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Wie sind die Deutschen mit Nährstoffen versorgt?

13. DGE-Ernährungsbericht untersucht Versorgung mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Allgemein

Drei Männer und eine Frau vor einer blauen Wand
Chefredakteur Prof. Dr. Peter Stehle, Bundesernährungsminister Christian Schmidt, DGE-Präsidentin Prof. Ulrike Arens-Azevêdo und DGE-Geschäftsführer Dr. Helmut Oberritter (v.l.) bei der Vorstellung des 13. DGE-Ernährungsberichts, Bild: BMEL/phothek.net/ Michael Gottschalk

Für den 13. DGE-Ernährungsbericht hat die bundesweite "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS) repräsentative Daten für die Versorgung mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod vorgelegt. Die Daten beruhen auf klinisch-chemischen Analysen von Blut- und Urinproben, die eine zuverlässige Beurteilung der Nährstoffversorgung ermöglichen.

  • Die Vitamin-D-Versorgung der deutschen Bevölkerung ist insgesamt nicht ausreichend. Rund 1/3 sind mit Serumkonzentrationen von < 30 nmol/l 25-Hydroxyvitamin-D mangelhaft versorgt und nur knapp 40 Prozent ausreichend.
  • Mit Folat sind 86 Prozent adäquat versorgt.
  • Auch die Kaliumversorgung ist sichergestellt.
  • Für 30 Prozent der Erwachsenen ist die Jodversorgung noch verbesserungswürdig.
  • Mit Natrium sind fast alle mehr als ausreichend versorgt. Bei 90 Prozent der Frauen und 93 Prozent der Männer liegt die Natriumzufuhr über dem Referenzwert. Mit im Mittel umgerechnet 9 bzw. 10 g/Tag nehmen sie auch zu viel Speisesalz auf.

Eine ausreichende Nährstoffversorgung lässt sich am einfachsten durch eine ausgewogene und vollwertige Ernährung in Form einer abwechslungsreichen Mischkost erzielen, die zum größten Teil aus pflanzlichen (Getreide, Gemüse, Obst) und zum kleineren Teil aus tierischen Lebensmitteln (Milch, Fisch, Eier und wenig Fleisch) besteht.

Tipps

Die DEGS-Studie ist Teil des Gesundheitsmonitorings des Robert-Koch-Instituts. Die erste Erhebungswelle (DEGS1), an der 7 988 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren teilnahmen, wurde von 2008 bis 2011 durchgeführt.

Wer auf eine ausgeglichene Ernährungsbilanz achtet, kommt besser durch den Tag. Das gelingt am besten mit reichlich Gemüse, Obst und Vollkorn. Vollwertig, was steckt dahinter?

 

 

13. DGE-Ernährungsbericht

Seit 1969 dokumentieren die DGE-Ernährungsberichte auf der Basis fundierter Beschreibungen und Bewertungen die aufgetretenen Veränderungen der Ernährungssituation in Deutschland. Diese Dokumentation und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen sind eine wichtige Grundlage für die Ernährungs- und Gesundheitspolitik.

Der vorliegende Bericht beschreibt traditionell langfristige Ernährungstrends anhand der Daten der Agrarstatistik, analysiert die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit ausgewählten Nährstoffen und schreibt die Entwicklung der Verbreitung von Übergewicht über die gesamte Lebensspanne fort. Auch eine evidenzbasierte Bewertung des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Krebskrankheiten, Diabetes mellitus Typ 2 sowie kardiovaskulären Krankheiten erfolgt. Ein Schwerpunkt in diesem Ernährungsbericht liegt auf der stark an Bedeutung zunehmenden Gemeinschaftsverpflegung: Zwei Studien haben untersucht, welchen Einfluss die DGE-Qualitätsstandards auf die Verpflegung in Kindertagesstätten und stationären Senioreneinrichtungen haben. Beide zeigen, dass der DGE-Qualitätsstandard sich positiv auf das Verpflegungsangebot auswirkt.

"Damit unterstreicht der 13. DGE-Ernährungsbericht das Potenzial und die Bedeutung von Maßnahmen, die dazu beitragen, dass mehr Menschen von einem vollwertigen Essensangebot in der Gemeinschaftsverpflegung  profitieren", sagt DGE-Präsidentin Prof. Ulrike Arens-Azevêdo.

Tipps

Der Bericht ist unter der Artikel-Nr. 216300 zum Preis von 32,00 EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService erhältlich. Der Band beinhaltet den DGE-Ernährungsbericht auch auf CD-ROM und ist ebenso über den Buchhandel (ISBN: 978-3-88749-256-4) zu beziehen.

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