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Eine Bestandsaufnahme des Bundesgesundheitsministeriums zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen zeigt, dass viele Kinder und Jugendliche das empfohlene tägliche Aktivitätsniveau unterschreiten. Programme der gesetzlichen Krankenkassen verdeutlichen zugleich, dass regelmäßige und klar strukturierte Sportangebote die motorische Leistungsfähigkeit verbessern, Stress abbauen und soziale Kompetenzen fördern. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass Schülerinnen und Schüler besonders dann profitieren, wenn sportliche Angebote verlässlich zugänglich sind und unterschiedliche Interessen ansprechen.
Aus dem Schulalltag ist bekannt, dass kurze aktive Sequenzen die Lernatmosphäre spürbar stabilisieren und sportliche Angebote zu einer stärkeren Einbindung der Jugendlichen beitragen. Forschungsergebnisse bestätigen solche Beobachtungen, sodass gilt: Bewegung wirkt motivierend, ausgleichend und verbindend.
In vielen Schulen wird Bewegung heute ganzheitlich gedacht. Dabei wird Bewegung nicht nur im Unterricht und in den Pausen, sondern auch in AG-Strukturen und in Kooperation mit Vereinen und kommunalen Partnern angeboten. Erfahrungen zeigen, dass verlässliche und niedrigschwellige Formate wie Aktivpausen, Trendsportangebote oder sportorientierte Projektwochen einen großen Beitrag dazu leisten, Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Sogenannte “Bewegte Schulen” entwickeln daraus ein Profil, das unterschiedliche Altersgruppen anspricht: von spielbetonten Angeboten in der Grundschule bis zu gesundheitsorientierten oder sportartspezifischen Formaten in der Sekundarstufe.
Viele Lehrkräfte binden kurze Bewegungssequenzen in ihren Unterricht ein, um Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft zu unterstützen. Diese Sequenzen reichen von kleinen koordinativen Aufgaben über standortflexible Lernformen bis zu aktiven Arbeitsweisen, die Bewegung als Bestandteil des Lernens nutzen.
Strukturierte Pausenangebote wie Bewegungsstationen, markierte Spielfelder auf den Pausenhöfen oder Geräteausleihen erhöhen die Aktivität in den unterrichtsfreien Zeiten. Materialien wie Springseile, Bälle oder Balanceelemente zeigen eine hohe Nutzungsfrequenz. Zudem erleichtern sichtbare Zonierungen auf dem Schulgelände die Orientierung und fördern selbstständige Aktivität.
Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtkurse bieten Raum für individuelle sportliche Interessen. Schülerinnen und Schüler lernen dadurch verschiedene Sportarten kennen, vertiefen Fähigkeiten oder probieren Trendsportarten wie Parkour, Frisbee oder Streetball aus. Solche Angebote fördern die Selbstwirksamkeit im Umgang mit dem eigenen Körper und die Motivation.
Der Ganztag bietet zusätzliche Zeitfenster für Bewegungs- und Sportangebote. Schulen integrieren dort häufig Trainerstunden, modulare Sportkurse oder thematische Reihen. Diese Strukturen ermöglichen eine stärkere Verzahnung zwischen schulischem Lernen und sportlicher Aktivität.
Sport- und Bewegungstage, Projektwochen oder themenspezifische Aktionen bieten Schülerinnen und Schülern besondere Erfahrungsräume. Sie ermöglichen es, Sport und Bewegung in einem erweiterten Kontext wahrzunehmen. Viele Schulen entwickeln aus solchen Formaten langfristige Projekte oder Schwerpunkte.
Im Folgendem werden altersgerechte Praxisimpulse kurz skizziert – von spielerischen Grundschulangeboten über kreative Bewegungsangebote in der Sekundarstufe I bis zu individuellen Bewegungsformaten der Sekundarstufe II.
Jüngere Kinder profitieren von spielorientierten Sportangeboten, Motorik-Parcours, rhythmischen Übungen oder leicht verständlichen Ballspielen. Niedrigschwellige Formate erleichtern es, alle Kinder einzubeziehen.
In dieser Altersgruppe gewinnen kreative, gruppendynamische und trendbezogene Sportangebote an Bedeutung. Jugendliche nutzen Angebote stärker, wenn sie Wahlmöglichkeiten haben und eigene Interessen einbringen können.
Hier stehen individualisierte und gesundheitsorientierte Bewegungsformate im Mittelpunkt. Schulen setzen zunehmend auf Fitnessmodule, Outdoor-Angebote oder sportwissenschaftlich orientierte Lernformate.
Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen erweitern das Spektrum sportlicher Aktivitäten deutlich. Viele Schulen machen die Erfahrung, dass qualifizierte Trainerinnen und Trainer sowie vereinsgebundene Angebote zu einer spürbaren Erweiterung der Angebotslandschaft im schulischen Raum beitragen.
Schulen profitieren von den Anlaufstellen des organisierten und kommunalen Sports:
Kooperationen mit Sportvereinen können sehr unterschiedlich gestaltet sein: ob regelmäßige AGs mit Vereinsbeteiligung, Trendsportmodule, themenspezifische Projektwochen, Schnupperangebote in Sportarten oder Veranstaltungen im Ganztag. Oft entstehen auch langfristige Partnerschaften, in denen Vereinstrainerinnen und -trainer das schulische Angebot ergänzen.
Das RKI-Themenblatt Maßnahmen der GKV zur Bewegungsförderung in Schulen liefert einen Überblick über die Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen von Schulen bei der Entwicklung von Bewegungs- und Sportangeboten.
Die Bestandsaufnahme zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen des Bundesgesundheitsminiteriums fasst zentrale Erkenntnisse zusammen, die helfen können, Angebotsstrukturen zu vergleichen und weiterzuentwickeln.
Das Portal uebergewicht-vorbeugen.de stellt alltagsnahe Ideen bereit, die als Ergänzung zu bestehenden sportlichen Angeboten genutzt werden können.
Hier geht es zum Quiz Welcher Bewegungstyp bist du?