Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Auch in Deutschland werden Erbsen, Bohnen und Lupine immer beliebter. So sind die Anbauflächen und Erntemengen von Körnerleguminosen (großkörnige Hülsenfrüchte) in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen.
Als Lebensmittel sind sie vielfältig einsetzbar, schmackhaft, sättigend und vor allem gesund. Insbesondere ihr hoher Eiweißgehalt macht sie zu einer wichtigen Alternative zu tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO hat die 10 wichtigsten Gründe zusammengestellt, weshalb Hülsenfrüchte so wichtig für die Ernährung sind.
Lektine sind eine Gruppe von Proteinen, die natürlicherweise in vielen Pflanzen vorkommen, so in Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse. Sie schützen Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten. Die meisten Lektine sind unschädlich. Einige Lektine, die vorwiegend in rohen Hülsenfrüchten enthalten sind, können jedoch Magen-Darm-Symptome verursachen und Auswirkungen auf das Immunsystem haben. Ordnungsgemäß verarbeitete und zubereitete Hülsenfrüchte stellen im Zusammenhang mit Lektinen kein Risiko dar.
Wissenschaftler der EFSA (European Food Safety Authority - Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) untersuchten die Auswirkungen durch das Lektin Phytohämagglutinin (PHA) auf Verbraucherinnen und Verbraucher. PHA ist in Bohnen enthalten und das giftigste Lektin in häufig konsumierten essbaren Pflanzen. Zu den Symptomen, die mit dem Verzehr von rohen oder nicht ausreichend gekochten Hülsenfrüchten in Verbindung stehen, gehören Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall.
Die wirksamste Methode, um den Großteil der Lektine in Hülsenfrüchten zu reduzieren, besteht darin, sie 6 bis 12 Stunden lang in Wasser einzuweichen, bis sie weich sind, dann das Wasser zu wechseln und sie mindestens eine halbe Stunde lang bei 100 °C zu kochen. Da die Zubereitungszeiten von der jeweiligen Hülsenfruchtsorte abhängen, empfiehlt es sich, sie so lange zu kochen, bis sie weich sind. Andere Zubereitungsmethoden wie Dämpfen, Garen in der Mikrowelle und Braten erwiesen sich als weniger effektiv.
Die Vereinten Nationen haben den 10. Februar zum weltweiten Tag der Hülsenfrüchte erklärt. Damit knüpfen sie an die erfolgreiche Kampagne der Welternährungsorganisation FAO für gesunde, nahrhafte und proteinreiche Leguminosen im Jahr der Hülsenfrüchte 2016 an. Hülsenfrüchte, so die FAO auf ihren Internetseiten, sind unsere leckeren Verbündeten, mit denen wir Lebensmittelsicherheit erlangen, Mangelernährung reduzieren und eine Welt ohne Hunger schaffen („They are our delicious ally in achieving food securitiy, reducing malnutrition an creating a #ZeroHunger world.“)
Quelle: Food and Agriculture Organization oft the United Nations - FAO