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Das Adipositas-Monitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt, dass Kinder in Einrichtungen mit vielfältigen Bewegungsanlässen deutlich aktiver sind und motorisch besser abschneiden. Auch im pädagogischen Alltag wird sichtbar, wie unterschiedlich Kinder auf Bewegungsangebote reagieren und wie schnell sich Routinen verfestigen. Die Bestandsaufnahme des Bundesgesundheitsministeriums zur Bewegungsförderung bei Kindern unterstreicht zudem, dass frühe Bewegungserfahrungen maßgeblich beeinflussen, wie selbstverständlich körperliche Aktivität später in den Alltag integriert wird. Regelmäßige Bewegung hat somit eine nachhaltige gesundheitliche Bedeutung.
Bewegungsangebote entfalten ihre Wirkung vor allem dann, wenn sie im Tagesablauf verlässlich integriert sind. Unterschiedliche Formate tragen dazu bei, Kinder regelmäßig zu erreichen und ihre Bewegungsfreude zu stärken.
Regelmäßig geöffnete Bewegungsräume bieten Kindern sichere Übungsgelegenheiten. Ob Balancierstrecken, Kletterelemente oder wechselnde Bewegungslandschaften: Solche Strukturen machen Vielfalt erfahrbar und unterstützen unterschiedliche motorische Niveaus. Viele Kitas entwickeln Kleingruppenangebote, um individuelle Bedürfnisse besser berücksichtigen zu können.
Von Kitas durchgeführte Projekte zu Ballsportarten, Rhythmik, Naturerfahrungen oder Körperwahrnehmung ermöglichen Kindern, eigene Interessen zu entdecken und neue Fähigkeiten auszuprobieren. Besonders in Projektphasen zeigen Kinder ein hohes Maß an Engagement und Ausdauer.
Ein abwechslungsreich gestaltetes Außengelände mit Hügeln, Baumstämmen oder unterschiedlichen Untergründen schafft natürliche Bewegungsanlässe. Ergänzend bieten Parcours, Suchspiele oder kleine Bewegungsaktionen im Freien zahlreiche Impulse und erweitern das freie Spielen.
Sportvereine, Krankenkassen oder Bewegungsfachkräfte bringen zusätzliches Fachwissen in die Einrichtung. Viele ihrer Programme sind speziell auf den Kita-Alltag zugeschnitten und ermöglichen ein breiteres Angebotsspektrum – von kindgerechter Frühförderung bis zu regelmäßigen Sporteinheiten.
Bewegungs- und Sportangebote gewinnen an Qualität, wenn sie im Kita-Team abgestimmt werden. Gemeinsame Planung und Reflexion erleichtern es, die Angebote über das Jahr hinweg sinnvoll zu strukturieren und an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen.
Auch digitale Bausteine können den Kita-Alltag sinnvoll ergänzen, wenn sie bewusst eingesetzt werden und das direkte Miteinander nicht ersetzen. Sie unterstützen Kita-Fachkräfte insbesondere bei Planung, Dokumentation und der Gestaltung von Bewegungsimpulsen.
Kostenlose Apps können den Kita-Alltag ergänzen, wenn sie gezielt eingesetzt werden:
Solche digitalen Impulse unterstützen Einrichtungen dabei, Bewegung abwechslungsreich und alltagsnah zu fördern.
Auch Videoplattformen liefern vielfältige Materialien. Auf YouTube, den Seiten von Krankenkassen oder der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg finden sich altersgerechte Übungseinheiten – von Kinder-Yoga über rhythmische Bewegungsspiele bis zu Ideen für Mini-Parcours. Suchbegriffe wie “Bewegungsübungen Kita”, “Kinderturnen” oder “Bewegte Pause für Kinder” führen im Internet zu einer großen Auswahl an kostenfreien Videos.
Hybrid-Formate verbinden digitale und analoge Bewegungsimpulse: Wöchentliche Bewegungs-Challenges, kleine Bewegungsaufträge zum Mitnehmen nach Hause oder Fotoaktionen zu Natur-Erkundungen schaffen zusätzliche Anreize für Aktivität außerhalb der Kita.
Digitale Fortbildungen bieten wertvolle Impulse, damit pädagogische Fachkräfte das Thema Bewegung systematisch und fachkundig in den Kita-Alltag einbinden können. Anbieter wie die Deutsche Sportjugend (dsj), die Bildungswerke der Landessportbünde, das Netzwerk Sportjugend NRW oder viele regionale Bildungsträger bieten Online- und Hybrid-Kurse, die Grundlagenwissen und praktische Ideen für Bewegungsförderung in Kitas vermitteln.
Viele Kitas haben ihr Profil in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und Bewegung fest im Alltag verankert. Konzepte wie die “Bewegte Kita” zeigen, wie klare Strukturen – etwa regelmäßige Bewegungsstunden, sportbezogene Projekte, naturorientierte Aktivitäten oder Kooperationen – zu einer hohen Qualität der Angebote beitragen. Zertifikate wie der “Bewegungskindergarten” unterstützen Einrichtungen dabei, solche Strukturen dauerhaft zu sichern.
Mehrere Bundesländer vergeben eigene Qualifizierungen:
In den übrigen Bundesländern greifen regionale Fortbildungen, trägerspezifische Qualitätsrahmen oder kommunale Gesundheitsinitiativen, die Bewegung als festen Bestandteil des pädagogischen Alltags verankern.
Diese Vielfalt zeigt: Bewegung ist vielerorts strukturell verankert. Entscheidend bleibt jedoch, wie Angebote im Kita-Alltag gestaltet und kontinuierlich weiterentwickelt werden.