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Studie zur Schulverpflegung

Die bundesweite Studie „Verpflegung in Schulen“ zeigt die aktuelle Sitation und leitet daraus Schritte zur Verbesserung ab.

Zum Thema Gemeinschaftsverpflegung Für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche

Cover der Studie zur Schulverpflegung. Bild: BMEL

Wie gut ist das Schulessen in Deutschland? Diese Frage hat die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) in der bundesweiten Studie „Qualität der Schulverpflegung“ (2014) untersucht. Erste Ergebnisse stellte Studienleiterin Prof. Ulrike Arens-Azevedo auf der Bundeskongress Schulverpflegung im November 2014 vor. Ziel war, die aktuelle Situation abzubilden und daraus Schritte abzuleiten, wie das Schulessen kontinuierlich verbessert werden kann.

Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt – im Rahmen von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Die HAW hat dazu Schulleitungen und Schulträger sowie Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt. Den aus einer Zufallsstichprobe von 489 ausgewählten Schulträgern ging der Fragebogen per E-Mail zu. Aus einer Zufallsstichprobe von 10.056 Schuladressen (Ganztagsschulen und Gymnasien) befragte die HAW die Schulleitungen mittels eines programmierten Onlinefragebogens mit überwiegend geschlossenen Fragen. Hatten die Schulleitungen zugestimmt, wurden auch die Schülerinnen und Schüler des Primar- und Sekundarbereichs befragt.

Die teilnehmenden Schulleitungen bat die HAW darüber hinaus um die Zusendung eines Speiseplans ihrer Schule, bestehend aus vier zusammenhängenden Wochen (entspricht 20 Verpflegungstagen). Die Speisepläne bewertete die HAW nach den Kriterien des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung.

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Die wichtigsten Ergebnisse

  • Zwar kennt mehr als die Hälfte der befragten Schulleitungen den DGE-Qualitätsstandard. Aber: Nur in etwa der Hälfte der Schulen, in denen der Standard bekannt ist, wird dieser nach Aussage der Schulleitungen auch umgesetzt
  • Eine Qualitätskontrolle findet nach Aussage der Schulträger nur selten statt (27,7 %). Und  vertragliche Regelungen zur Qualität des Schulessens auf der Basis eines Leistungsverzeichnisses liegen nur in den Stadtstaaten zu 100 Prozent vor.
  • Ein von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und den Vernetzungsstellen  Schulverpflegung empfohlener Verpflegungsausschuss, der sich um das Schulessen kümmern sollte, wird selten genannt (6,9 %). Aber in 29,1 Prozent der Schulen gibt es einen anders benannten Ausschuss, der vermutlich die gleichen Aufgaben übernimmt.
  • Nur in 39 Prozent der Schulen dauert die Mittagspause länger als 45 Minuten, wie es die DGE mindestens empfiehlt.
  • Schüler bewerten das Schulessen mit „gut“ bis „befriedigend“. Insgesamt geben die über 12.500 befragten Schülerinnen und Schüler dem Schulessen (inkl. Atmosphäre) die Durchschnittsnote 2,5 im Primarbereich und 2,6 im Sekundarbereich. Je älter die Schülerinnen und Schüler sind, desto seltener essen sie in der Schule zu Mittag

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