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Ideen für mehr Bewegung im Schulalltag

Viele Kinder bewegen sich zu wenig. Schulen haben großes Potenzial, das zu ändern - mit bewegtem Unterricht, aktiven Pausen, Projektwochen, Ausflügen und Arbeitsgruppen (AGs). In unseren Beitrag stellen wir Ihnen verschiedene Bereiche der Bewegungsförderung in Schulen mit konkreten Beispielen vor.

Schulkinder, die mit Sportsachen eine Treppe herunterkommen.
Bild: Zamrznuti-tonovi / stock.adobe.com

Bewegung fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch Lern- und Konzentrationsprozesse bei Kindern und Jugendlichen. Studien belegen, dass körperliche Aktivität positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Dennoch bleibt in Deutschland ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler zu bewegungsarm und erfüllt nicht die empfohlenen 90 Minuten Bewegung täglich. Schulen bieten ideale Möglichkeiten, diesem Mangel entgegenzuwirken und Bewegung in den Schulalltag zu integrieren. Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung empfehlen, dass solche Angebote verstärkt in verschiedenen Lebensbereichen, wie der Schule, verankert werden.

Mögliche Bereiche der Bewegungsförderung in Schulen

Nachfolgend geben wir einen strukturierten Überblick über Handlungsfelder, in denen Schulen aktiv werden können. Wir zeigen Praxisideen, Chancen und Herausforderungen:

Bewegter Fachunterricht/Bewegung im Fach

Nicht nur der Sportunterricht, sondern auch andere Fächer wie Mathematik, Deutsch, Naturwissenschaften etc. können bewegter gestaltet werden, z.B. durch Bewegungspausen, Lernstationen mit Bewegung, “Kooperationswege” (Schülerinnen/Schüler laufen zu Mitschülerinnen/Mitschülern, um Infos zu holen), Steh- oder Laufphasen im Unterricht.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) empfiehlt, den Unterricht regelmäßig mit kurzen Bewegungspausen zu durchbrechen (z.B. “Flitzepausen”) und mehr Bewegung in sonst sitzenden Phasen einzubauen. 

Projektwoche/bewegte Aktionswochen

Eine Projekt- oder Aktionswoche bietet Schulen die Möglichkeit, das Thema Bewegung gezielt in den Mittelpunkt zu rücken. Mit abwechslungsreichen Thementagen wie “Tägliche Bewegung”, “Ball- und Spieltag”, “Aktiver Schulweg” oder einem Bewegungsparcours lassen sich Motivation und Beteiligung der Schülerinnen und Schüler besonders gut fördern. Sie können eigene Projekte entwickeln, Präsentationen vorbereiten oder an Bewegungschallenges teilnehmen - und so das Thema aktiv mitgestalten.

Solche Aktionsformate setzen sichtbare Impulse, bringen Abwechslung in den Schulalltag und schaffen ein Bewusstsein für die Bedeutung von Bewegung.

Bewegte Mittagspause/Bewegungspausen

In der Mittags- oder großen Pause können Schulen gezielt Bewegungsangebote schaffen, z.B. durch Bewegungs-AGs, Spielangebote, Parcours, Spielekisten mit Materialien (Bälle, Seile, Reifen), offene Bewegungsflächen und Bewegungsbereiche auf dem Schulhof. Auch kurze Bewegungseinheiten zwischen Unterrichtsblöcken sind wirksam. Besonders bei Doppelstunden oder wenn kein Raumwechsel stattfindet, lassen sich solche aktiven Pausen gut umsetzen. Wichtig ist dabei, dass Pausenaufsichten eingebunden sind, zum Beispiel Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, engagierte Schülermentorinnen und -mentoren, genügend Materialien und Flächen zur Verfügung stehen und die Angebote abwechslungsreich gestaltet werden, damit Kinder und Jugendliche Freude an der Bewegung finden.

Ausflüge und bewegte Lernorte

Ausflüge, Exkursionen oder Unterrichtsgänge außerhalb des Schulgebäudes ermöglichen Bewegung und Lernen in anderen Umgebungen: Waldspiele, Orientierungsläufe, Stadtrallyes mit Bewegungsaufträgen, Schulwege zu Fuß oder mit dem Rad und Bewegungsprojekte in der Natur schaffen nachhaltige Erlebnisse und fördern die Motivation. Diese Aktionen erweitern den Bewegungsraum der Schule und stärken das Bewusstsein für aktive Mobilität.

Arbeitsgemeinschaften/außerschulische Bewegungsangebote

Arbeitsgemeinschaften (kurs: AGs) mit Bewegungs- und Sportbezug am Nachmittag, beispielsweise Ballspiele, kreative Bewegungsspiele, Tanzen oder Freizeit-Sportarten müssen nicht immer streng leistungsorientiert ablaufen, sondern sollen den Spaß an Bewegung wecken und fördern. Kooperationen mit Sportvereinen oder externen Anbietern erweitern das Angebot und stärken die Verbindung zwischen Schule und Sport. Solche AGs schaffen zusätzliche Bewegungszeit, bieten eine große Vielfalt an Aktivitäten und fördern langfristige Motivation. Diese Bewegungsangebote können zum Beispiel durch Fördervereine, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Sponsoring finanziert werden. Wichtig sind attraktive Angebote, die auch weniger sportaffine Kinder und Jugendliche ansprechen.

IN FORM Projekte – Bewegung in Schulen fördern

IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung unterstützt Schulen dabei, Bewegung systematisch in den Schulalltag zu integrieren. Die Projekte bieten praxisnahe Konzepte, Materialien und Aktionsideen. Hier finden Sie IN FORM geförderte und Projekte von IN FORM Partnern: IN FORM Projekte

Tipp: Im Suchfeld einfach die Stichwörter “Bewegung in der Schule” eingeben.

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Letzte Änderung dieser Seite am 14.01.2026