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Berufstätige sind unterschiedlich belastet: Manche verbringen viele Stunden sitzend, andere stehen oder gehen viel, wieder andere leisten körperlich anstrengende Arbeit. Unabhängig davon zeigen die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), dass zusätzliche, gezielte Bewegung für alle Berufsgruppen sinnvoll ist.
Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt das Herz-Kreislauf-System und verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit. Sie kann helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, den Blutdruck zu regulieren und die Durchblutung zu verbessern. Davon profitieren sowohl Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit als auch Berufstätige, die körperlich arbeiten.
Für Personen mit sitzender oder einseitiger Arbeit kann Bewegung muskuläre Verspannungen ausgleichen und Rücken-, Nacken- oder Schulterbeschwerden vorbeugen. Menschen, die viel stehen, gehen oder körperlich arbeiten, profitieren ebenfalls: Kräftigende und ausgleichende Übungen unterstützen Gelenke, stabilisieren die Muskulatur und helfen, Überlastungen zu vermeiden. Die Nationalen Empfehlungen raten daher zu einer Kombination aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.
Auch der Stoffwechsel reagiert positiv auf Bewegung. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt die Gewichtskontrolle, verbessert die Insulinempfindlichkeit und kann das Risiko für Diabetes Typ 2 senken. Diese Effekte zeigen sich unabhängig von der Art der beruflichen Tätigkeit.
Neben den körperlichen Effekten spielt Bewegung eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit. Körperliche Aktivität hilft, Stress abzubauen und mentale Anspannung zu reduzieren. Gerade im Berufsalltag kann Bewegung einen wichtigen Ausgleich zu Zeitdruck und hoher Konzentrationsanforderung bieten.
Regelmäßige Bewegung kann zudem das Wohlbefinden steigern, die Stimmung stabilisieren und die Schlafqualität verbessern. Viele Berufstätige berichten, dass sie sich nach Bewegung ausgeglichener und konzentrierter fühlen. Auch diese Zusammenhänge werden in den Nationalen Empfehlungen für Bewegung hervorgehoben.
Bewegung kann gezielt als Ausgleich genutzt werden. Wer im Arbeitsalltag viel sitzt, profitiert davon, Bewegung regelmäßig einzubauen und lange Sitzzeiten zu unterbrechen. Wer körperlich arbeitet, kann durch angepasste Bewegungsformen gezielt Kraft, Beweglichkeit und Regeneration fördern.
Auch kurze Bewegungseinheiten im Alltag können helfen, Verspannungen zu lösen und neue Energie zu gewinnen. Gemeinsame Bewegung – etwa in Pausen, bei Betriebssportangeboten oder in der Freizeit – kann zusätzlich motivieren und soziale Kontakte stärken.
Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung empfehlen Erwachsenen mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche mit moderater Intensität, zum Beispiel durch zügiges Gehen oder Radfahren. Ergänzend sind kräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen pro Woche sinnvoll. Darüber hinaus wird empfohlen, langes Sitzen regelmäßig zu unterbrechen und Bewegung über den Tag zu verteilen.
Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (BIÖG)
https://shop.bioeg.de/sonderheft-03-nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerd-60640103/
Broschüre „Gesund aktiv“ (BIÖG)
https://shop.bioeg.de/pdf/35700717.pdf
Broschüre „Impulsgeber Bewegungsförderung: 10 gute Gründe für mehr Bewegung“ (BIÖG)
https://shop.bioeg.de/broschuere-10-gute-gruende-fuer-mehr-bewegung/
Infoblatt „Bitte nicht setzen – das fördert die Gesundheit“ (BIÖG)
https://shop.bioeg.de/pdf/DL-20231025-1600.pdf
Stiftung Gesundheitswissen
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/bewegung-sport
Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
https://www.dgsp.de/seite/375183/die-zehn-goldenen-regeln-f%C3%BCr-gesundes-sporttreiben.html