Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

Saisonal und regional einkaufen

Den heimischen Anbau unterstützen und bewusst genießen – der Beitrag liefert praxisnahe Tipps für Ihren nächsten Einkauf. Wenn heimische Obst- und Gemüsesorten Saison haben, sind sie immer die erste Wahl. Mit Hilfe des Saisonkalenders des Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) können Sie die Vorteile saisonaler Produkte nutzen.

Würfel zeigen die Worte regional/saisonal
Bild: H Frank / stock.adobe. com

Ob Erdbeeren im Frühsommer oder Kürbis im Herbst - jede Obst- und Gemüseart hat ihre Hauptsaison, in der die Ware besonders reichlich am Markt angeboten wird. Das gilt für heimische, aber auch für Importware. Auch wenn es heute den Anschein hat, dass alle Sorten das ganze Jahr verfügbar sind, lohnt es sich, saisonal zu kaufen. 

Wer häufig Produkte aus der Region verwendet, spart nicht nur Geld, sondern unterstützt auch heimische Betriebe. Bei der Planung Ihres Einkaufs unterstützt Sie der Saisonkalender des BZfE.

Gute Gründe für den saisonalen Einkauf

1. Kurze Wege – gut für Umwelt und Klima 

Saisonal einkaufen heißt oft auch, in der Region einkaufen. Das liegt an den kurzen Transportwegen. Außerdem spielen die Art des Transportmittels (Flugzeug, LKW, Bahn, Schiff), die Anbauart (Freiland oder unter Glas) und die Lagerbedingungen eine große Rolle für die Ökobilanz. Das Label Regionalfenster des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) kann helfen, regionale Produkte schneller zu finden. Weitere Informationen zum Label finden Sie weiter unten im Beitrag.

Auch bei den Importen gibt es Unterschiede bezüglich der Transportdauer und -wege. Wenn Sie die Wahl zwischen Früchten aus Übersee und solchen aus Südeuropa haben, sollten Sie möglichst die europäische Ware wegen der kürzeren Transportwege bevorzugen. Mandarinen aus Spanien sind kürzer unterwegs als solche aus Marokko. 

2. Beste Reife – bester Geschmack

Bei der Auswahl von frischem Obst und Gemüse lohnt ein Blick auf den Saisonkalender, um zu sehen, welche Sorten gerade Saison haben. In der Haupterntezeit sind Früchte besonders aromatisch und saftig und brauchen keine Nachreifungszeit. Kurze Transportwege von maximal 100 Kilometern gewährleisten, dass die Früchte im besten Zustand auf den (Groß-)märkten angeliefert werden und beim Kunden zu Hause landen. Oft werden zum Beispiel Erdbeeren vom Bauern in der Nähe in den Sommermonaten an kleinen Ständen neben der Straße angeboten oder sind im Supermarkt erhältlich.

Das gilt übrigens auch für Importware: In ihren Herkunftsländern haben die meisten exotischen Früchte und Gemüsesorten ebenfalls eine Hauptsaison. Mandarinen und Orangen schmecken zum Beispiel von Dezember bis März am besten.

4. Günstigere Preise

Für saisonale Früchte und Gemüsesorten spricht, dass die Preise in der Haupt-Erntezeit meist am niedrigsten sind. Das große Angebot drückt die Preise. Wer sich an die Erntezeiten in der Region anpasst, spart Geld.

5. Vielfalt aus der Region entdecken

Mit dem Kauf von regionalem Obst und Gemüse unterstützen Sie die Landwirtschaft in Ihrer Nähe. Wenn Sie zum Beispiel auf einem Wochenmarkt einkaufen, erfahren Sie im Gespräch mehr über die Pflanzen und ihre Eigenheiten. Neben dem Geschmack erhalten Sie dadurch ein besonderes Gefühl für den Wert der Lebensmittel. 

6. Abwechslung auf den Teller - Neues entdecken 

Mit dem Griff zu saisonalem Obst und Gemüse bringen Sie nicht nur Abwechslung in ihren täglichen Speisenplan, sondern lernen vielleicht nicht mehr so geläufige Gemüsearten wie Mangold oder Schwarzwurzel kennen. So fördert das regionale Einkaufen wiederum den heimischen Anbau und damit den Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln in Deutschland. 

Der BZfE-Saisonkalender - auch als App

Der Saisonkalender des Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hilft Ihnen, Obst- und Gemüsesorten genau dann zu kaufen, wenn das Angebot besonders groß ist. Übersichtlich dargestellt, können Sie auf den ersten Blick erkennen, wann die Haupt-Saison für einheimische und importierte Ware ist. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) bietet den Saisonkalender als Poster, im praktischen Taschenformat oder als App an – so behalten Sie den Überblick auch direkt beim Einkauf.

IN FORM Tipps für Ihren nächsten Einkauf

Oft fällt es nicht leicht, saisonale und regionale Produkte zu finden und damit den regionalen Anbau von Lebensmitteln zu unterstützen. Unsere Tipps geben Orientierung: 

  1. Das vom BMLEH ins Leben gerufene „Regionalfenster“ kann hier helfen. Das Label zeigt an, woher die Lebensmittel kommen, wo sie verpackt wurden und wie hoch der regionale Rohstoffanteil in einem Produkt ist. Mehr als 5.900 Produkten sind schon mit dem Regionalfenster ausgezeichnet. 
  2. Auch im Supermarkt oder Discounter finden Sie eine Vielzahl regionaler Produkte. Dazu gehören vor allem frisches Obst und Gemüse oder Eier, Milch und Milchprodukte. Sie erkennen die Produkte am Hinweis „aus der Region“.
  3. Geschäfte im Lebensmitteleinzelhandel haben zum Teil Kooperationen mit lokalen Erzeugern, wie Imkern oder Bauernhöfen. Schauen Sie bei ihrem Supermarkt oder Discounter oder fragen Sie dort nach.
  4. Wenn Sie bezüglich der Herkunft von Produkten, beispielsweise beim Kauf von Fleisch an der Bedientheke, unsicher sind, fragen Sie nach, woher die Produkte kommen. 
  5. Für Brot und Backwaren lohnt ein Gang zum Wochenmarkt oder der kleinen Bäckerei in der Nähe.

Links

Das könnte Sie auch interessieren

Letzte Änderung dieser Seite am 16.03.2026