Wissen

Was kostet ein Essen in der Schule?

Die "Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS-Studie)" soll für Transparenz bei den Kosten des Schulessens sorgen.

Zum Thema Gemeinschaftsverpflegung Für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche

Drei Jungen stehen an der Essensausgabe einer Mensa. Einer nimmt seinen Teller entgegen
Eine aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) untersucht die Kosten des Schulessens in Deutschland. Bild: WavebreakMediaMicro / stock.adobe.com

Wo fallen welche Kosten im Rahmen der Schulverpflegung an? Wie wirkt sich die Umsetzung des „DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ auf die Kosten aus? Wie kann der Schulträger die Schulverpflegung wirtschaftlich gestalten? Diesen und weiteren Fragen geht eine aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach.

Die Studie wird in Abstimmung mit dem Nationalen Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) und im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft als Teil von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ durchgeführt. Die Ergebnisse der „Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS-Studie)“ sollen im Herbst 2018 vorliegen.

Um die Grundlage für die Diskussion rund um Kosten und Preise in der Schulverpflegung zu verbessern, soll die Studie:

  • Preis- und Kostenstrukturen anschaulich darlegen,
  • den Einfluss der Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards sowie
  • die Kosten und Wirtschaftlichkeit verschiedener kommunaler Konzepte für die Schulverpflegung aufzeigen und
  • Empfehlungen für Schul- und Sachaufwandsträger sowie Essensanbieter ableiten.

KuPS-Studie untersucht Kosten und Wirtschaftlichkeit in der Schulverpflegung

Die Preise für ein ausgewogenes Mittagessen sind abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen in der Schule, wie z. B. dem Verpflegungssystem oder der Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die dort essen. In einem ersten Schritt sollen Modellrechnungen die Kosten für Lebensmittel, Personal, Strom, Wasser etc. aufzeigen. Die Ergebnisse werden auch mit Essensanbietern diskutiert und reflektiert.

Einige Bundesländer haben für ihre Schulen bzw. deren Essensanbieter festgelegt, dass der „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ umzusetzen ist. Steigen durch die Umsetzung dieses Instruments die Kosten? Diese Frage wird immer wieder kontrovers diskutiert und steht daher bei der Durchführung der Modellrechnungen im Fokus.

In einem zweiten Schritt werden die kommunalen Konzepte für die Organisation der Schulverpflegung in Hinblick auf Kosten und Wirtschaftlichkeit betrachtet. Hierzu werden auf Basis einer Schulträger-Befragung Konzepte für die Schulverpflegung ausgewählt und die jeweiligen Kosten mithilfe von Modellrechnungen ermittelt. Anschließend werden die Ergebnisse mit Schul- und Sachaufwandsträgern diskutiert sowie in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit beurteilt.

Studienbegleitend wird eine externe Prozessevaluation durchgeführt. Gegenstand der Evaluation sind Modelle und Methoden der Datenerfassung und -bewertung. Die Ergebnisse der Evaluation sind Teil des Abschlussberichts.

Ansprechpartnerinnen

M. Ernestine Tecklenburg
Prof. Dr. Margit Bölts

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.

Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel. 0049 228 3776 862

E-Mail: tecklenburg@dge.de

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

Serie zur Serie
Schultafel, davor blaue Brotdose, Banane und Apfel

Vernetzungsstellen Schulverpflegung

Besseres Essen für Kitas und Schulen! Die Vernetzungsstellen in den Bundesländern beraten Verantwortliche, Caterer und Eltern rund um gesunde Mahlzeiten.

Weitere Inhalte zum Thema Gemeinschaftsverpflegung für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche