabellenform.

Keine gesundheitlich nachteiligen Wirkungen bekannt

Bekanntermaßen stellen Milch und Milchprodukte eine günstige Quelle für einige essenzielle Nährstoffe dar. Unter den heutigen Ernährungsbedingungen sind Milch und Milchprodukte für die Versorgung mit Kalzium sowie weitere Mikronährstoffe wichtig.

Charakteristisch für diese Lebensmittelgruppe ist die einzigartige Zusammensetzung des Milchfetts. Nachdem das Milchfett auf Grund des hohen Gehaltes an gesättigten Fettsäuren lange Zeit als ernährungsphysiologisch ungünstig eingestuft wurde, erfolgt nach Angaben des Max-Rubner Institus gegenwärtig eine Neubewertung.

Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass der übliche Verzehr von Milch und Milchprodukten entweder neutral ist bezüglich dem Risiko für verschiedene Krankheiten oder mit einem geringeren Erkrankungsrisiko assoziiert ist (z. B. KVE, Bluthochdruck, Diabetes). Lediglich für Prostatakrebs geht ein sehr hoher Verzehr mit einem erhöhten Risiko einher. Darüber hinausgehend sind in der Literatur keine gesundheitlich nachteiligen Wirkungen dieser Lebensmittelgruppe bekannt.

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