Wissen

Informationsportal rund um Allergien

Bundesgesundheitsministerium und Helmholtz Zentrum München starten onlinebasiertes Informationsangebot.

Zum Thema Ernährung Gesundheit Für die Zielgruppe Allgemein

Mann schneuzt sich in ein Taschentuch, im Hintergrund Bäume.
Pünktlich zum Beginn der Heuschnupfensaison ging der Allergieinformationsdienst online. Bild: Robert Kneschke/fotolia

Pünktlich zum Beginn der Heuschnupfensaison ging in München Mitte März 2017 der Allergieinformationsdienst (www.allergieinformationsdienst.de) online. Das Angebot wurde vom Helmholtz Zentrum München im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entwickelt und ist Teil eines Forschungsprojekts zur Erstellung und Evaluierung eines qualitätsgesicherten und allgemeinverständlichen Informationsangebots zum Thema Allergien.

Ein Teil der Inhalte stammt aus einem früheren Allergie-Portal des damaligen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (heute BMEL). Die Informationen auf der Internetseite etwa zu Krankheitsbildern und Therapien werden in den nächsten zwei Jahren nach und nach weiter ausgebaut.

Geplant sind ausserdem ein monatlicher Newsletter, eine Nachrichten-App, Erklärvideos und eine Plattform für klinische Studien. Darüber hinaus lädt der Allergieinformationsdienst zu Patiententagen ein. In Vorträgen werden Allergologinnen und Allergologen Vorträge zum aktuellen Stand des Wissens halten und als Experten Betroffenen und Angehörige individuellen Fragen beantworten.

"Information stärkt Patientinnen und Patienten"

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt dazu: "Mehr als jeder Fünfte leidet in Deutschland unter eine Allergie. Gerade jetzt in der Pollenzeit erleben besonders viele Menschen, wie belastend Allergien sein können und wie sie das tägliche Leben auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Der neue Allergieinformationsdienst im Internet bietet eine wertvolle Orientierungshilfe zum Thema Allergien. Damit stärken wir durch verbesserte Informationen die Patientinnen und Patienten und bringen Prävention und Versorgung weiter voran."

"Wissen direkt aus der Wissenschaft weitergeben"

Professor Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrum München: "Trotz des drastischen Anstiegs allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten ist deren Erforschung bislang nur unzureichend vorangekommen. Das Helmholtz Zentrum München hat zusammen mit seinen Partnern ein Allergieforschungsprogramm entwickelt und wird dessen Umsetzung in den nächsten Jahren voranbringen. In diesem Zuge ist es uns ein großes Anliegen, mit dem Allergieinformationsdienst das Wissen aktuell, unabhängig und direkt aus der Wissenschaft weiterzugeben an die Betroffenen, für die wir letztendlich forschen."